Was ist das Herz und wie funktioniert es?
Das Herz ist ein hohles Muskelorgan mit einem Gewicht von etwa 300 g, das im Mediastinum (zwischen den beiden Lungen) liegt und leicht nach links verschoben ist. Es ist die zentrale Pumpe des Herz-Kreislauf-Systems – es führt täglich etwa 100.000 Kontraktionen durch und pumpt täglich 7.000 Liter Blut. Bei akuten Herzsymptomen sollten Sie sofort die 15 anrufen. Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung der Herzfunktion sind im Sortiment „Herz-Kreislauf-Gesundheit“ des Shops erhältlich.
- Funktionsanatomie: vier Kammern – rechter Vorhof (Aufnahme des venösen Blutes aus dem Körperkreislauf) + rechter Ventrikel (Ausstoß in die Lunge) + linker Vorhof (Aufnahme von sauerstoffreichem Blut) + linker Ventrikel (Ausstoß in die Aorta zum Körper) – vier Herzklappen (Mitral-, Trikuspidalklappe, Aorten- und Pulmonalklappe), die den unidirektionalen Blutfluss gewährleisten
- Herzzyklus: Systole (Kontraktion – Ausstoß des Blutes in die Arterien) + Diastole (Entspannung – Ventrikelfüllung) – gesteuert durch das intrinsische elektrische System (Sinusknoten → AV-Knoten → His-Bündel → Purkinje-Fasern) – normale Frequenz 60 bis 100 Schläge pro Minute in Ruhe
- EKG (Elektrokardiogramm): Aufzeichnung der elektrischen Herzaktivität – erkennt Arrhythmien, koronare Ischämie, ventrikuläre Hypertrophie – Standarduntersuchung, die in 10 Minuten durchgeführt wird – empfohlen ab 40 Jahren im Rahmen einer Gesundheitsvorsorgeuntersuchung
Was sind die wichtigsten Herzerkrankungen und ihre Warnzeichen?
- Atherosklerose: fortschreitende Ablagerung von Fettplaques in den Arterienwänden → Verengung der Herzkranzgefäße → Angina pectoris →Infarktrisiko bei Plaqueriss und Thrombose
- Herzinsuffizienz: unzureichende Pumpfunktion → fortschreitende Atemnot (zunächst bei Anstrengung, später auch in Ruhe) – Knöchelödeme – übermäßige Müdigkeit
- Herzrhythmusstörungen: Arrhythmien, Vorhofflimmern — Herzklopfen, Schwindel, Ohnmachtsanfälle — Diagnose mittels EKG oder Holter-Aufzeichnung
- Herznotfälle – sofort die 15 anrufen: starke Brustschmerzen, die in den linken Arm, den Kiefer oder den Rücken ausstrahlen + kalter Schweiß + Übelkeit (Herzinfarkt) — schwere Atemnot in Ruhe — Bewusstlosigkeit in Verbindung mit Herzrhythmusstörungen
- Rolle des Cholesterins: Oxidiertes LDL dringt in die Arterienwand ein (Atherom) – schützendes HDL (Rücktransport zur Leber) – jährliche Lipidprofiluntersuchung bei kardiovaskulären Risikofaktoren empfohlen
- Bluthochdruck: chronische mechanische Belastung der Arterienwände und des Herzmuskels — häufigste veränderbare Ursache für kardiovaskuläre Mortalität
Wie kann man sein Herz auf natürliche Weise schützen?
- Herzschützende Ernährung: Mittelmeerdiät – Reduzierung von Salz (< 5 g/Tag – WHO) und gesättigten Fetten – fetter Fisch (Omega-3) 2 bis 3 Mal pro Woche – buntes Obst und Gemüse (Antioxidantien) – Hülsenfrüchte (lösliche Ballaststoffe) – Einschränkung des Alkoholkonsums
- Körperliche Aktivität: 150 Min./Woche moderate Aktivität (Gehen, Schwimmen, Radfahren) – stärkt die Blutdruckkontrolle und verbessert das Lipidprofil
- Weißdorn: Herz- und Gefäßtonikum, verbessert die Koronardurchblutung — gut etablierte EMA — Kontraindikationen bei Antiarrhythmika und Digoxin
- Omega-3-Fettsäuren EPA-DHA: EFSA-Angabe „trägt zur normalen Herzfunktion bei“ — 2 bis 3 g/Tag
- Coenzym Q10: Energiefaktor der Kardiomyozyten, durch Statine gesenkt – 100 bis 200 mg/Tag – siehe Herz-Kreislauf-Erkrankungen – bei Herzpatienten in Behandlung ist eine ärztliche Beratung zwingend erforderlich