Geschädigte Hände sind meist auf eine Kombination aus Umwelt- und Verhaltensfaktoren zurückzuführen. Zu den Hauptursachen zählen wiederholter Kontakt mit Wasser, Haushaltsreinigern, Reinigungsmitteln und der trockenen Winterkälte. Das sehr häufige Händewaschen, das fürdie Handhygiene unerlässlich ist, kann paradoxerweise den Hydrolipidfilm der Haut schwächen und zu Trockenheit, Spannungsgefühlen oder sogar Rissen führen. Hinzu kommen bestimmte interne Faktoren: atopische Veranlagung, von Natur aus dünne Haut, allgemeine Dehydrierung oder berufliche Belastungen (Berufe im Pflegebereich, im Friseurhandwerk, in der Gastronomie und im Baugewerbe).
Um strapazierte Hände zu pflegen, sollten vorzugsweise Cremes verwendet werden, die drei sich ergänzende Wirkstoffgruppen kombinieren:
Die Vorbeugung von Hautschäden an den Händen beginnt damit, wiederholte Belastungen zu vermeiden: Tragen Sie Schutzhandschuhe bei der Hausarbeit, bei der Gartenarbeit oder bei längerem Kontakt mit Wasser und Reinigungsmitteln. Das Auftragen einer pflegenden Creme nach jedem Händewaschen und vor dem Schlafengehen sorgt langfristig für ein angenehmes Hautgefühl. Im Winter ist das Tragen warmer Handschuhe beim Gang ins Freie unerlässlich: Trockene Kälte verstärkt sehr schnell die Trockenheit, Wind und Temperaturschwankungen schwächen die ohnehin schon beanspruchte Haut zusätzlich.
Bei sehr trockenen Händen hilft eine wöchentliche Intensivpflege dabei, das Hautwohlbefinden wiederherzustellen. Ein- bis zweimal pro Woche die Hände mit einem pflanzlichen Öl (Olivenöl, Süßmandelöl, Arganöl) oder einem reichhaltigen Balsam einmassieren, anschließend saubere Baumwollhandschuhe anziehen und 20 bis 30 Minuten oder idealerweise über Nacht einwirken lassen. Diese Maßnahme fördert das Eindringen der Fettstoffe in die oberflächlichen Hautschichten. Zu vermeiden sind hingegen: Bäder mit heißen Ölen, die empfindliche Öle zersetzen können, sowie das direkte Auftragen auf aktive oder schmerzhafte Risse, bei denen eine fachärztliche Beratung erforderlich ist.
Wenn trotz einer regelmäßigen Pflegeroutine Trockenheit, Rötungen, Juckreiz oder Risse anhalten oder sich verschlimmern, sollten Sie einen Dermatologen aufsuchen. Hinter „geschädigten Händen“ können sich verschiedene Erkrankungen verbergen: Handekzem (sehr häufig, insbesondere bei medizinischem Fachpersonal, Friseuren und Reinigungskräften), Palmarpsoriasis, allergische oder irritative Kontaktdermatitis. Ein Arztbesuch ist insbesondere bei ausgeprägten Rötungen, Schwellungen, Schmerzen, Nässen, tiefen oder wiederkehrenden Rissen sowie bei allen Anzeichen einer Infektion erforderlich. Bei einer schweren allergischen Reaktion (Gesichtsödem, Atembeschwerden, die auf ein Quincke-Ödem hindeuten) rufen Sie bitte die 15 oder die 112 an.
Das Prinzip ist einfach: Eine Creme für strapazierte Hände sollte so oft aufgetragen werden, wie die Hände beansprucht werden. Konkret bedeutet dies: nach jedem Händewaschen, nach jedem Kontakt mit Wasser (Hausarbeit, Geschirrspülen, Duschen), mindestens einmal am Tag und vor dem Schlafengehen. Bei besonders strapazierten Händen verstärkt eine reichhaltigere Creme am Abend (unter Baumwollhandschuhen) die Wirksamkeit der Pflege während der Nacht, der besten Zeit für die Regeneration der oberflächlichen Hautschicht.
Handcremes sind für eine Haut konzipiert, die stärker beansprucht wird als die des restlichen Körpers, wobei der Handrücken oft dünn und ungeschützt ist. Sie enthalten in der Regel einen höheren Anteil an Weichmachern und okklusiven Wirkstoffen (Bienenwachs, Lanolin, pflanzliche Butter), um einen Schutzfilm zu bilden, der wiederholtem Waschen standhält. Körpercremes sind leichter und flüssiger und eignen sich für eine schnelle Feuchtigkeitsversorgung nach dem Duschen, verflüchtigen sich jedoch schnell auf Händen, die mehrmals täglich gewaschen werden. Für stark beanspruchte Hände ist eine spezielle Handcreme vorzuziehen.
Ja, pflanzliche Öle wie Süßmandelöl, Arganöl oder Jojobaöl eignen sich hervorragend zur Pflege trockener oder gereizter Hände. Sie pflegen intensiv, ohne einen schweren, okklusiven Film zu hinterlassen. Sie sind besonders hilfreich für Menschen, die bestimmte handelsübliche Cremes nicht vertragen (parfümierte Formulierungen oder allergieauslösende Konservierungsstoffe). Bei offenen Rissen oder Wunden hingegen sollte man besser auf ein spezielles medizinisches Pflegeprodukt zurückgreifen und dermatologischen Rat einholen.
Ein paar einfache Maßnahmen im Alltag helfen, die Haut der Hände zu schützen:
Die Wahl der Schutzhandschuhe hängt von den jeweiligen Situationen ab: