Der Schnupfen – eine umgangssprachliche Bezeichnung für die virale Rhinopharyngitis – ist die häufigste Atemwegsinfektion: Erwachsene erkranken zwei- bis viermal pro Jahr daran, Kinder sechs- bis zehnmal. In 40 bis 50 % der Fälle wird er durch Rhinoviren verursacht, in den übrigen Fällen durch saisonale Coronaviren, Parainfluenzaviren und das Respiratorische Synzytial-Virus (RS-Virus). Entgegen einer weit verbreiteten Meinung wird eine Erkältung nicht durch Kälte verursacht – niedrige Temperaturen begünstigen lediglich das Zusammenkommen in geschlossenen Räumen und damit die Virusübertragung. Naturprodukte gegen winterliche Erkrankungen sind im Shop erhältlich.
Es gibt keine antivirale Behandlung gegen Rhinoviren. Die Behandlung ist symptomatisch – das Ziel ist es, das Wohlbefinden zu verbessern, bis eine spontane Heilung eintritt. Die Nasenspülung mit physiologischer Kochsalzlösung oder Meerwasser ist die wirksamste und am besten dokumentierte Maßnahme: Sie entfernt mechanisch Viren und Schleim, befeuchtet die Nasenschleimhaut und verkürzt die Dauer der Nasenverstopfung. Sie kann bereits bei den ersten Symptomen mehrmals täglich angewendet werden, sowohl bei Erwachsenen als auch bei Säuglingen.
Händewaschen ist die wirksamste Vorbeugungsmaßnahme gegen Erkältungen – 20 Sekunden langes Einreiben mit Seife oder einige Sekunden mit hydroalkoholischem Gel beseitigen vorhandene Rhinoviren. Die Selbstansteckung (kontaminierte Hand → Nase oder Augen) ist der Hauptübertragungsweg. Regelmäßiges Lüften von Innenräumen (15 Minuten morgens und abends) verdünnt die Konzentration der Viren in der Luft.