Was sind die häufigsten äußeren Parasiten bei Haustieren?
Äußere Parasiten bei Haustieren – Hunden, Katzen und Kaninchen – stellen sowohl für das Tier als auch für den Haushalt ein Gesundheitsrisiko dar. Die schnelle Identifizierung der Parasitenart ist entscheidend für die Wirksamkeit der Behandlung. Entdecken Sie unser Sortiment an Floh- und Zeckenmitteln für Hunde und Katzen.
- Flöhe (Ctenocephalides felis/canis): die häufigsten – springen vom Tier in die Umgebung – starker Juckreiz, kleine schwarze Punkte (Kot) im Fell – ein einziges befallenes Tier infiziert den gesamten Haushalt – Behandlung des Tieres und der Umgebung zwingend erforderlich
- Zecken (Ixodes, Dermacentor, Rhipicephalus): heften sich an die Haut – Übertragung von Lyme-Borreliose, Ehrlichiose, Babesiose – sofortige Entfernung mit einer Zeckenzange – niemals Alkohol oder Vaseline verwenden
- Milben (Sarcoptes, Demodex, Otodectes): Sarcoptes-Räude (sehr juckend, auf den Menschen übertragbar), Demodikose (immunsupprimierte Hunde), Ohrräude (braunes Ohrenschmalz in den Ohren der Katze)
- Läuse (Trichodectes, Linognathus): artspezifisch – keine Übertragung auf den Menschen – Juckreiz und Keratose
- Cheyletiella: Milbe bei Hunden, Katzen und Kaninchen – charakteristische bewegliche Schuppen – vorübergehend auf den Menschen übertragbar
Wie lässt sich ein Befall mit äußeren Parasiten diagnostizieren?
- Bezeichnende klinische Anzeichen: intensives und wiederholtes Kratzen, Beißen an Schwanz oder Pfoten, lokaler Haarausfall, Hautrötungen, Papeln, Krusten
- Feinkammtest (Flöhe): Das Tier auf feuchtem weißem Papier durchkämmen – der Flohkot färbt sich bei Kontakt mit Feuchtigkeit rot (verdautes Blut) – nahezu pathognomonisches Anzeichen
- Direkte Untersuchung (Zecken): Die Haut unter dem Fell nach jedem Spaziergang in bewaldeten Gebieten abtasten – Kopf, Hals, Pfoten, zwischen den Zehen und um die Ohren herum überprüfen – siehe unser Sortiment an Zeckenschutzmitteln
- Tierärztliche Untersuchung (Milben): Hautabschabung + mikroskopische Untersuchung auf Sarcoptes oder Demodex – Ohrabstrich auf Otodectes
- Arzt aufsuchen bei: starken Hautveränderungen, Gewichtsverlust, Abgeschlagenheit, Fieber — Anzeichen, die auf eine durch Parasiten übertragene Erkrankung hindeuten
Welche äußerlich anzuwendenden Parasitenbekämpfungsmittel sollten Sie wählen?
- Spot-on-Pipetten: monatliche Anwendung im Nackenbereich – wirksam gegen Flöhe, Zecken und je nach Zusammensetzung auch gegen Milben – unterschiedliche Produkte für Hunde und Katzen – Permethrin ist für Katzen giftig
- Antiparasit-Halsbänder: Schutzdauer 3–8 Monate — geben Insektizide ab (Imidacloprid, Flumethrin, Deltamethrin) — wirksam gegen Flöhe und Zecken
- Orale Tabletten (Isoxazoline): Fluralaner, Sarolaner, Afoxolaner – Schutzdauer 1 bis 3 Monate – sehr wirksam gegen Flöhe und Zecken – tierärztliche Verschreibung erforderlich
- Behandlung der Umgebung UNBEDINGT ERFORDERLICH: 95 % der Flöhe (Eier, Larven, Nymphen) leben in der Umgebung – Insektizidsprays + IGR (Wachstumsregulatoren) auf Böden, Teppichen, Einstreu – ohne Behandlung der Umgebung ist ein erneuter Befall sicher
- Sprays und Shampoos: schnelle, aber kurz anhaltende Wirkung – nützlich als Notfallbehandlung oder als Ergänzung
Zoonosen, Haushalte mit mehreren Tieren und Prävention
- Übertragungsrisiken auf den Menschen: Lyme-Borreliose (Zecken), vorübergehende Sarcoptes-Räude, Cheyletiellose – bei Verdacht auf eine Zoonose: gleichzeitige Konsultation eines Arztes und eines Tierarztes
- Haushalte mit mehreren Tieren: Alle Haustiere gleichzeitig behandeln – niemals das Produkt für Hunde bei Katzen anwenden (Permethrin) – alle Einstreu bei 60 °C waschen – alle Oberflächen absaugen (Einwegbeutel)
- Artenbezogene Besonderheiten: Kätzchen und Welpen benötigen altersgerechte Präparate – Kaninchen und Reptilien: ausschließlich spezifische tierärztliche Behandlungsprotokolle
- Jährliche Vorbeugung: monatliche Anwendung einer Pipette das ganze Jahr über in Risikogebieten – im Winter niemals unterbrechen (Flöhe überleben in Innenräumen)
- Natürliche Mittel (Neemöl, Apfelessig): wissenschaftlich nicht nachgewiesene Wirksamkeit – können ergänzend verwendet werden, ersetzen jedoch keine zugelassenen Behandlungen