Eine Allergie ist eine übermäßige und unangemessene Immunreaktion auf eine normalerweise harmlose Substanz – das Allergen. Bei der ersten Exposition (Sensibilisierung) bildet der Körper spezifische IgE-Antikörper, die sich an Mastzellen und Basophile binden. Bei nachfolgenden Kontakten bindet das Allergen an diese IgE-Antikörper und löst die Degranulation der Mastzellen aus: eine massive Freisetzung von Histamin, Leukotrienen und Prostaglandinen, die für die Symptome verantwortlich sind. Dies ist der sogenannte Mechanismus der Typ-I-Überempfindlichkeit (sofortige Reaktion). Naturprodukte gegen Allergien sind im Shop erhältlich.
Die allergologische Diagnose kombiniert die Anamnese (Umstände, Zeitpunkt, Art der Reaktionen), die körperliche Untersuchung und labortechnische Tests. Pricktests gelten nach wie vor als Goldstandard für IgE-vermittelte Allergien: Ein Tropfen eines Allergenextrakts wird auf die eingeritzte Haut aufgetragen – eine Papel von ≥ 3 mm nach 15 Minuten bestätigt die Sensibilisierung. Spezifische IgE-Werte im Serum (RAST) ergänzen die Diagnostik, wenn Pricktests nicht durchführbar sind. Bei Verdacht auf eine Nahrungsmittel- oder Arzneimittelallergie können Provokationstests unter ärztlicher Aufsicht erforderlich sein.
Die Primärprävention von Allergien – also die Verhinderung ihrer Entstehung – betrifft vor allem Kinder mit atopischer Veranlagung (allergische Eltern). Langes Stillen, eine frühzeitige und abwechslungsreiche Beikost (insbesondere mit den wichtigsten Allergenen ab dem 4. bis 6. Lebensmonat), der kontrollierte Kontakt mit Haustieren im frühen Kindesalter und der Verzicht auf Passivrauchen sind Maßnahmen, deren Wirksamkeit belegt ist. Die Sekundärprävention (bei bereits sensibilisierten Personen) basiert auf der Allergenvermeidung und der frühzeitigen Behandlung.