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Nasenausfluss: Ursachen, Behandlungen und Vorbeugung

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Was ist Nasenausfluss und was sind die Ursachen dafür?

Unter Nasenausfluss (Rhinorrhoe) versteht man eine übermäßige Schleimproduktion durch die submukösen Drüsen der Nasenhöhlen sowie eine erhöhte Gefäßdurchlässigkeit. Der Nasenschleim spielt eine wichtige Schutzfunktion – er fängt Fremdpartikel und Krankheitserreger ein –, doch seine übermäßige Produktion wird störend, wenn sie die natürlichen Abflusskapazitäten übersteigt. Produkte zur HNO-Pflege finden Sie im HNO-Sort iment des Shops.

  • Virusinfektionen: häufigste Ursache – Schnupfen (Rhinovirus, RS-Virus) und Grippe – zunächst klarer und flüssiger Schleim, gegen Ende der Erkrankung zähflüssiger – Abklingen nach 7 bis 10 Tagen – eine laufende Nase ist das früheste Symptom
  • Allergische Rhinitis: Freisetzung von Histamin durch Mastzellen als Reaktion auf Allergene (Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare) – klarer, wässrig und reichlich vorhanden — begleitet von Niesanfällen sowie Juckreiz in Nase und Augen — hält so lange an, wie die Exposition andauert — siehe Behandlung vonAllergien und Nasenverstopfung
  • Sinusitis: häufige Komplikation einer Erkältung – in den Nasennebenhöhlen gestauter Schleim – Rückfluss (posteriorer Nasenausfluss) in den Rachen – damit verbundene Druckschmerzen im Bereich der Augenhöhlen sowie im Stirn- und Nasenbereich
  • Umweltreize: Umweltverschmutzung, Tabakrauch, kalte und trockene Luft (Luftfeuchtigkeit < 40 %) – vasomotorische Rhinitis (durch Temperaturschwankungen, starke Gerüche oder Alkohol ausgelöster Nasenausfluss)
  • Nasennebenhöhlenpolypen (chronische beidseitige Obstruktion mit fortschreitendem Geruchsverlust – HNO-ärztliche Konsultation) – anhaltender einseitiger Nasenausfluss ohne Infektion (ein Symptom, das eine ärztliche Abklärung erfordert, um eine strukturelle Ursache auszuschließen)

Wie unterscheidet man zwischen allergischem und infektiösem Nasenausfluss?

  • Allergischer Nasenausfluss: klarer, wässriger, nicht zähflüssiger Schleim — Niesanfälle (≥ 5 hintereinander) — Juckreiz in der Nase, Augenjuckreiz und manchmal Gaumenjuckreiz – kein Fieber – Dauer je nach Exposition variierend – saisonal (Pollen) oder ganzjährig (Hausstaubmilben) – spezifische HNO-Behandlung und Desensibilisierung durch einen Allergologen bei wiederkehrenden Beschwerden
  • Infektiöser Nasenausfluss (Erkältung): Schleim, der sich von klar zu gelblich verändert (was nicht zwangsläufig auf eine bakterielle Sekundärinfektion hindeutet) – möglicherweise mäßiges Fieber (< 38,5 °C) – begleitende Gliederschmerzen und Müdigkeit – gereizter Rachen – spontane Abklingung innerhalb von 7 bis 10 Tagen
  • Zu beobachtende Komplikationen: Mittelohrentzündung (Ohrenschmerzen, Gefühl eines verstopften Ohrs – häufig bei Kindern aufgrund einer Eustachischen Röhrenfunktionsstörung) – bakterielle Sinusitis (Fieber > 38,5 °C, anhaltender grünlicher Schleim > 10 Tage, einseitige Gesichtsschmerzen) – diese Formen erfordern eine ärztliche Untersuchung

Welche natürlichen Heilmittel und Behandlungen gibt es bei Nasenausfluss?

  • Nasenspülung mit Kochsalzlösung: vorrangige Maßnahme – entfernt mechanisch Schleim, Allergene und Viren – verflüssigt den verbleibenden Schleim — 2- bis 4-mal täglich in der akuten Phase — isotonische Kochsalzlösung oder Meerwasser — bei gleichzeitiger verstopfter Nase: Spülung und topisches abschwellendes Mittel bei Bedarf abwechselnd anwenden
  • Dampfinhalation: heißes Wasser bei 42–45 °C, 10 Minuten, Kopf unter einem Handtuch — einige TropfenEukalyptus (mukolytisches Cineol) oder Pfefferminze (verflüssigendes Menthol) verdünnt — befeuchtet die Schleimhaut und verflüssigt den Schleim — kontraindiziert vor dem 7. Lebensjahr
  • WarmerHonig: als Kräutertee mit Ingwer – beruhigt den durch den hinteren Abfluss gereizten Rachen – leichte antibakterielle Eigenschaften (Wasserstoffperoxid) – kontraindiziert bei Säuglingen unter 1 Jahr
  • Vorbeugung gegen saisonale Allergien: Pollenberichte (RNSA) beachten – Fenster während der Pollenhöchstwerte (morgens und am späten Nachmittag) geschlossen halten — HEPA-Luftreiniger — Haare abends waschen (Entfernung von Pollen) — orale Antihistaminika zur Vorbeugung vor den Risikosaisonen — Allergen-Immuntherapie (Desensibilisierung) durch den Allergologen bei hartnäckigen Formen