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Henna: Natürliche Haarfarbe und stärkend

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Was ist Henna?

Henna (Lawsonia inermis) ist eine Färbeplante, die seit der Antike zum natürlichen Färben von Haaren, Haut und Nägeln verwendet wird. Es stammt ursprünglich aus Nordafrika, Indien und dem Nahen Osten und ist reich an Lawsone, einem pflanzlichen Pigment, das sich an das Keratin bindet. Es stellt eine sanfte Alternative zu chemischen Haarfärbemitteln dar, verleiht kupfer- bis rotbraune Reflexe und umhüllt gleichzeitig die Haarfaser. Im Gegensatz zu einer oxidativen Haarfärbung lagert sich Henna an der Haaroberfläche ab, ohne die innere Struktur des Haares zu verändern. Es ist der Hauptbestandteil der natürlichen Haarfärbung und wird wegen seiner doppelten Wirkung – Färbung und Pflege der Haarfarbe – geschätzt.

Welche Vorteile hat es für das Haar?

Henna ist weit mehr als nur eine Haarfarbe, es bietet zahlreiche kosmetische Vorteile:

  • Färbt auf natürliche Weise: kupferfarbene, mahagonifarbene oder rotbraune Reflexe, je nach Ausgangsfarbe;
  • Umhüllt und stärkt optisch: Die Haarfaser wirkt dichter und widerstandsfähiger;
  • Verleiht Glanz und Strahlkraft: gibt stumpfem Haar neue Vitalität;
  • Fördert das Wohlbefinden der Kopfhaut: besonders geeignet für fettige Kopfhaut.

Die Wirkung auf die Haardicke besteht in erster Linie in einer oberflächlichen Umhüllung, die feinem Haar mehr Fülle verleiht, ohne dessen Durchmesser wesentlich zu verändern.

Welche verschiedenen Henna-Sorten gibt es?

Verschiedene Sorten bieten unterschiedliche Nuancen und Eigenschaften. Natürliches Henna (kupferrot) verleiht warme und leuchtende Reflexe. Das stark pigmentierte Henna aus Rajasthan sorgt für intensive Rottöne. Das mildere Henna aus Ägypten verleiht subtile orangefarbene Reflexe. Das sehr farbintensive Henna aus dem Jemen ist ideal für tiefe Rotbrauntöne. Neutrales Henna (Cassia obovata) färbt nicht, sondern umhüllt das Haar und verschönert es.Indigo, manchmal auch als „schwarzes Henna“ bezeichnet, verleiht braune bis schwarze Reflexe und wird mit rotem Henna kombiniert, um die Farbe dunkler zu machen. Für eine individuelle Farbe mischt man diese Henna-Sorten mit anderen pflanzlichen Pulvern wie Amla, Kurkuma oder Walnussschalen, wodurch sich die Palette der natürlichen Farbtöne erweitern lässt.

Wie trägt man es auf das Haar auf?

Das Auftragen von Henna erfordert Sorgfalt und Geduld. Mischen Sie das Pulver mit lauwarmem Wasser, bis eine homogene Paste entsteht. Lassen Sie die Paste je nach gewünschter Farbintensität 30 Minuten bis 12 Stunden ruhen (damit sich das Lawson freisetzt). Tragen Sie sie mit Handschuhen in dicken Schichten Strähne für Strähne auf das saubere und trockene Haar auf. 1 bis 4 Stunden unter einer Folie oder einer Duschhaube einwirken lassen, da Wärme die Farbentwicklung fördert. Gründlich mit klarem Wasser ausspülen und idealerweise 48 Stunden vor der ersten Haarwäsche warten, damit die Farbe oxidieren und sich vollständig festsetzen kann. Das Hinzufügen von etwas Joghurt oder Pflanzenöl zur Paste verstärkt die Feuchtigkeitsversorgung. Die Farbe des Henna wird in den zwei Tagen nach dem Auftragen oft noch dunkler – ein Effekt, mit dem man rechnen sollte.

Trocknet Henna das Haar aus?

Henna kann das Haar leicht austrocknen, insbesondere bei häufiger Anwendung, da es die Haarfaser umhüllt und etwas Feuchtigkeit entziehen kann. Um die Geschmeidigkeit zu bewahren, gibt es mehrere Möglichkeiten: Fügen Sie der Paste feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe hinzu (Aloe Vera, Joghurt, Honig, Kokosöl); nach dem Auftragen eine pflegende Behandlung durchführen (Ölkur, Feuchtigkeitsmaske); und abwechselnd neutrales Henna verwenden, das das Haar stärkt, ohne es zu färben oder auszutrocknen. Auch durch größere Abstände zwischen den Anwendungen lässt sich der kumulative Austrocknungseffekt begrenzen. Sheabutter als ergänzende Pflege stellt das Wohlbefinden der Haarlängen wieder her. Richtig eingesetzt lässt sich Henna durchaus in die Haarpflege integrieren, ohne das Haar auszutrocknen, indem man vor und nach jeder Anwendung auf die Feuchtigkeitsversorgung achtet, um seine umhüllende Wirkung auszugleichen.

Deckt es graue Haare ab und eignet es sich für helles Haar?

Henna deckt graues Haar ab, doch das Ergebnis hängt von der Methode ab. Bei einer einzigen Anwendung verleiht es grauem Haar einen kupferfarbenen Schimmer. In zwei Schritten (rotes Henna, dann Indigo) ermöglicht es eine gleichmäßigere braune oder schwarze Abdeckung. Je länger die Einwirkzeit, desto besser die Deckkraft. Bei blondem oder hellem Haar ist Vorsicht geboten: Rotes Henna verleiht intensive kupferfarbene Reflexe, die sich später manchmal nur schwer abschwächen lassen. Neutrales Henna stärkt das Haar, ohne die Farbe zu verändern, und die Mischung aus neutralem Henna und Kurkuma sorgt für natürliche goldene Reflexe. Ein Strähnentest an einer unauffälligen Stelle wird vor jeder vollständigen Anwendung dringend empfohlen, da das Ergebnis je nach Ausgangsfarbe und Porosität des Haares stark variiert.

Welche Vorsichtsmaßnahmen sind zu beachten und welche Gefahren birgt „schwarzes Henna“?

Natürliches Henna wird im Allgemeinen gut vertragen, dennoch sind Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Wichtiger Hinweis: Seien Sie vorsichtig bei „schwarzem Henna“, das Paraphenylendiamin (PPD) enthält, insbesondere bei temporären Straßen-Tattoos. Dieser Stoff kann schwere allergische Reaktionen, Verbrennungen und dauerhafte Sensibilisierungen hervorrufen: Er hat nichts mit natürlichem Henna zu tun und muss unbedingt vermieden werden. Außerdem sollte Henna nicht ohne vorherigen Test auf gebleichtes oder chemisch gefärbtes Haar aufgetragen werden, da bestimmte, mit Metallsalzen versetzte Henna-Sorten reagieren und grünliche Schimmer verursachen oder die Haarfaser schädigen können. Bei einer Allergie gegen Färbepflanzen sollte Henna vermieden werden. Verwenden Sie stets 100 % reines und natürliches Henna, überprüfen Sie die Zusammensetzung und führen Sie 48 Stunden vorher einen Empfindlichkeitstest durch.

Lässt es sich mit anderen natürlichen Pflegeprodukten kombinieren?

Henna lässt sich perfekt mit anderen pflanzlichen Pulvern und Pflegeprodukten kombinieren, um Farbe und Pflege individuell anzupassen.Amla und Shikakai verleihen dem Haar mehr Fülle und Glanz. Sheabutter undKokosöl bieten zusätzlich eine nährende Pflege.Tonerde und Rhassoul reinigen und sorgen für ein angenehmes Gefühl auf der Kopfhaut, was besonders bei fettiger Haut und fettiger Kopfhaut geschätzt wird. Was die Anwendungshäufigkeit betrifft: Eine monatliche Anwendung erhält die Farbe, alle 2 bis 3 Monate reichen für eine pflegende Wirkung ohne Pigmentsättigung aus, und neutrales Henna kann alle zwei Wochen verwendet werden, um die Haarfaser zu umhüllen, ohne den Farbton zu verändern. Diese Kombinationen sind Teil einer natürlichen und umfassenden Haarpflege -Routine.