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Hypotonie: Symptome, Ursachen und Behandlungen

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Was ist Hypotonie und welche verschiedenen Formen gibt es?

UnterHypotonie versteht man einen Blutdruck unter 90/60 mmHg. Im Gegensatz zumBluthochdruck ist sie bei jungen, schlanken Menschen (vagaler Typ) oft harmlos – doch bestimmte Formen sind pathologisch und erfordern eine ärztliche Abklärung, insbesondere bei älteren Menschen, bei denen sie das Risiko für Stürze und Ohnmachtsanfälle erhöht. Unterstützende Nahrungsergänzungsmittel sind im Sortiment für Herz-Kreislauf-Gesundheit des Shops erhältlich.

  • Orthostatische Hypotonie: Abfall des systolischen Blutdrucks um ≥ 20 mmHg (oder des diastolischen Blutdrucks um ≥ 10 mmHg) innerhalb von 3 Minuten nach dem Aufstehen – Symptome (Schwindel, Schwarzwerden, Ohnmacht, Synkope) – Hauptursache für Stürze bei Menschen über 65 Jahren – erhebliches Frakturrisiko
  • Postprandiale Hypotonie: Blutdruckabfall innerhalb von 30–120 Minuten nach einer Mahlzeit – Umleitung des Blutes in den Verdauungstrakt (Splanchnische Sequestrierung) – häufig bei älteren Menschen – durch kleine Mahlzeiten mit geringem Gehalt an schnell verfügbaren Kohlenhydraten zu minimieren
  • Chronische konstitutionelle Hypotonie: vagale Veranlagung – niedriger Blutdruck ohne Symptome – häufig bei schlanken Frauen und trainierten Sportlern – in der Regel gutartig
  • Sekundäre symptomatische Hypotonie: Herzinsuffizienz — schwere Dehydrierung — Blutung — septischer Schock (Sepsis — medizinischer Notfall) — Nebenniereninsuffizienz (Morbus Addison) — Medikamente (Blutdrucksenker, Diuretika, Nitrate, trizyklische Antidepressiva)

Ursachen, Symptome und wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

  • Häufige Symptome: Schwindel und das Gefühl, dass sich „der Kopf dreht“, beim Aufstehen – verschwommenes Sehen oder vorübergehender „schwarzer Bildschirm“ – ungewöhnliche Müdigkeit – Übelkeit – kompensatorisches Herzklopfen – in schweren Fällen: Synkope (kurzzeitige Bewusstlosigkeit) – chronische Asthenie
  • Besondere Risikogruppen: ältere Menschen (gedämpfter Baroreflex, Polymedikation, häufige Dehydrierung) – Schwangere (physiologische Vasodilatation im 1. und 2. Trimester) – Patienten unter blutdrucksenkenden Medikamenten (mögliche Überdosierung) – bettlägerige Patienten (vaskuläre Dekonditionierung)
  • Einen Arzt aufsuchen bei: Synkope (Bewusstseinsverlust) — wiederholter orthostatischer Blutdruckabfall mit Stürzen — Symptomen in Verbindung mit Brustschmerzen oder Tachykardie — Blutdruck < 80/50 mmHg — Unverträglichkeit gegenüber längerem Stehen
  • Medizinischer Notfall – Nummer 15 anrufen: schwere Hypotonie mit Verwirrtheit, grauer Gesichtsfarbe, schwachem und faden Puls, Schock (Sepsis, innere Blutungen, akutes Herzversagen)

Wie lässt sich Hypotonie auf natürliche Weise behandeln und welche Nahrungsergänzungsmittel helfen?

  • Haltungsmaßnahmen: Langsames Aufstehen in zwei Schritten (30 Sekunden am Bettrand sitzen, bevor man aufsteht) – Anspannen der Waden vor dem Aufstehen (venöse Pumpe) – das Kopfende des Bettes bei nächtlichem Blutdruckabfall um 15–20 cm anheben – längeres unbewegliches Stehen vermeiden (auf den Füßen wippen)
  • Flüssigkeitszufuhr: 1,5 bis 2 l Flüssigkeit pro Tag – eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr erhält das Blutvolumen – besonders wichtig bei heißem Wetter und bei körperlicher Anstrengung
  • Salz: Eine erhöhte Natriumzufuhr (Kochsalz, natriumhaltiges Mineralwasser) kann bei bestimmten neurogenen oder orthostatischen Hypotensionen angezeigt sein — nur auf ärztliche Anweisung (kontraindiziert bei Herzerkrankungen oder Niereninsuffizienz)
  • Ernährung: Mahlzeiten aufteilen (kleine Portionen – 4 bis 5 Mal täglich), um den postprandialen Blutdruckabfall zu begrenzen – Kohlenhydrate mit hohem glykämischen Index bei den Mahlzeiten reduzieren – Alkohol vermeiden (gefäßerweiternd und harntreibend)
  • Magnesium: Ein Mangel geht häufig mit Müdigkeit, Herzklopfen und Asthenie bei chronisch Hypotonischen einher – 300 bis 400 mg/Tag als Bisglycinat
  • Vitamin C: Unterstützung der Gefäßtonus (Kollagensynthese in den Gefäßwänden) – 500 bis 1.000 mg/Tag – siehe Maßnahmen zur Blutdruckregulierung