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Pflanzliche Ballaststoffe: Flohsamen, Akazie, Konjak und Leinsamen als Ergänzung

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Pflanzliche Ballaststoffe als Nahrungsergänzung bezeichnen Ballaststoffe, die aus bestimmten pflanzlichen Quellen gewonnen werden – Flohsamen, Haferkleie, Akazie, Konjak, Apfelpektin, Leinsamen –, wobei jede dieser Quellen ein eigenes Wirkprofil auf die Verdauung, die Darmflora und den Blutzuckerspiegel aufweist. Sie ergänzen die Ballaststoffe der täglichen Ernährung, um die empfohlene Tageszufuhr von 25–30 g/Tag zu erreichen. Entdecken Sie unser Sortiment gegen Verstopfung sowie für einen gesunden Bauch und eine gesunde Verdauung.

Blondes Psyllium: der Maßstab unter den pflanzlichen Ballaststoffen?

Blondes Psyllium (Plantago ovata) ist der am besten dokumentierte pflanzliche Ballstoff für die Darmtätigkeit.

  • Seine Samenschalen enthalten bis zu 85 % Schleimstoffe – wasserlösliche Ballaststoffe, die das 40-Fache ihres Gewichts an Wasser aufnehmen und ein voluminöses Gel bilden
  • Nachgewiesene doppelte Wirkung: regelmäßiger Stuhlgang (Verstopfung) und Verringerung der Stuhlkonsistenz (Durchfall) – adaptogener Ballaststoff
  • Beta-Glucane aus Hafer und Flohsamen: Von der EFSA genehmigte gesundheitsbezogene Angabe zum Beitrag zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels nach dem Essen
  • Dosierung: 3,5 g in mindestens 240 ml Wasser, 2- bis 3-mal täglich – die Flüssigkeitszufuhr ist unverzichtbar
  • Glutenfrei und gut verträglich für empfindliche Därme – zur Gewöhnung mit einer niedrigen Dosis beginnen

Haferkleie und Beta-Glucane?

Haferkleie ist besonders reich an Beta-Glucanen – löslichen Ballaststoffen mit gut dokumentierten stoffwechselbezogenen Eigenschaften.

  • Beta-Glucane bilden im Dünndarm ein viskoses Gel – dies verlangsamt die Aufnahme von Kohlenhydraten und Nahrungsfetten
  • EFSA-Angabe: Beta-Glucane aus Hafer tragen bei einer Verzehrmenge von 4 g pro Mahlzeit zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels bei
  • Ebenfalls untersucht hinsichtlich ihrer Wirkung auf den postprandialen Blutzuckerspiegel und das Blutfettprofil
  • Haferkleie ist in ihrer reinen Form von Natur aus glutenfrei – bei Zöliakie-Betroffenen sollte jedoch auf Kreuzkontamination geachtet werden
  • Lässt sich leicht in die Ernährung integrieren (Joghurt, Smoothies, Suppen) oder ist in konzentrierten Kapseln erhältlich

Akazienfaser: die sanfte präbiotische Faser?

Akaziengummi (Acacia senegal) ist ein löslicher Pflanzenfaserstoff, der außergewöhnlich gut vertragen wird.

  • Langsame und schrittweise Fermentation im Dickdarm – Bildung von AGCC (Butyrat, Propionat) ohne übermäßige Gasbildung oder Blähungen
  • Dokumentierte präbiotische Wirkung auf Bifidobakterien und Laktobazillen – ab 5 g/Tag
  • Als Erstbehandlung bei reaktiven Därmen (Reizdarmsyndrom) empfohlen, die Inulin oder FOS in hohen Dosen nicht vertragen
  • Neutraler Geschmack, vollständig wasserlöslich – lässt sich leicht in Getränke einarbeiten, ohne deren Konsistenz zu verändern
  • In Kombination mit klassischen Präbiotika in sanften synbiotischen Formulierungen

Konjak und Glucomannan?

Das aus Konjak (Amorphophallus konjac) gewonnene Glucomannan ist der pflanzliche Ballaststoff mit der am besten dokumentierten sättigenden Wirkung.

  • Nimmt bis zum 200-Fachen seines Gewichts an Wasser auf – Bildung eines sehr voluminösen Gels im Magen
  • Von der EFSA genehmigte gesundheitsbezogene Angabe: Trägt im Rahmen einer kalorienarmen Ernährung zur Gewichtsabnahme bei – 3 g/Tag vor den Mahlzeiten mit reichlich Wasser einnehmen
  • Verlangsamt die Magenentleerung deutlich – starke, lang anhaltende Sättigungswirkung
  • Erhältlich als Kapseln, Pulver oder in Form von kalorienarmen Mahlzeitenersatzprodukten
  • Mit mindestens 300 ml Wasser einnehmen – Gefahr einer Ösophagusobstruktion bei Einnahme ohne ausreichende Wassermenge

Pektine und Leinsamenfasern?

Zwei weitere pflanzliche Ballaststoffe mit spezifischen Wirkprofilen, die als Nahrungsergänzung interessant sind.

  • Apfel- oder Zitruspektine: lösliche, gelbildende Ballaststoffe, präbiotische Wirkung auf Akkermansia muciniphila (Integrität der Darmschleimhaut) – als Nahrungsergänzungsmittel oder über den Verzehr von Obst mit Schale erhältlich
  • Gemahlene Leinsamen: gemischte Ballaststoffe (löslich + unlöslich) + phytoöstrogene Lignane + Omega-3-ALA — dreifacher Nutzen für Verdauung, Hormonhaushalt und Fettstoffwechsel
  • Ganze Leinsamen: wenig wirksam (werden unverdaut ausgeschieden) – verwenden Sie immer gemahlene Leinsamen, um die Ballaststoffe und Omega-3-Fettsäuren freizusetzen
  • 1 bis 2 Esslöffel gemahlener Leinsamen pro Tag in Joghurt, Suppen oder Smoothies – nach dem Mahlen im Kühlschrank aufbewahren (Oxidationsgefahr der Omega-3-Fettsäuren)
  • Siehe „Verdauungskomfort “ für unsere Kombinationspräparate aus Ballaststoffen und Probiotika