Was ist eine Zervikarthrose und worin unterscheidet sie sich von der klassischen Arthrose?
Die zervikale Arthrose ist eine Formder Arthrose, die auf die Halswirbelgelenke beschränkt ist – eine Degeneration des Knorpels der Bandscheiben und der Facettengelenke zwischen C1 und C7. Ihre Besonderheit liegt in der Nähe zu Nerven- und Gefäßstrukturen: Zervikale Osteophyten können die Nervenwurzeln (zervikobrachiale Neuralgie) oder die Wirbelarterie (Schwindel) komprimieren – Komplikationen, die an anderen Stellen nicht auftreten. Unser Sortiment für Gelenkkomfort bietet die passenden Nahrungsergänzungsmittel.
- Osteophyten: kompensatorische Knochenwucherungen, die als Reaktion auf Bandscheibenverschleiß entstehen – können in schweren Fällen die Spinalnerven (Kribbeln im Arm, Schwäche) oder das Rückenmark (zervikale Myelopathie) komprimieren
- Zervikale Diskopathie: Verringerung des Zwischenwirbelraums durch Dehydrierung des Nucleus pulposus – auf einer Standard-Röntgenaufnahme sichtbar
- Sehr häufig ab dem 50. Lebensjahr: 85 % der über 60-Jährigen weisen radiologische Anzeichen einer zervikalen Arthrose auf, doch nur eine Minderheit ist symptomatisch
- Spezifische verschlimmernde Faktoren: Bildschirmarbeit ohne ergonomische Einstellung, Telefon zwischen Schulter und Ohr eingeklemmt, längeres Lesen mit gesenktem Kopf („Text Neck“)
Welche Nahrungsergänzungsmittel unterstützen das Wohlbefinden der Halswirbelsäule?
Für die Halswirbelsäulenarthrose gelten dieselben knorpelschützenden Wirkstoffe wie bei der allgemeinen Arthrose – die Halswirbelgelenke unterliegen demselben Knorpelumbau. Die entsprechenden Präparate finden Sie in unserem Sortiment gegen Gelenkschmerzen.
- Glucosamin + Chondroitin: strukturelle Unterstützung des Bandscheibenknorpels – 1.500 mg Glucosamin + 800–1.200 mg Chondroitin/Tag – Kur von mindestens 3 Monaten – Chondroitin-Sortiment
- Hydrolysiertes Meereskollagen: Aminosäuren als Vorläufer des Bandscheibenkollagens (Typ II) und des Bänderkollagens (Typ I) – Sortiment „Gelenkkollagen“
- Kurkuma (Curcumin): Verringerung von Bandscheiben- und Facettengelenkentzündungen — in bioverfügbarer Formulierung mit Piperin oder liposomal
- Omega-3 (EPA/DHA): Reduzieren die mit Nervenwurzelkompressionen verbundene neurogene Entzündung
- Magnesium: Lindert paravertebrale Muskelverspannungen, die mit einer Zervikarthrose einhergehen und diese verschlimmern – 300–400 mg/Tag als Bisglycinat
Kopfschmerzen, Schwindel und Schlafstörungen: häufige Komplikationen der Zervikarthrose
Die extraartikulären Komplikationen der Zervikarthrose werden oft unterschätzt – sie weisen auf die Diagnose hin und leiten die Behandlung über die bloßen Gelenkschmerzen hinaus.
- Zervikogene Kopfschmerzen: Kopfschmerzen zervikalen Ursprungs – Schmerz, der von der Schädelbasis ausgeht und in die Stirn oder hinter die Augen ausstrahlt – zu unterscheiden von Migräne durch ihr Auftreten bei Nackenbewegungen und ihre Einseitigkeit
- Zervikaler Lagerungsschwindel: Kompression der Wirbelarterien oder zervikale propriozeptive Deafferenzierung – verstärkt sich bei schnellen Kopfdrehungen – vestibuläre Abklärung empfohlen, um eine labyrinthische Ursache auszuschließen
- Zervikobrachiale Neuralgie: Schmerzen, die entsprechend einem Nervenwurzelgebiet in den Arm und die Hand ausstrahlen – Kribbeln, Taubheitsgefühl, Schwäche – MRT der Halswirbelsäule unerlässlich, um die Kompression zu bestätigen
- Schlafstörungen: nächtliche Schmerzen und Schwierigkeiten, eine bequeme Schlafposition zu finden – ergonomisches Nackenkissen, angepasst an die Körperform und die Schlafposition (auf der Seite vs. auf dem Rücken) – Höhe und Festigkeit sind entscheidend
Ergonomie und Lebensstil zur Linderung von zervikaler Arthrose im Alltag
- Bildschirm auf Augenhöhe: Der obere Bildschirmrand sollte sich auf Augenhöhe befinden – jedes Grad, um das der Kopf nach vorne geneigt wird, vervielfacht das tatsächliche Gewicht des Kopfes auf die Halswirbelsäule (5,4 kg bei 0°, bis zu 27 kg bei 45°)
- Pause alle 45 Minuten: sanfte Nackenrotationen, Ziehen des Kinns nach innen, Dehnung der Trapezmuskeln — um die Ansammlung von kompensatorischen Muskelverspannungen zu verhindern
- Geeignetes Nackenkissen: Rückenlage – dünnes Kissen, das die Halslordose stützt; Seitenlage – dickeres Kissen, das den Raum zwischen Schulter und Schädel ausfüllt – Schlafen auf dem Bauch vermeiden (Halshyperlordose)
- Physiotherapie für den Halsbereich: Kräftigung der tiefen Nackenflexoren (deep neck flexors) – unerlässlich zur Stabilisierung der Halswirbelsäule und zur Entlastung der Bandscheiben
- Raucherentwöhnung: Nikotin verringert die Durchblutung der Halswirbelsäulen-Bandscheiben (avaskulär, werden durch Diffusion versorgt) und beschleunigt die Bandscheibendegeneration