Die Pflege der Hände ist unerlässlich, da sie ständig äußeren Einflüssen ausgesetzt sind: Wasser, Seife, Reinigungsmittel, Sonne, Wind und Temperaturschwankungen. Die Haut auf dem Handrücken ist besonders dünn und daher anfälliger für Alterungserscheinungen (Falten, Pigmentflecken) und Hautbeschwerden (Trockenheit, Risse, Reizungen). Eine regelmäßige Handpflege hilft dabei, die Geschmeidigkeit der Haut, das tägliche Wohlbefinden und ein gepflegtes Erscheinungsbild der Hände zu bewahren.
Mehrere Schlüsselwirkstoffe bilden die Grundlage einer hochwertigen Handpflege:
Um das Auftreten von Pigmentflecken an den Händen zu begrenzen, ist Sonnenschutz die wirksamste Maßnahme: Tragen Sie eine Creme mit LSF 30 oder 50 auf die Hände auf, insbesondere bei längeren Ausflügen, beim Autofahren und im Sommer. Topische Antioxidantien wie Vitamin C oder Vitamin E helfen dabei, freie Radikale zu neutralisieren, die zum Teil für die Hautalterung verantwortlich sind. Das Tragen von Handschuhen bei der Gartenarbeit und beim Kontakt mit Chemikalien begrenzt zudem die kumulativen Belastungen. Bei bereits vorhandenen Flecken kann ein dermatologischer Rat zur Auswahl geeigneter Pflegeprodukte helfen.
Eine wirksame Handpflege-Routine besteht aus vier einfachen Schritten:
Bei trockenen oder rissigen Händen sollten Sie eine Creme bevorzugen, die reich an Sheabutter, Ceramiden oder pflanzlichen Ölen (Argan, Süßmandel) ist. Tragen Sie vor dem Schlafengehen eine großzügige Schicht auf und ziehen Sie dünne Baumwollhandschuhe an, um die Aufnahme während der Nacht zu optimieren. Bei stärker geschädigten Händen können Pflegeprodukte mit Milchsäure oder Harnstoff in einer geeigneten Konzentration (5 bis 10 %) zu einem besseren Hautgefühl beitragen. Bei tiefen, schmerzhaften oder wiederkehrenden Rissen sollten Sie einen Dermatologen konsultieren.
Zu den sichtbaren Zeichen der Hautalterung an den Händen zählen eine dünner werdende Haut, ein Verlust an Geschmeidigkeit, das Auftreten von Fältchen auf dem Handrücken sowie Pigmentflecken. Bei der täglichen Pflege sollten antioxidative Wirkstoffe (Vitamin C, E), Feuchthaltemittel (Hyaluronsäure, Glycerin) sowie – in kosmetischen Nachtformeln – Wirkstoffe wie kosmetisches Retinol oder Peptide, die dazu beitragen, die Ausstrahlung und Geschmeidigkeit der Haut zu erhalten. Kosmetisches Retinol unterscheidet sich deutlich von medizinischen Retinoiden (die ärztlich verschrieben werden, teratogen sind und bei einer Schwangerschaft kontraindiziert sind). Ergänzende medizinische Behandlungen (Peelings, Pigmentlaserbehandlungen) fallen in den Zuständigkeitsbereich des Dermatologen oder des ästhetischen Mediziners.
Bei brüchigen Nägeln und geschädigter Nagelhaut sollten Sie täglich ein Nagelhautöl auf Vitamin-E- oder Jojobaölbasis einmassieren und dabei besonders den Nagelrandbereich behandeln. Verzichten Sie möglichst auf sehr schnell trocknende Nagellacke und acetonhaltige Nagellackentferner, da diese besonders austrocknend wirken, und bevorzugen Sie stattdessen acetonfreie Nagellackentferner sowie Nagellacke, die mit pflegenden Wirkstoffen angereichert sind. Das Tragen von Handschuhen bei der Hausarbeit schützt die Nägel vor Reinigungsmitteln. Bei anhaltender Brüchigkeit (chronisches Abblättern, geriffelte Nägel, Farbveränderungen) hilft eine ärztliche Untersuchung, eine zugrunde liegende Ursache (Pilzinfektion, Mangelerscheinung, endokrine Erkrankung) auszuschließen.
Natürliche Handpflege kann eine gute Ergänzung zur kosmetischen Routine sein. Inhaltsstoffe wie Kokosöl, Süßmandelöl oder Honig werden wegen ihrer pflegenden und wohltuenden Wirkung geschätzt. Hausgemachte Masken (zerdrückte Avocado, Banane, Olivenöl) können gelegentlich für eine intensive Feuchtigkeitsversorgung angewendet werden. Einige Vorsichtsmaßnahmen: Vergewissern Sie sich, dass keine Allergie gegen die gewählte Zutat vorliegt (insbesondere Nüsse), tragen Sie die Mittel nicht auf verletzte Haut auf und bedenken Sie, dass diese Zubereitungen weniger haltbar sind als fertig abgefüllte Kosmetikprodukte.
