Ein Entzündungshemmer ist eine Substanz, die die Entzündungsreaktion des Körpers verringert oder hemmt – ein natürlicher Abwehrprozess, der sich durch Rötung, Überwärmung, Schwellung und Schmerzen äußert. In der Medizin gibt es zwei große Gruppen. NSAR (nichtsteroidale Entzündungshemmer – Ibuprofen, Naproxen, Aspirin) hemmen die Enzyme COX-1 und COX-2 und blockieren so die Synthese entzündungsfördernder Prostaglandine. Kortikosteroide (Prednison, Prednisolon) ahmen die Wirkung der Nebennierenhormone nach und unterdrücken die Immunreaktion in größerem Umfang – sie sind schweren Entzündungen oder Autoimmunerkrankungen vorbehalten und nur auf strikte ärztliche Verschreibung erhältlich. Natürliche entzündungshemmende Nahrungsergänzungsmittel sind in den Sortimenten „Gelenkschmerzen“ und „Muskelschmerzen“ des Shops erhältlich.
NSAR werden bei akuten Schmerzen (Rückenschmerzen, Verstauchungen, Menstruationsbeschwerden), entzündlichen Gelenkerkrankungen (Arthrose, Sehnenentzündung) und Fieber eingesetzt. Ihre Anwendung sollte zeitlich begrenzt bleiben – sie behandeln nicht die Ursache der Entzündung, sondern lindern lediglich die Symptome. NSAR und Alkohol dürfen niemals kombiniert werden (Risiko von Magen-Darm-Blutungen). Die Einnahme zusammen mit einer Mahlzeit verringert die Magenreizung. NSAR sind ab dem 3. Schwangerschaftstrimester ausdrücklich kontraindiziert (Risiko für Herzschäden beim Fötus).
NSAR sind wirksam, bergen jedoch dosisabhängige Risiken, die nicht zu vernachlässigen sind. Im Verdauungstrakt hemmen sie das gastrische COX-1 (das die Schleimhaut schützt) → Geschwüre, Blutungen, Perforationen, insbesondere ab dem 65. Lebensjahr oder bei gastro-duodenalen Vorerkrankungen. Im kardiovaskulären Bereich erhöht eine langfristige Einnahme das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle geringfügig – dies ist bei Patienten mit Bluthochdruck oder koronarer Herzkrankheit zu beachten. Was die Nieren betrifft, werden die Prostaglandine, die die Nierendurchblutung aufrechterhalten, blockiert → Risiko eines akuten Nierenversagens bei älteren oder dehydrierten Personen.
Um diesen Wirkungen vorzubeugen: Nehmen Sie NSAR immer während einer Mahlzeit ein, verwenden Sie die niedrigste wirksame Dosis über den kürzestmöglichen Zeitraum, kombinieren Sie niemals zwei NSAR und konsultieren Sie einen Arzt, bevor Sie NSAR mit Antikoagulanzien kombinieren (kumulatives Blutungsrisiko). Bei längerer Einnahme kann ein Protonenpumpenhemmer (PPI) zum Schutz des Magens verschrieben werden.
Zahlreiche pflanzliche Wirkstoffe weisen eine nachgewiesene entzündungshemmende Wirkung auf, ohne die gastrointestinalen Nebenwirkungen von NSAR – sie wirken über andere biologische Wege und können zur Linderung chronischer Muskel- und Gelenkschmerzen oder zur Vorbeugung von Entzündungsschüben eingesetzt werden: