Was ist Kokosöl und welche Eigenschaften hat es?
Kokosöl ist ein Pflanzenöl, das durch Kaltpressung aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss (Cocos nucifera) gewonnen wird. Seine Zusammensetzung – die vorwiegend aus mittelkettigen gesättigten Fettsäuren (Laurinsäure 45–50 %, Myristinsäure, Palmitinsäure) und mittelkettige Triglyceride (MCT) – verleiht ihm in der Kosmetik pflegende, filmbildende und antimikrobielle Eigenschaften. Es ist im Shop unter dem Produktblatt „Kokosöl“ sowie im Sortiment „Körperpflege“ erhältlich.
- Laurinsäure: Hauptwirkstoff – in vitro nachgewiesene antibakterielle und antimykotische Wirkung (insbesondere gegen Staphylococcus aureus und Candida albicans) – jedoch im Wesentlichen oberflächlich wirkend – ersetzt keine medizinische antimykotische Behandlung
- Mittellangkettige gesättigte Fettsäuren: werden von der Leber schnell in Energie umgewandelt (über den Ketonkörperweg) – werden weniger gespeichert als langkettige Fettsäuren – bilden in der Kosmetik einen Schutzfilm und wirken okklusiv (Schutz der Hautbarriere)
- Natürliche Antioxidantien (Tocopherole, Polyphenole): Schutz vor oxidativem Stress – höhere Hitzebeständigkeit als ungesättigte Öle (Rauchpunkt: 175–200 °C bei nativem Öl)
- Zwei Formen: fest < 24 °C (zartschmelzende, butterartige Textur) — flüssig darüber — keine Zusatzstoffe oder Stabilisatoren in der kaltgepressten, nativen Variante
Welche Vorteile hat Kokosöl in der Haut- und Haarpflege?
- Feuchtigkeitsversorgung und Nährstoffversorgung der Haut: bildet einen okklusiven Film, der den transepidermalen Wasserverlust (TEWL) begrenzt – pflegt trockene Haut und hyperkeratotische Bereiche (Fersen, Ellenbogen) — nach dem Duschen auf die leicht feuchte Haut auftragen, um die Aufnahme zu optimieren — siehe Pflegeprodukte für trockene Hände
- Pflege für Lippen und empfindliche Hautpartien: natürlicher Balsam für spröde Lippen – schützt und pflegt die Nagelhaut – zur nächtlichen Anwendung unter Baumwollsocken bei rissigen Fersen
- Natürlicher Make-up-Entferner: löst wasserfestes Make-up (Mascara, langanhaltende Foundation) — pflegt die Haut, ohne einen übermäßigen Film zu hinterlassen — nach dem Auftragen mit lauwarmem Wasser abspülen
- Haarpflege: Haarkur vor dem Waschen (30 Min. bis 1 Std.) bei trockenem und strapaziertem Haar – reduziert den Proteinverlust beim Waschen (Studie von Rele & Mohile, 2003) — als abschließendes Serum auf die Haarspitzen auftragen, um Spliss zu reduzieren — bei feinem Haar sparsam dosieren (kann das Haar beschweren)
- Unreine Haut — Vorsicht: Kokosöl ist potenziell komedogen (Index 4/5) — als Gesichtspflege bei Akne oder fettiger Haut nicht empfohlen — wird am Körper und auf der Kopfhaut besser vertragen
Wie verwendet man Kokosöl in der Körperpflege und in der Küche?
- Oil Pulling (Mundhygiene): 10 bis 15 Minuten lang morgens auf nüchternen Magen mit Kokosöl spülen – Laurinsäure reduziert laut vorläufigen Studien die bakterielle Belastung im Mundraum (Streptococcus mutans) laut vorläufigen Studien – anschließend mit klarem Wasser ausspülen – ersetzt nicht das Zähneputzen und die Verwendung von Zahnseide – siehe Sortiment zur Mundhygiene
- Topische (oberflächliche) Anwendung gegen Pilzinfektionen: zur Anwendung auf Haut, die von einer leichten Pilzinfektion betroffen ist, als Ergänzung zu einer antimykotischen Behandlung – dokumentierte milde Eigenschaften in vitro – siehe Sortiment „Pilzinfektionen“ – stellt keine Erstbehandlung dar und ersetzt keine medizinischen Antimykotika
- Küche: Butterersatz beim Backen und Braten – Rauchpunkt 175–200 °C (natives Öl) – leicht exotischer Geschmack – die mittelkettigen Fettsäuren (MCTs) werden schnell verstoffwechselt – aufgrund des hohen Gehalts an gesättigten Fettsäuren in Maßen verzehren (Empfehlungen der ANSES)
- Wählen Sie ein hochwertiges Kokosöl: natives, unraffiniertes, kaltgepresstes Öl – vorzugsweise aus biologischem Anbau – in einem Glasbehälter oder einer undurchsichtigen Flasche – frischer Kokosgeruch (niemals ranzig) – weiße/leicht durchscheinende Farbe bei Raumtemperatur