Was versteht man unter Herzfunktion und wie wird sie beurteilt?
Die Herzfunktion bezeichnet die Gesamtheit der Mechanismen, durch die das Herz jederzeit – sowohl in Ruhe als auch unter Belastung – einen ausreichenden Blutfluss gewährleistet, um den Stoffwechselbedarf des Körpers zu decken. Sie spiegelt den Zustand des Herzmuskels, der Herzklappen, des Reizleitungsgewebes und des Blutdrucks wider. Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung einer normalen Herzfunktion finden Sie im Sortiment für Herz-Kreislauf-Gesundheit im Shop.
- Wichtige Indikatoren der Herzfunktion: linksventrikuläre Ejektionsfraktion (normale LVEF ≥ 55 % – gemessen mittels Echokardiographie) – Herzzeitvolumen (pro Minute ausgestoßenes Blutvolumen = Ejektionsvolumen × Herzfrequenz – normal 4 bis 8 l/min in Ruhe) – Herzfrequenz (60 bis 100 Schläge pro Minute in Ruhe) – Blutdruck (normal < 120/80 mmHg) – Belastungstoleranz (keine Atemnot, Schmerzen oder Ohnmacht bei üblicher Belastung)
- Medizinische Untersuchungsmethoden: EKG (12-Kanal-EKG — Rhythmus, Leitung, Ischämie) — Echokardiographie (Struktur und Funktion der Herzkammern, Herzklappen, LVEF) – Belastungs- oder Isotopen-Belastungstest – Biomarker (BNP und NT-proBNP – Marker für myokardialen Stress) – 24–48-Stunden-Holter-EKG bei intermittierenden Arrhythmien
- Anzeichen einer Herzfunktionsstörung, die eine ärztliche Konsultation erfordern: ungewöhnliche Belastungsdyspnoe – wiederkehrendes Herzklopfen – Synkope oder Ohnmacht bei Belastung – Ödeme der unteren Extremitäten – im Verhältnis zur Belastung unverhältnismäßige Müdigkeit — Bei akuten Brustschmerzen oder schwerer Atemnot in Ruhe den Notruf 15 wählen
Welche Lebensstilfaktoren erhalten die Herzfunktion?
- Körperliche Aktivität: 150 Min./Woche moderater körperlicher Aktivität (WHO) — verbessert die linksventrikuläre Ejektionsfraktion (LVEF), senkt die Ruheherzfrequenz, erhöht das Schlagvolumen und die kontraktile Reserve — Ausdauertraining ist für die allgemeine Herzfunktion am vorteilhaftesten — der Nutzen ist unabhängig von anderen Risikofaktoren
- Schlaf: < 6 Stunden pro Nacht beeinträchtigen die Herzfrequenzvariabilität (HRV – Marker für die Gesundheit des kardialen autonomen Nervensystems) – erhöhen den nächtlichen Blutdruck – begünstigen systemische Entzündungen — 7 bis 9 Stunden Schlaf werden empfohlen — eine Schlafapnoe sollte behandelt werden, wenn sie diagnostiziert wird (Risikofaktor für Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen)
- Stressbewältigung: Chronischer Stress aktiviert das sympathische Nervensystem (Cortisol, Adrenalin) – erhöht den Blutdruck und die Herzfrequenz dauerhaft – Herzkohärenz (5 Zyklen/Min.) verbessert die HRV – Meditation, Yoga, angepasste körperliche Aktivitäten
- Ernährung: mediterrane Ernährung — Salzreduktion (< 5 g/Tag, WHO) — Einschränkung des Alkoholkonsums (max. 2 Gläser/Tag) — Raucherentwöhnung (Tabac Info Service: 3989) — Gewichtskontrolle
Welche Nahrungsergänzungsmittel unterstützen die normale Herzfunktion?
Diese Nahrungsergänzungsmittel unterstützen die normale Herzfunktion – sie behandeln keine diagnostizierten Herzerkrankungen und ersetzen keine verschriebenen Medikamente. Bei Patienten unter medikamentöser Behandlung ist eine ärztliche Beratung unerlässlich (mögliche Wechselwirkungen).
- Omega-3-Fettsäuren EPA-DHA: Von der EFSA bestätigte gesundheitsbezogene Angabe „trägt zur normalen Herzfunktion bei“ bei einer Dosis von 250 mg EPA+DHA/Tag – Verringerung der Herzreizbarkeit und der Triglyceridwerte – 2 bis 3 g/Tag
- Coenzym Q10: Cofaktor für die ATP-Produktion in den Mitochondrien der Kardiomyozyten — EFSA-Angabe zur normalen Energieproduktion — durch Statine und Alterung gesenkte Spiegel — 100 bis 200 mg/Tag in Ubiquinol-Form
- Magnesium: Cofaktor für die Erregbarkeit des Herzens und die Kontraktilität des Herzmuskels — EFSA-Gesundheitsbehauptung zur normalen Funktion des Herzens und des Nervensystems — häufiger Mangel unter Stress — 300 bis 400 mg/Tag als Bisglycinat
- Weißdorn: Herz- und Gefäßtonikum — verbessert die Koronardurchblutung und die Kontraktilität — gut etablierte EMA-Monografie — Kontraindikationen bei Antiarrhythmika und Digoxin — siehe Herzerkrankungen