Die Möhre ist eine essbare Wurzel aus Zentralasien, die zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) gehört. Ursprünglich war sie weiß, violett oder gelb; die uns heute bekannte orangefarbene Möhre ist das Ergebnis gezielter Züchtungsmaßnahmen, die im Laufe der Jahrhunderte durchgeführt wurden. Heute zählt sie zu den weltweit am häufigsten verzehrten Gemüsesorten und wird wegen ihres natürlich süßen Geschmacks, ihrer kulinarischen Vielseitigkeit und ihrer reichhaltigen Nährstoffzusammensetzung geschätzt. Ob roh, gekocht, gerieben oder als Saft – die Möhre passt zu allen Zubereitungsarten und jedem Geschmack.
Die Möhre ist reich an Beta-Carotin, einem natürlichen Farbstoff aus der Familie der Carotinoide, den der Körper je nach Bedarf in Vitamin A umwandelt. Außerdem enthält sie:
Die kalorienarme Möhre bietet eine interessante Nährstoffdichte und lässt sich leicht in jede bewusste Ernährung integrieren.
Die Möhre kann sowohl roh als auch gekocht verzehrt werden, wobei jede Zubereitungsart ein anderes Nährstoffprofil bietet:
Durch den Wechsel zwischen roher und gekochter Zubereitung kann man das gesamte Spektrum der Nährstoffe der Möhre nutzen.
Neben der klassischen orangefarbenen Sorte gibt es Möhren in verschiedenen Farben und mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen:
Jede Sorte enthält eine etwas andere Zusammensetzung an Vitaminen und Mineralstoffen und bereichert so die ernährungsphysiologische Vielfalt der Ernährung.
Über die Ernährung hinaus findet die Möhre aufgrund ihrer sanften Eigenschaften auch in Naturkosmetik und hausgemachten Pflegeprodukten Verwendung.Möhren-Extrakt oder Ölmazerat sorgen für ein leichtes Wohlgefühl auf der Haut und können Bio-Kosmetika bereichern. In manchen Haarpflegeprodukten oder selbstgemachten Masken wird die Möhre wegen ihrer positiven Wirkung auf das allgemeine Wohlbefinden und die Hautgesundheit verwendet.
Die Möhre ist in der Küche bemerkenswert vielseitig und eignet sich für alle Kochstile:
Ihr natürlich süßer Geschmack schmeckt Kindern und Erwachsenen gleichermaßen und macht sie zu einer universellen Zutat auf dem Familienteller.
Möhren lassen sich problemlos im Kühlschrank im Gemüsefach aufbewahren, wobei das Grün entfernt werden sollte, da es das Austrocknen beschleunigt. Gut getrocknet halten sich Möhren mehrere Wochen. Für eine längere Lagerung können sie vor dem Einfrieren einige Minuten blanchiert werden, sodass man das ganze Jahr über gebrauchsfertige Portionen für Suppen, Pürees und Eintöpfe zur Verfügung hat.
Ein sehr hoher Verzehr von Möhren kann gelegentlich zu einer leichten gelblichen oder orangefarbenen Verfärbung der Haut führen – ein Phänomen, das als Karotenämie bezeichnet wird und besonders an den Handflächen und Fußsohlen sichtbar ist. Dieser Effekt ist harmlos und reversibel, sobald der Verzehr wieder moderat wird. Es ist lediglich ein Zeichen für einen außergewöhnlich hohen Verzehr und stellt keinerlei Gefahr für die Gesundheit dar.
So profitieren Sie optimal von der Karotte:
Die Möhre ist zwar kein Wundermittel, aber dennoch eine verlässliche Ernährungsgrundlage, um jede Mahlzeit mit sanfter Nährstoffkraft und einem natürlich angenehmen Geschmack zu bereichern.