Trockene Hände sind meist auf eine Kombination aus Umweltfaktoren und alltäglichen Gewohnheiten zurückzuführen. Das kalte und trockene Winterklima, wiederholter Kontakt mit Wasser, die Verwendung aggressiver Seifen und der Kontakt mit Chemikalien (Reinigungsmittel, Lösungsmittel, Desinfektionsmittel) entziehen der Hornschicht Feuchtigkeit und beeinträchtigen den Hydrolipidfilm. Bestimmte Hauterkrankungen wieEkzeme oder Psoriasis können die Trockenheit ebenfalls verstärken: Bei Verdacht darauf sollte man einen Dermatologen aufsuchen, um eine Diagnose zu erhalten und eine geeignete Behandlung zu erhalten.
Um trockenen Händen vorzubeugen, reichen schon ein paar einfache Maßnahmen aus:
Die Pflege für trockene Hände variiert je nach Ausprägung der Trockenheit:
Um eine wirksame Creme für trockene Hände auszuwählen, sollten Sie die INCI-Liste überprüfen und Formeln bevorzugen, die Folgendes enthalten:
Vermeiden Sie Formulierungen mit hohem Alkoholgehalt oder starken Duftstoffen, da diese bereits geschwächte Haut eher reizen können.
In den allermeisten Fällen können trockene Hände durch eine regelmäßige Pflegeroutine wieder ein gutes Wohlbefinden erreichen. Da die Trockenheit wieder auftritt, sobald sich die verschlimmernden Faktoren häufen (wiederholtes Waschen, Kälte, aggressive Produkte), beruht eine dauerhafte Besserung auf der Konsequenz der Pflege: tägliche Feuchtigkeitspflege, geeigneter Schutz und Anpassung an die Jahreszeiten. Bei Vorliegen einer Grunderkrankung (Ekzem, Psoriasis, Kontaktdermatitis) ergänzt eine ärztliche Betreuung die kosmetische Routine sinnvoll.
Die innere Flüssigkeitszufuhr trägt ebenfalls zur Qualität des Hautfilms bei. Regelmäßiges Trinken über den Tag verteilt (1,5 bis 2 Liter pro Tag gemäß den allgemeinen Empfehlungen, anzupassen bei körperlicher Aktivität, Hitze oder Erkrankungen) unterstützt die allgemeine Flüssigkeitsversorgung des Körpers. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Quellen für Omega-3-Fettsäuren (fetter Fisch, Nüsse, Rapsöl, Leinsamen) trägt zur Geschmeidigkeit des Hydrolipidfilms bei. Diese Maßnahmen wirken sich nicht sofort auf die Hände aus, sondern sind Teil eines ganzheitlichen Ansatzes für das Wohlbefinden der Haut.
Ein sanftes Peeling hilft, abgestorbene Hautzellen an der Oberfläche zu entfernen, die oberflächliche Hauterneuerung zu unterstützen und das Eindringen der anschließend aufgetragenen Feuchtigkeitspflege zu verbessern. Bei trockenen Händen sollte man ein Peeling mit feiner Körnung bevorzugen, das idealerweise mit Ölen oder Buttern angereichert ist (Zucker + Oliven- oder Kokosöl) und mit sanften Bewegungen angewendet wird. Einmal pro Woche reicht aus; bei verletzter, rissiger Haut oder bei einem Ekzemschub sollte darauf verzichtet werden.
Die wiederholte Verwendung von hydroalkoholischen Gels kann die Hauttrockenheit verstärken: Alkohol, der zwar wirksam die Keimbelastung der Haut reduziert, kann bei sehr häufiger Anwendung jedoch auch den Hydrolipidfilm schwächen. Um diesen Effekt zu begrenzen, sollten Sie Gele bevorzugen, die mit Glycerin oder Aloe Vera angereichert sind, diese nach Möglichkeit mit einer sanften Reinigung mit Wasser und Seife abwechseln und nach dem vollständigen Verdunsten des Gels eine Feuchtigkeitscreme auftragen.
Um trockene Hände im Alltag zu schützen, sollten Sie je nach Situation geeignete Handschuhe wählen:
Die klimatischen Bedingungen haben einen starken Einfluss auf trockene Hände. Im Winter verringert die Kälte in Verbindung mit geringer Luftfeuchtigkeit die Hauttranspiration und schwächt den Hydrolipidfilm; der Temperaturunterschied zwischen der kalten Außenluft und der beheizten Innenluft verstärkt das Unbehagen. Im Sommer kann auch klimatisierte Luft die Haut austrocknen, und wiederholte Sonneneinstrahlung trägt zur Hautalterung auf dem Handrücken bei. Die Pflege je nach Jahreszeit anzupassen, ist nach wie vor die beste Strategie: reichhaltigere Cremes im Winter, leichtere Lotionen in Kombination mit Sonnenschutz im Sommer. Besonders beanspruchte Haut, raue oder geschädigte Hände erfordern parallel dazu eine intensivierte Pflege.