Raue Hände sind meist die Folge wiederholter Einwirkung aggressiver Einflüsse: trockene Kälte, Hitze, Wasser, Haushaltsreiniger, Desinfektionsmittel und Lösungsmittel. Berufe, die sehr handarbeitsintensiv sind oder ein sehr häufiges Händewaschen erfordern (Gesundheitswesen, Gastronomie, Friseurhandwerk, Bauwesen, Mechanik), sind davon besonders betroffen. Eine unzureichende Hautfeuchtigkeit in Verbindung mit diesen Belastungen schwächt den Hydrolipidfilm, und die Haut wird nach und nach trockener, rauer und fühlt sich unangenehm an.
Zu den Symptomen rauer Hände gehören eine sich trocken anfühlende Haut, sichtbare Schuppenbildung, Juckreiz und manchmal ein Spannungsgefühl oder leichtes Brennen. Rötungen und kleine Risse können auftreten, insbesondere um die Fingerknöchel herum und auf dem Handrücken. Wenn sich die Haut als Reaktion auf wiederholte Belastungen verdickt, können sich regelrechte Hornhautstellen auf der Handfläche oder an den Fingerspitzen bilden.
Um rauen Händen vorzubeugen, können einige einfache Maßnahmen viel bewirken:
Die Pflege rauer Hände beginnt mit einer intensiven Feuchtigkeitsversorgung. Reichhaltige Pflege-Cremes mit vielen Weichmachern (Sheabutter, Jojobaöl, pflanzliche Wachse) und Feuchthaltemitteln (Glycerin, Hyaluronsäure) stärken den Hydrolipidfilm. Bei stärker strapazierter Haut helfen Formulierungen mit Harnstoff in keratolytischer Dosierung (15 bis 25 %) oder Milchsäure dabei, das Hautbild nach und nach zu glätten. Beruhigende Wirkstoffe wie Allantoin oder Panthenol (Provitamin B5) ergänzen die Pflege bei gereizter Haut sinnvoll.
Ergänzend zur kosmetischen Pflege können verschiedene Maßnahmen zu Hause raue Hände vorübergehend lindern:
Diese Maßnahmen ersetzen weder eine regelmäßige Pflegeroutine noch eine medizinische Behandlung bei Hauterkrankungen.
Wenn trotz einer geeigneten Pflegeroutine Trockenheit, Rauheit, Risse oder Juckreiz anhalten oder sich verschlimmern, sollten Sie einen Dermatologen aufsuchen. Chronisch raue Hände können auf eine Hauterkrankung hinweisen, wie beispielsweiseHandekzem, Palmarpsoriasis, Kontaktdermatitis (irritativ oder allergisch) oder eine andere Erkrankung, die eine spezifische Behandlung erfordert. Bei beruflicher Exposition kann der Arbeitsmediziner ebenfalls auf geeignete Lösungen hinweisen.
Um die Hände bei der Arbeit zu schützen, hängt die Wahl der Handschuhe von der jeweiligen Tätigkeit ab:
Die Wahl der richtigen Größe ist entscheidend: Ist der Handschuh zu eng, drückt er und verursacht Reibung; ist er zu weit, bilden sich Falten, die Unbehagen verursachen.
Bei sehr trockenen und rauen Händen sollten Sie eine Creme bevorzugen, die mit pflegenden und wohltuenden Wirkstoffen angereichert ist:
Wählen Sie vorzugsweise eine Formel, die für empfindliche Haut oder empfindliche Hände geeignet ist und keine starken Duftstoffe oder unnötigen Farbstoffe enthält.
Ätherische Öle wie Echter Lavendel oder Kamille können aufgrund ihres charakteristischen Dufts und ihrer beruhigenden Wirkung geschätzt werden, wenn sie richtig in einem pflanzlichen Trägeröl (Süßmandel, Jojoba, Argan) verdünnt werden. Wichtige Vorsichtsmaßnahmen: Nicht empfohlen während der Schwangerschaft, Stillzeit und bei Kindern unter 7 Jahren; es besteht die Möglichkeit einer individuellen Hautsensibilisierung. Ein vorheriger Verträglichkeitstest in der Ellenbeuge, 24 bis 48 Stunden vor einer großflächigen Anwendung, wird weiterhin empfohlen. Bei verletzter Haut oder einem Ekzemschub sollte auf die Anwendung verzichtet und ein Arzt konsultiert werden.
Mehrere alltägliche Gewohnheiten tragen zur Hautrauheit bei:
Wenn kosmetische Pflege nicht ausreicht, kann ein Dermatologe verschreibungspflichtige medizinische Behandlungen empfehlen:
Diese Behandlungen fallen ausschließlich in den Zuständigkeitsbereich des Arztes und dürfen niemals zur Selbstmedikation eingesetzt werden. Für eine begleitende regenerierende Tagespflege können gezielte Pflegeprodukte für strapazierte Hände die medizinische Behandlung ergänzen.