Der Parasitenbekämpfungsplan für erwachsene Katzen basiert auf zwei sich ergänzenden Bereichen:
Regelmäßiges, gründliches Zähneputzen (enzymatische Zahnlotion auf dem Zahnfleisch) beugt Zahnsteinbildung vor, die ein Einfallstor für sekundäre Bakteriämien darstellt, die bei ungepflegten erwachsenen Katzen häufig auftreten.
Die Katze ist ein territoriales Tier, dessen emotionales Gleichgewicht leicht durch Umweltveränderungen, Konflikte mit anderen Katzen oder die Aufnahme eines neuen Tieres gestört wird. Bachblüten für Tiere (Mischformel gegen emotionale Belastung, einige Tropfen ins Trinkwasser oder auf die Pfotenballen) stellen einen sanften Ansatz bei akuten Stresszuständen oder angstauslösenden Situationen dar. Baldrian (Isovalerian, Valerianon) in Form von beruhigenden Leckerlis ist ein gut verträgliches natürliches Anxiolytikum – seine pflanzlichen Pheromone bewirken eine euphorisierende Wirkung, ähnlich wie bei Katzenminze. Entspannung und Gelassenheit im menschlichen Umfeld wirken sich direkt auf das Angstniveau der Katze aus – ein ruhiges Zuhause ist die erste Anti-Stress-Maßnahme für eine sensible Katze.
Die Leber der Katze ist aufgrund ihrer begrenzten Glucuronidierungsenzyme besonders anfällig. Die Leberlipidose (Fettansammlung bei einer Fastenzeit von mehr als 24–48 Stunden) ist ein speziell bei Katzen auftretender tiermedizinischer Notfall. Veterinärmedizinische Leberschutzmittel (homöopathische Präparate oder Präparate auf Basis von Silymarin aus der Mariendistel) unterstützen die Regeneration der Leberzellen und lindern Entzündungen bei mittelschweren Schädigungen. Dieser Schutz ist besonders angezeigt bei Katzen unter längerer medikamentöser Behandlung, nach einer Narkose oder bei Verdacht auf eine leichte Vergiftung.
Bei kastrierten oder übergewichtigen erwachsenen Katzen kann es zu einer Anreicherung von Stoffwechselabfällen kommen, deren Ausscheidung über Nieren und Leber verlangsamt ist. Löwenzahn (Taraxacum officinale, Taraxacin, Phytosterole) wirkt sowohl harntreibend als auch gallenflussfördernd – er regt die glomeruläre Filtration und die Gallenausscheidung an. Entwässerungspräparate werden unterstützend bei beginnender Niereninsuffizienz, Harnsteinen oder zur Begleitung einer Diätkur bei übergewichtigen Katzen eingesetzt. Sie ersetzen keine tierärztliche Behandlung, können aber eine ganzheitliche Betreuung sinnvoll ergänzen.
Zahnstein betrifft mehr als 70 % der Katzen über 3 Jahre und führt zu schmerzhaften Parodontalerkrankungen, Zahnresorptionen (FORL) und sekundären Bakteriämien, die Herz und Nieren befallen. Enzymatische Zahnlotionen (Glukoseoxidase, Lactoperoxidase) werden ohne Zähneputzen direkt auf das Zahnfleisch aufgetragen – eine praktische Alternative für widerstrebende Katzen. Aktive Kausnacks (0,12 % Chlorhexidin, Bromelain, Inositolhexaphosphat) reduzieren Plaqueablagerungen sowohl mechanisch als auch enzymatisch. Die Mundgesundheit steht in direktem Zusammenhang mit der Herz- und Nierengesundheit erwachsener Katzen.