Vonwiederkehrenden Infektionen spricht man, wenn Infektionsschübe ungewöhnlich häufig auftreten – mehr als 6 bis 8 HNO-Infektionen pro Jahr bei Erwachsenen oder wiederkehrende Infektionen im selben Organ (wiederkehrende Harnwegsinfektionen, wiederkehrende Mandelentzündungen, wiederkehrende winterliche Nasen-Rachen-Entzündungen). Diese übermäßige Häufigkeit deutet in der Regel auf ein geschwächtes Immunsystem oder das Fortbestehen eines nicht behobenen Risikofaktors hin. Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung des Immunsystems sind in den Sortimenten „Immunsystem“ und „Natürliche Abwehrkräfte“ im Shop erhältlich.
Ein Arztbesuch ist unerlässlich, wenn die Infektionen schwerwiegend sind (wiederholte Krankenhausaufenthalte), wenn sie nicht auf die üblichen Behandlungen ansprechen, wenn sie ungewöhnliche Körperregionen betreffen oder wenn sie bereits im frühen Kindesalter auftreten (Verdacht auf ein primäres Immundefekt-Syndrom). Bei Erwachsenen sind die häufigsten Ursachen erworben: chronischer Stress, Vitamin-D3-Mangel, Ungleichgewicht der Darmflora, schlecht eingestellter Diabetes, immunsuppressive Behandlung oder einfach ein zu bewegungsarmer Lebensstil und eine unausgewogene Ernährung.
Wiederkehrende Infektionen sind meist die Folge einer Funktionsstörung des Immunsystems – nicht unbedingt eines schweren Immundefekts, sondern einer Schwächung der Abwehrkräfte durch die Anhäufung schädlicher Faktoren:
Sofern keine schwerwiegende Erkrankung vorliegt, kann eine ernährungsphysiologische und phytotherapeutische Stärkung des Immunsystems die Häufigkeit wiederkehrender funktioneller Infektionen deutlich verringern. Vitamin C (500–1.000 mg/Tag) stimuliert die Leukozyten und die Synthese antiviraler Interferone. Vitamin D3 (mindestens 1.000–2.000 IE/Tag im Winter, je nach Blutbild auch mehr) ist der Mikronährstoff, dessen Ausgleich den nachweislich größten Einfluss auf die Verringerung wiederkehrender Atemwegsinfektionen hat. Zink (10–15 mg/Tag) ist ein Cofaktor für die Vermehrung der T-Lymphozyten und den Aufbau der Schleimhautbarriere. Probiotika (Lactobacillus rhamnosus GG, Bifidobacterium) stellen die Immunität der Darmschleimhaut wieder her und sind besonders nach einer Antibiotikatherapie hilfreich.Echinacea (EMA: gut etablierte Anwendung – 4- bis 8-wöchige Kur) undKnoblauch (Allicin) ergänzen das phytotherapeutische Arsenal. Kurkuma unterstützt die entzündungshemmende Reaktion bei wiederkehrenden Infektionen. Diese Nahrungsergänzungsmittel unterstützen den Lebensstil – bei schweren oder atypischen wiederkehrenden Infektionen bleibt eine ärztliche Untersuchung jedoch unerlässlich.