Der Heil-Löwenzahn (Taraxacum officinale) ist eine mehrjährige krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae), die lange Zeit nur als Unkraut galt, bevor sie durch die moderne Phytotherapie wiederentdeckt wurde. Er ist im Europäischen Arzneibuch aufgeführt und gehört zu den wenigen Pflanzen, die eine doppelte entwässernde Wirkung auf Leber und Nieren ausüben. Seine Blätter, Wurzeln und Blüten enthalten Flavonoide, Inulin (ein natürliches Präbiotikum), Kalium und bittere Sesquiterpenlactone.
Seine entschlackenden Eigenschaften sind von der EMA und der Kommission E anerkannt:
Je nach verwendetem Pflanzenteil gibt es verschiedene Darreichungsformen:
Der Löwenzahn vereint zwei sich ergänzende Wirkungen, die nur wenige Pflanzen in sich vereinen: Er regt durch seine Bitterstoffe die Gallensekretion an und fördert dank seiner Flavonoide und seines hohen Kaliumgehalts die Harnausscheidung. Diese doppelte Wirkung erklärt seine zentrale Rolle bei Entgiftungskuren und der saisonalen Entwässerung sowie seine traditionelle Kombination mit Erdrauch oder Schwarzem Rettich.
Ja, dies ist eine seiner am besten dokumentierten Anwendungsgebiete. Das gleichzeitige Vorhandensein von flavonoidhaltigen Diuretika und Kalium fördert die Ausscheidung von Wasser, ohne einen Mineralstoffmangel zu verursachen (im Gegensatz zu vielen synthetischen Diuretika). Er ist daher ein natürlicher Bestandteil von Abnehmprogrammen und Maßnahmengegen Cellulite, ergänzend zu angemessener körperlicher Aktivität.
Die Bitterkeit der Wurzeln regt die Speichel-, Magen- und Gallensekretion an, was sie zu einem Verbündeten bei langsamer Verdauung nach üppigen Mahlzeiten macht. Sein Inulin, ein fermentierbarer präbiotischer Ballaststoff, verlangsamt die Aufnahme von Kohlenhydraten und trägt im Rahmen einer angemessenen Ernährung zu einem besseren Blutzuckerhaushalt bei. Keine antidiabetische Behandlung darf ohne ärztlichen Rat abgebrochen werden.
Seine allgemeine entschlackende Wirkung kommt indirekt matter oder zu Unreinheiten neigender Haut zugute: Durch die Unterstützung der Ausscheidungsorgane (Leber, Nieren) fördert er die Ausscheidung von Stoffwechselabfällen. Er fügt sich somit in die natürlichen Ansätze von Frühjahrs-Abnehmprogrammen ein, in Verbindung mit einer ausgewogenen Ernährung und ausreichender Flüssigkeitszufuhr.
Die pflanzlichen Synergien hängen vom angestrebten Ziel ab: