Johanniskraut (Hypericum perforatum) ist eine Heilpflanze, die seit der Antike in der Phytotherapie verwendet wird. Es ist reich an Hyperforin und Hypericin und wird traditionell mit emotionalem Wohlbefinden und Hautpflege in Verbindung gebracht. Es ist zudem eine der Pflanzen, die die meisten Wechselwirkungen mit Medikamenten aufweist: Bei ihrer Anwendung sind daher besondere Vorsichtsmaßnahmen und die Beratung durch medizinisches Fachpersonal erforderlich.
Johanniskraut ist eine Pflanze mit gelben Blüten, in deren blühenden Trieben die Wirkstoffe konzentriert sind. In der Phytotherapie wird es traditionell bei vorübergehender Niedergeschlagenheit und Nervosität eingesetzt. Je nach Dosierung und Standardisierung kann es den Status eines Arzneimittels haben: Vor jeder Kur ist eine fachliche Beratung erforderlich.
Johanniskraut ist traditionell dafür bekannt, bei vorübergehender Antriebslosigkeit die Entspannung zu fördern. Seine Inhaltsstoffe werden derzeit untersucht, doch es dient nicht zur Behandlung von Depressionen und ersetzt keinesfalls eine verschriebene Therapie.
Depressionen undAngstzustände sind medizinische Erkrankungen: Brechen Sie eine Behandlung niemals ab und sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.
Johanniskraut ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich, die unter Einhaltung der angegebenen Dosierung anzuwenden sind.
Die traditionellen Wirkungen zeigen sich nach mehrwöchiger regelmäßiger Anwendung; jede längere Kur sollte unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.
Bei äußerlicher Anwendung wirdJohanniskrautöl traditionell zur Beruhigung und Pflege der Haut eingesetzt.
Dieses Öl ist stark photosensibilisierend: Vermeiden Sie nach dem Auftragen jegliche Sonneneinstrahlung und verwenden Sie zusätzlich einen Sonnenschutz.
Ja. Johanniskraut verändert den Stoffwechsel vieler Medikamente, indem es Leberenzyme aktiviert.Die ANSM warnt vor diesen Wechselwirkungen, die mitunter schwerwiegend sein können.
Nehmen Sie während einer medikamentösen Behandlung niemals Johanniskraut ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Von der Einnahme während der Schwangerschaft und Stillzeit wird abgeraten.
Johanniskraut wird traditionell mit der Entspannung am Ende des Tages im Rahmen einer beruhigenden Abendroutine in Verbindung gebracht.
Bei anhaltender Schlaflosigkeit sollten Sie einen Arzt konsultieren.
Entscheiden Sie sich für Johanniskraut mit standardisiertem Wirkstoffgehalt, idealerweise aus biologischem Anbau und frei von Pestizidrückständen. Achten Sie auf die Herkunft, die Konzentration und die für Ihren Verwendungszweck geeignete Darreichungsform. Falls Sie derzeit in ärztlicher Behandlung sind, lassen Sie sich vor der Einnahme unbedingt von Ihrem Apotheker beraten. Inhalt geprüft von Arnaud, Doktor der Pharmazie.