Was ist Tachykardie und wie wird sie klassifiziert?
Als Tachykardie bezeichnet man eine Herzfrequenz von über 100 Schlägen pro Minute (bpm) in Ruhe bei Erwachsenen. Sie kann physiologischer Natur sein (Belastung, Stress, Fieber) oder pathologisch bedingt sein (Rhythmusstörungen, zugrunde liegende Herzerkrankung). Jede unerklärliche, wiederkehrende oder mit Symptomen einhergehende Tachykardie erfordert eine ärztliche Abklärung. Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung der Herzfunktion sind im Sortiment für Herz-Kreislauf-Gesundheit unseres Shops erhältlich.
- Haupttypen nach ihrer Ursache:
- Sinustachykardie: physiologische Beschleunigung des Sinusknotens – normale Reaktion auf Belastung, Fieber, Angstzustände, Anämie, Dehydrierung – gutartig, sofern die Ursache identifizierbar und reversibel ist
- Supraventrikuläre Tachykardie (SVT): Reentry-Kreislauf in den Vorhöfen oder im AV-Knoten – plötzlicher Beginn und plötzliches Ende – oft gutartig, kann jedoch Beschwerden und Unwohlsein verursachen – Vorhofflimmern gehört zu dieser Gruppe
- Ventrikuläre Tachykardie (VT): Ursprung in den Ventrikeln – potenziell schwerwiegend – Risiko für Kammerflimmern und Herzstillstand – absoluter medizinischer Notfall
- Diagnose: Zunächst EKG (Elektrokardiogramm) – 24–48-Stunden-Holter-EKG bei intermittierenden Episoden – Belastungstests – Echokardiographie – Laboruntersuchungen (Schilddrüse, Anämie, Elektrolyte) – durchgeführt vom Kardiologen
Was sind die Ursachen und Warnsymptome einer Tachykardie?
- Hauptursachen: Stress und Angst (Aktivierung des sympathischen Nervensystems) – Koffein, Alkohol, Tabak, bestimmte Medikamente (abschwellende Mittel, Bronchodilatatoren, Schilddrüsenhormone) – Fieber und Infektionen – Hyperthyreose – Anämie – Dehydrierung – Elektrolytstörungen (Hypokaliämie, Hypomagnesiämie) – strukturelle Herzerkrankungen (Herzinsuffizienz, Kardiomyopathien) – Wolff-Parkinson-White-Syndrom
- Häufige Symptome bei harmlosen Episoden: Herzklopfen – das Gefühl, dass das Herz rast – leichte Müdigkeit – das Gefühl eines schnellen Pulses in Ruhe
- Symptome, bei denen sofort der Notruf 15 gewählt werden muss: Brustschmerzen oder Engegefühl — Synkope (Bewusstlosigkeit) — starke Atemnot in Ruhe — starker Schwindel mit Tachykardie — diese Anzeichen können auf eine ventrikuläre Tachykardie oder eine Lungenembolie hindeuten
- Unterschied zu Herzklopfen: Herzklopfen ist die subjektive Wahrnehmung der Herzschläge – es kann bei normaler, schneller oder unregelmäßiger Frequenz auftreten – nicht jedes Herzklopfen ist eine Tachykardie
Prävention, Lebensweise und Nahrungsergänzungsmittel zur Herzunterstützung
Diese Maßnahmen und Nahrungsergänzungsmittel unterstützen das Herzwohlbefinden bei leichten, stress- oder lebensstilbedingten funktionellen Tachykardien – sie behandeln keine diagnostizierte pathologische Herzrhythmusstörung und ersetzen keine verschriebenen Medikamente (Betablocker, Antiarrhythmika). Ändern Sie eine Herzbehandlung niemals ohne ärztlichen Rat.
- Magnesium: wesentlicher Cofaktor für die Erregbarkeit der Herzmuskelzellen – ein Mangel geht mit Herzklopfen, Krämpfen und einer Übererregbarkeit des vegetativen Nervensystems einher — 300 bis 400 mg/Tag als Bisglycinat oder Malat — besonders angezeigt bei chronischem Stress und Erschöpfung
- Weißdorn (Crataegus oxyacantha): Flavonoide und Procyanidol-Oligomere – Herztonikum und mildes Beruhigungsmittel für das vegetative Nervensystem – unterstützt das Herzwohlbefinden bei leichten funktionellen Tachykardien und harmlosen, angstbedingten Herzklopfen — Gut etablierte EMA-Monografie — Kontraindikation in Kombination mit Digoxin und anderen Antiarrhythmika (pharmakologische Wechselwirkungen) — ärztliche Beratung bei Herzpatienten in Behandlung zwingend erforderlich
- Omega-3-Fettsäuren EPA-DHA: dokumentierte mäßige antiarrhythmische Wirkung — Verringerung der Erregbarkeit der Kardiomyozyten — EFSA-Gesundheitsbehauptung zur normalen Herzfunktion — 2 bis 3 g/Tag
- Herz-Kreislauf-Gesundheit: Stressabbau (Herzkohärenz, Meditation) — Einschränkung des Koffeinkonsums (< 3 Tassen Kaffee/Tag) und des Alkoholkonsums — Raucherentwöhnung (Tabak-Info-Service: 3989) — ausreichende Flüssigkeitszufuhr (1,5 bis 2 l/Tag) — regelmäßige, angepasste körperliche Aktivität nach ärztlicher Absprache — siehe Behandlung von Herzerkrankungen undBluthochdruck