Was ist die Herzfrequenz und welche Werte gelten als normal?
Die Herzfrequenz (oder Pulsfrequenz – HF) bezeichnet die Anzahl der Ventrikelkontraktionen pro Minute. Sie spiegelt die elektrische und mechanische Aktivität des Herzens wider und ist eines der grundlegenden Vitalzeichen für den kardiovaskulären Gesundheitszustand. Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung der Herzfunktion sind im Sortiment für Herz-Kreislauf-Gesundheit des Shops erhältlich.
- Normalwerte in Ruhe: Erwachsene 60 bis 100 bpm – Säuglinge < 1 Jahr: 100 bis 160 bpm – Kinder 1 bis 10 Jahre: 70 bis 120 Schläge pro Minute – trainierter Sportler: 40 bis 60 Schläge pro Minute (physiologische Bradykardie durch Herzanpassung) – diese Werte dienen nur als Anhaltspunkt – jede anhaltende Abweichung sollte von einem Arzt untersucht werden
- Sinusknoten: natürlicher Schrittmacher des Herzens, der sich im rechten Vorhof befindet — er erzeugt den elektrischen Impuls, der jede Kontraktion auslöst — seine Frequenz wird durch das autonome Nervensystem (Sympathikus beschleunigt, Parasympathikus verlangsamt) und Hormone (Adrenalin, Schilddrüsenhormone) reguliert
- Theoretische maximale Herzfrequenz: 220 – Alter (Karvonen-Formel) – nützlich zur Einstufung der sportlichen Belastung – bei Personen mit sitzender Lebensweise oder Herzerkrankungen sollten 85 % der maximalen Herzfrequenz niemals ohne vorherige ärztliche Untersuchung überschritten werden
Wie misst man seine Herzfrequenz und wann sollte man alarmiert sein?
- Messmethoden: Abtasten des Radialpulses (Innenseite des Handgelenks) oder des Karotispulses (Hals) – Zählen der Schläge über 60 Sekunden (oder 15 Sekunden × 4) – Pulsoximeter (Photoplethysmographie) — EKG (vollständiges elektrisches Diagramm — einzige Untersuchung, mit der der Rhythmus präzise analysiert werden kann) — Smartwatches und Herzfrequenzmesser (gute Genauigkeit in Ruhe, geringere Genauigkeit bei Bewegung)
- Bradykardie (HF < 60 bpm in Ruhe): physiologisch bei trainierten Sportlern – pathologisch, wenn sie mit Symptomen einhergeht (Ohnmachtsanfälle, Müdigkeit, Benommenheit) – Ursachen (AV-Block, Sinus-Syndrom, Schilddrüsenunterfunktion, Betablocker) — ärztliche Abklärung bei Symptomen
- Tachykardie (HF > 100 Schläge pro Minute in Ruhe): Siehe die entsprechende Seite für Arten und Ursachen
- Arrhythmie: Unregelmäßigkeit des Rhythmus – Herzklopfen (Gefühl von unregelmäßigen oder ausgelassenen Schlägen) – Vorhofflimmern (häufigste Arrhythmie – thromboembolisches Risiko) – Diagnose mittels EKG – bei wiederkehrendem Herzklopfen einen Arzt aufsuchen
- Rufen Sie sofort die 15 an, wenn: Brustschmerzen in Verbindung mit einem abnormalen Herzrhythmus auftreten – Synkope (Bewusstseinsverlust) – schwere Atemnot in Ruhe – diese Anzeichen können auf einen kardialen Notfall hindeuten
Welche Faktoren beeinflussen den Herzrhythmus und wie lässt er sich stabilisieren?
- Faktoren, die den Herzrhythmus beschleunigen: Stress und Angst (Cortisol, Adrenalin) — Koffein (> 3 bis 4 Tassen Kaffee pro Tag) — Nikotin — Fieber (jedes Grad über 37 °C erhöht die Herzfrequenz um etwa 10 Schläge pro Minute) — Dehydrierung — Medikamente (abschwellende Mittel, Bronchodilatatoren) — Schilddrüsenüberfunktion — Anämie
- Stabilisierende Faktoren: regelmäßige körperliche Aktivität (150 Min./Woche gemäß WHO — senkt die Ruheherzfrequenz und verbessert die Herzfrequenzvariabilität) — Herzkohärenz (Atmung mit 5 Zyklen/Min. — erhöht die Herzfrequenzvariabilität) — Magnesium (ein Mangel steht im Zusammenhang mit Herzklopfen und einer Übererregbarkeit des Herzens – 300 bis 400 mg/Tag Bisglycinat) — ausreichende Flüssigkeitszufuhr (1,5 bis 2 l/Tag)
- Weißdorn: Herztonikum – unterstützt einen gleichmäßigen Herzrhythmus und die Kontraktilität des Herzmuskels – gut fundierte EMA-Monografie – ärztliche Beratung bei Patienten, die mit Antiarrhythmika oder Digoxin behandelt werden, zwingend erforderlich (Wechselwirkungen)
- Omega-3-Fettsäuren EPA-DHA: mäßige Verringerung der elektrischen Erregbarkeit der Kardiomyozyten – EFSA-Angabe zur normalen Herzfunktion – 2 bis 3 g/Tag – siehe Erkrankungen des Herzens und des Herz-Kreislauf-Systems