Die Gattung Echinacea (Familie der Korbblütler) umfasst drei Hauptarten, die in der Phytotherapie verwendet werden:
Moringa (Moringa oleifera, Isothiocyanate und Polyphenole) ist eine ergänzende Pflanze für die Immunernährung, deren entzündungshemmende und immunmodulierende Wirkung synergistisch mit der von Echinacea zusammenwirkt.
Die immunstimulierenden Wirkmechanismen von Echinacea sind multifaktoriell. Die Alkylamide aktivieren die CB2-Rezeptoren des Endocannabinoidsystems (Immunrezeptoren, die auf Makrophagen und Monozyten vorkommen) und lösen so eine kontrollierte Mobilisierung der angeborenen Abwehrkräfte aus. Die Polysaccharide (Arabinogalactane) stimulieren direkt die Makrophagen und steigern die Produktion von Interleukinen (IL-1β, IL-6, TNF-α) sowie von NK-Zellen. Echinacosid übt eine direkte antivirale Wirkung (Hemmung des Viruseintritts in die Wirtszellen) und eine leichte antibakterielle Wirkung aus. Thymian (Thymus vulgaris, Thymol und Carvacrol) wird in HNO-Präparaten häufig mit Echinacea kombiniert, da er eine direkte und ergänzende antimikrobielle Wirkung auf die Atemwege hat.
Echinacea ist besonders zur Vorbeugung und Behandlung von winterlichen HNO-Infektionen (Erkältungen, Rhinopharyngitis, leichte virale Mandelentzündungen) indiziert. Metaanalysen zeigen bei frühzeitiger Anwendung eine Verringerung der Erkältungshäufigkeit um 10 bis 35 % sowie eine Verkürzung der Krankheitsdauer um 1 bis 2 Tage. Verfügbare Darreichungsformen sind: der EPS (alkoholfreier, in Glycerin eingelegter Phytostandard-Extrakt, der am besten dosiert und am besten bioverfügbar ist), der hydroalkoholische Flüssigextrakt (50 ml, mit Wasser zu verdünnen), standardisierte Kapseln (45 bis 200 Kapseln) sowie Kräutertees.Die Engelwurz (Angelica archangelica) ist aufgrund ihrer schleimlösenden und entzündungshemmenden Wirkung auf die Atemwege eine ergänzende HNO-Pflanze.
Für die Dauer von Echinacea-Kuren gibt es spezifische Empfehlungen. Die deutsche Kommission E empfiehlt eine Anwendungsdauer von maximal 8 aufeinanderfolgenden Wochen – darüber hinaus wird ein theoretisches Risiko einer Abnahme der immunstimulierenden Wirkung erwähnt, das jedoch kaum dokumentiert ist. Die ESCOP befürwortet kurze Kurphasen (8 bis 10 Tage) bei Infektionsschüben, die nach einer Pause von 3 Wochen wiederholt werden können. In der Praxis empfehlen die meisten Phytotherapeuten 3-wöchige Kurphasen mit einer einwöchigen Pause im Winter. Kudzu (Pueraria montana, Isoflavone) ist ein Adaptogen, das Echinacea-Kuren zur Unterstützung der allgemeinen Konstitution in Zeiten winterlicher Müdigkeit ergänzen kann.
Echinacea wird im Allgemeinen gut vertragen. Zu den formellen Kontraindikationen zählen: Autoimmunerkrankungen (Lupus, Multiple Sklerose, rheumatoide Arthritis, Morbus Crohn) – die Stimulierung des Immunsystems kann die Autoimmunreaktion verschlimmern. Eine Allergie gegen Korbblütler (Kamille, Arnika, Schafgarbe, Chrysantheme) ist eine relative Kontraindikation, die abgewogen werden muss. Patienten, die Immunsuppressiva einnehmen (Transplantierte, biologische Therapie), sollten vor der Anwendung ihren Arzt konsultieren. Echinacea wird im ersten Schwangerschaftstrimester vorsichtshalber nicht empfohlen. Beta-Glucane aus Hafer stellen eine sanfte immunmodulierende Alternative ohne nennenswerte Kontraindikationen für Personen dar, die kein Echinacea einnehmen dürfen.
Die Anwendung von Echinacea bei Kindern ist je nach Darreichungsform und Hersteller ab einem Alter von 1 bis 4 Jahren zugelassen, wobei die Dosierung an das Körpergewicht angepasst wird (in der Regel 1/3 bis 1/2 der Erwachsenendosis). Die Junior-Formulierungen (alkoholfreie Tropfen, Echinacea-Sirup, Kapseln für Kinder) sind auf optimale Verträglichkeit ausgelegt. Die Kommission E spricht keine formelle Kontraindikation für die Anwendung bei Kindern aus, betont jedoch die Bedeutung einer ärztlichen Überwachung bei wiederholten Infektionen oder ungewöhnlich lang anhaltenden Infektionen. Die Formeln „Gemmo Immuno Enfant“ (Erlenknospen + Tanne + Hagebutte) und die Echinacea-Präparate für Kinder werden häufig kombiniert, um die Immunabwehr in Gemeinschaftseinrichtungen zu stärken. Bambus (Bambusa arundinacea, bioverfügbares organisches Kieselsäure) ist ein Konstitutionsmittel, das in Formeln zur Unterstützung der kindlichen Immunität aufgrund seiner Rolle bei der Stärkung des Bindegewebes und der Widerstandsfähigkeit gegen wiederkehrende Infektionen eingesetzt wird.