Eine Hautentzündung ist eine Reaktion der Haut auf eine Reizung – sei es durch Allergene, Reizstoffe, Infektionen, eine Fehlregulation des Immunsystems oder ein Ungleichgewicht des Hautmikrobioms. Sie äußert sich durch die vier klassischen Anzeichen: Rötung, Überwärmung, Schwellung sowie Juckreiz oder Schmerzen. Die Haut ist das Organ, das äußeren Reizen am stärksten ausgesetzt ist, und verfügt über ein eigenes lokales Immunsystem (Langerhans-Zellen, Mastzellen, immunoaktive Keratinozyten). Pflegeprodukte für empfindliche und zu Entzündungen neigende Haut sind in den Sortimenten „Ekzem“, „Atopische Haut“ und „Dermatologie“ des Shops erhältlich.
Die wichtigsten Formen von Hautentzündungen sind die atopische Dermatitis (atopisches Ekzem – Funktionsstörung der Hautbarriere + übermäßige Th2-Reaktion – starker Juckreiz, erythematöse Plaques), Psoriasis (Th17-Reaktion – dicke, schuppige, klar abgegrenzte Plaques), Rosazea (vaskuläre und follikuläre Entzündung im Gesicht – diffuse Rötungen, Couperose), die Urtikaria (Freisetzung von Histamin durch Mastzellen – flüchtige, wandernde, ödematöse Flecken), die Kontaktdermatitis (Reaktion auf ein Allergen oder Reizmittel – allergologische Tests unerlässlich) sowie entzündliche Hautinfektionen (Impetigo, Erysipel). Eine genaue dermatologische Diagnose ist Voraussetzung für die Behandlung.
Das Hautmikrobiom – eine Gemeinschaft kommensaler Mikroorganismen, die die Hautoberfläche besiedeln – spielt eine wesentliche Schutzfunktion: Es hält den sauren pH-Wert der Haut aufrecht, konkurriert mit Krankheitserregern und reguliert die lokale Immunantwort. Seine Störung (Hautdysbiose) begünstigt die Besiedlung durch entzündungsfördernde Erreger wie Staphylococcus aureus beim atopischen Ekzem oder Demodex bei Rosazea. Zu den häufigsten Auslösern von Hautentzündungen gehören:
Mehrere natürliche Wirkstoffe entfalten eine nachgewiesene entzündungshemmende Wirkung auf die Haut. Kamille (Azulen – starkes entzündungshemmendes Mittel für die Haut) in Form von Kompressen oder Cremes lindert Rötungen und Juckreiz. Die Ringelblume (Flavonoide und Saponine) wirkt wundheilend und entzündungshemmend und ist ein Klassiker bei empfindlicher, atopischer und gereizter Haut. Aloe vera (reines Gel zur lokalen Anwendung) beruhigt und spendet den Schleimhäuten und entzündeten Hautpartien Feuchtigkeit. NativesKokosöl (antimikrobielle Laurinsäure + weichmachende Eigenschaften) stärkt die bei Ekzemen geschwächte Hautfettbarriere. Zink bei topischer Anwendung (Zinkpyrithion) und oraler Einnahme (10–15 mg/Tag) reguliert die entzündliche Reaktion der Haut und beschleunigt die Wundheilung.
Ernährungstechnisch gesehen reduzieren die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA (1 bis 3 g/Tag) die Produktion entzündungsfördernder Hautmediatoren (Prostaglandine, Leukotriene) und verbessern den transepidermalen Feuchtigkeitshaushalt. Eine antioxidantienreiche Ernährung (Polyphenole, Beta-Carotin, Vitamin E) unterstützt die Widerstandsfähigkeit der Zellen gegenüber oxidativem Hautstress. Der Verzicht auf identifizierte Nahrungsmittelallergene (unter Anleitung eines Allergologen durchgeführte Eliminationstests) sowie die Einschränkung von raffiniertem Zucker, Alkohol und hochverarbeiteten Lebensmitteln verringert das systemische entzündungsfördernde Milieu. Diese natürlichen Ansätze ergänzen – ohne sie zu ersetzen – die verschriebenen dermatologischen Behandlungen bei chronischen entzündlichen Hauterkrankungen.