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Wie sorgt man täglich für eine gute Mundhygiene?

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Warum schützt eine gute Mundhygiene weit über den Mund hinaus?

Die Mundhygiene ist die erste Verteidigungslinie gegen die beiden häufigsten Erkrankungen im Mundraum: Karies (bakterielle Zerstörung des Zahnschmelzes) und Parodontitis (Zerstörung des Zahnhalteapparats). Doch die Auswirkungen gehen weit über den Bereich der Zahnmedizin hinaus – Bakterien aus einem schlecht gepflegten Mund können in den Herz-Kreislauf-Apparat gelangen, die Blutzuckerkontrolle bei Diabetes beeinträchtigen und das Risiko für geburtshilfliche Komplikationen erhöhen. Einen gesunden Mund zu erhalten bedeutet daher, in die eigene allgemeine Gesundheit zu investieren. Produktezur Mundhygiene sind im Shop erhältlich.

Zahnbelag – ein bakterieller Biofilm, der sich innerhalb von 24 bis 48 Stunden auf allen nicht geputzten Oberflächen neu bildet – ist die Ursache für diese beiden Erkrankungen. Wird er nicht täglich entfernt, bildet er eine pathogene Bakterienkolonie und verkalkt innerhalb von 10 bis 15 Tagen zu Zahnstein. Zahnstein lässt sich nicht mehr durch Zähneputzen entfernen: Nur eine professionelle Zahnsteinentfernung kann dies bewerkstelligen, was regelmäßige zahnärztliche Kontrolluntersuchungen rechtfertigt.

  • Die 4 grundlegenden Maßnahmen: zweimal tägliches Zähneputzen (löst den Zahnbelag auf den zugänglichen Flächen auf) – tägliche Zahnzwischenraumreinigung (entfernt den Zahnbelag von den 40 % der für die Zahnbürste unzugänglichen Flächen – Zahnzwischenraumhygiene) – jeden Morgen den Zungenreiniger verwenden (reduziert die Bakterienbelastung, die Mundgeruch verursacht) — je nach Bedarf geeignetes Mundwasser (antiseptisch, fluoridhaltig, gegen empfindliche Zähne)
  • Fluorid – unverzichtbarer Wirkstoff: stärkt den Zahnschmelz durch die Bildung von Fluorapatit (säurebeständiger als natürliches Hydroxylapatit) – empfohlene Konzentrationen: 1.450 ppm für Erwachsene, 500–1.000 ppm für Kinder je nach Alter – „natürliche“ oder „Zahnaufhellungs“-Zahnpasten sind oft unterdosiert, was das Fluorid betrifft – vor dem Kauf die Konzentration überprüfen
  • Professionelle Zahnsteinentfernung: 1–2 Mal pro Jahr unverzichtbar, selbst bei konsequenter Mundhygiene — entfernt den unzugänglichen subgingivalen Zahnstein — beugt Zahnfleischentzündungen vor und stoppt das Fortschreiten zur Parodontitis

Wie passt man die Produkte an die eigenen Bedürfnisse an?

Der Markt für Mundpflegeprodukte bietet für jedes Profil geeignete Formeln. Für kariesanfällige Personen bildet eine Zahnpasta mit 1.450 ppm Fluorid und Xylitol in Verbindung mit einer gründlichen Interdentalhygiene die Grundlage. Bei empfindlichem Zahnfleisch reduzieren Formeln ohne SLS (Natriumlaurylsulfat) und ohne Alkohol, die mit Aloe Vera oder Allantoin angereichert sind, Reizungen. Bei empfindlichen Zähnen verschließen Zahnpasten mit Kaliumnitrat (5 %) oder Strontiumchlorid die Dentintubuli und lindern die Schmerzen.

  • Zahnbürste: immer weiche Borsten (harte Borsten schleifen den Zahnschmelz ab und graben sich in die Zahnhälse ein) – kleiner Bürstenkopf, um die Backenzähne zu erreichen – alle 3 Monate austauschen (ausgefranste Borsten = unwirksame Zahnbürste) – oszillierend-rotierende elektrische Zahnbürste, die bei der Reduzierung von Zahnbelag und Zahnfleischbluten klinisch überlegen ist
  • Mundspülungen: fluoridhaltig (225 ppm) abends ohne Ausspülen zur nächtlichen Remineralisierung — antiseptisch mit Chlorhexidin (0,12 %) in kurzen Kuren von 2 bis 4 Wochen — natürliche Formeln mit Propolis oder Teebaumöl für die tägliche Pflege — alkoholfrei für Menschen mit Mundtrockenheit
  • Spezialprodukte: Nachtschutzschiene (Bruxismus), Munddusche (für Träger von Brücken, Implantaten und kieferorthopädischen Apparaturen), Brückenzahnseide (Brücken), Plaque-Anzeiger (hilfreich, um Kindern und Erwachsenen die Technik beizubringen)

Welchen Einfluss haben Ernährung und Lebensweise auf die Mundgesundheit?

Die Ernährung beeinflusst die Zahngesundheit direkt über zwei Mechanismen. Erstens die Häufigkeit der Einnahme zuckerhaltiger Lebensmittel – jede Einnahme von zuckerhaltigen oder sauren Lebensmitteln führt dazu, dass der pH-Wert im Mund für 20 bis 30 Minuten unter 5,5 (Schwelle für die Demineralisierung des Zahnschmelzes) sinkt. Häufiges Naschen hält diesen pH-Wert dauerhaft niedrig – das ist schädlicher als die insgesamt konsumierte Zuckermenge. Zweitens Ernährungsmängel: Vitamin C ist ein Cofaktor für das Zahnfleischkollagen (Mangel → Zahnfleischschwäche), Kalzium und Vitamin D unterstützen die Mineralisierung des Alveolarknochens.

  • Schützende Lebensmittel: Hartkäse (alkalisiert den pH-Wert im Mund nach dem Essen und liefert Kalzium) – knackiges Obst und Gemüse (regt mechanisch den Speichelfluss an) – grüner Tee (antibakterielle Catechine) – fluoridiertes Wasser oder kalziumhaltiges Mineralwasser
  • Tabak und Mund: erhöht das Risiko einer schweren Parodontitis um das 3- bis 7-Fache — verschleiert Zahnfleischbluten (Gefäßverengung) — verlangsamt die Wundheilung — verfärbt Zähne und Zahnersatz — ein Rauchstopp verbessert die Zahnfleischgesundheit bereits in den ersten Wochen
  • Anzeichen, die einen raschen Arztbesuch erfordern: Zahnfleischbluten beim Zähneputzen (niemals normal), anhaltender Mundgeruch, spontane Schmerzen, Zahnlockerung, Mundwunden, die nicht innerhalb von 14 Tagen abheilen – zur Kariesprophylaxe gehört auch die regelmäßige professionelle Kontrolle