Handcreme und Balsam unterscheiden sich durch ihre Textur und ihren Fettgehalt. Die leichtere Creme (Wasser-Öl-Emulsion) zieht schnell ein und eignet sich ideal für den Tag und unter dem Make-up. Der Balsam, der reichhaltiger ist (oft auf Basis von pflanzlichen Buttern und Wachsen), bildet einen Schutzfilm, der wiederholtem Waschen standhält, und ist die Pflege der Wahl für stark strapazierte Hände oder Hände, die extremen Bedingungen ausgesetzt sind (trockene Kälte, Wind, Berufe mit hoher Beanspruchung der Hände).
Bei der Auswahl einer geeigneten Handcreme helfen mehrere Kriterien bei der Entscheidung:
Um Infektionen im Bereich der Nägel vorzubeugen, ist auf strenge Hygiene zu achten: regelmäßiges Händewaschen mit Wasser und Seife, sorgfältiges Abtrocknen insbesondere im Bereich der Nagelränder sowie Feuchtigkeitspflege, um die Geschmeidigkeit der Haut zu bewahren und Mikroläsionen zu vermeiden. Schneiden Sie die Nagelhaut nicht zu aggressiv ab und knabbern Sie nicht an der Haut um die Nägel herum: Diese Handlungen öffnen Eintrittswege für Mikroorganismen. Bei anhaltender Rötung, Schwellung, Schmerzen, Ausfluss oder Veränderungen des Nagels (Verdickung, Farbveränderung) sollten Sie unverzüglich einen Dermatologen oder Arzt aufsuchen: Er kann eine Pilzinfektion, einen Panaritium oder eine andere Erkrankung diagnostizieren, die eine angemessene Behandlung erfordert.
Die Feuchtigkeitspflege nach jedem Händewaschen spielt eine entscheidende Rolle für den Erhalt des Hautkomforts. Das Waschen entfernt, selbst mit einer milden Seife, einen Teil der natürlichen Hautlipide. Das Auftragen einer Feuchtigkeitscreme innerhalb der folgenden Minute hilft, den Hydrolipidfilm wiederherzustellen und das Spannungsgefühl zu mindern. Bei Haut, die sehr häufig gewaschen wird (Pflegeberufe, Gastronomie, handwerkliche Berufe), ist diese Maßnahme unerlässlich, um die Hände vor dem Austrocknen zu schützen.
Ein Ekzem an den Händen (Kontaktdermatitis, atopisches Handekzem, Dyshidrose) ist eine Erkrankung, die eine ärztliche Diagnose und eine angemessene Behandlung erfordert. Der Arzt kann die Art der Hautveränderungen beurteilen, mögliche Allergene durch Epikutantests identifizieren und gezielte Behandlungen verschreiben (topische Kortikosteroide, lokale Immunmodulatoren, je nach Fall). Im Alltag sollten Sie zusätzlich zur medizinischen Behandlung nach jedem Waschen spezielle Feuchtigkeitscremes für atopische Haut auftragen, parfümierte Seifen und identifizierte Reizstoffe vermeiden sowie bei der Hausarbeit Baumwollhandschuhe unter Gummihandschuhen tragen, um die Mazeration zu begrenzen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zum ThemaEkzem. Bei einem schweren Schub, nässenden Läsionen oder Anzeichen einer Infektion sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.
Feuchtigkeitsspendende Handschuhe bieten eine intensive Pflege für sehr trockene Hände. Sie sind mit einem Gel oder einer Lotion getränkt, die reich an Hyaluronsäure, Sheabutter und Vitamin E ist, und werden für eine bis mehrere Stunden (oder bei geeigneten Modellen über Nacht) getragen. Die längere Tragedauer fördert die Aufnahme der Wirkstoffe in die oberflächlichen Hautschichten. Bei regelmäßiger Anwendung sollten diese Handschuhe abwechselnd mit einer Handpflege auf Basis von nährenden Cremes verwendet werden.
Bei empfindlicher Haut sollten Sie Produkte mit sanften, gut verträglichen Formeln bevorzugen, die parfümfrei oder nur sehr leicht parfümiert sind, keine überflüssigen Farbstoffe enthalten und eine kurze, verständliche INCI-Liste aufweisen. Beruhigende Inhaltsstoffe wie kolloidaler Hafer, Aloe Vera oder Kamille werden bei reaktiver Haut gerne verwendet. Vermeiden Sie Formeln mit hohem Alkoholgehalt und aggressive Sulfat-Tenside. Führen Sie systematisch 24 bis 48 Stunden vor der großflächigen Anwendung auf dem Handrücken einen Verträglichkeitstest in der Ellenbeuge durch. Bei einer schweren allergischen Reaktion (Gesichtsschwellung, Atembeschwerden, die auf ein Quincke-Ödem hindeuten) rufen Sie bitte die 15 oder die 112 an.