Zecken sind parasitäre Milben, die sich an der Haut festsaugen, um sich mit Blut zu sättigen. Da sie Überträger der Lyme-Borreliose, der durch Zecken übertragenen Enzephalitis und des Fleckfiebers sind, ist bei Ausflügen in bewaldete oder grasbewachsene Gebiete ein vorbeugender Schutz erforderlich. Ein schnelles und korrektes Entfernen ist unerlässlich, um das Übertragungsrisiko zu minimieren.
Warum sind Zecken gefährlich?
Zecken übertragen Krankheitserreger, während sie Blut saugen. Das Übertragungsrisiko steigt mit der Dauer des Bisses – bei der Lyme-Borreliose ab 24 Stunden.
- Lyme-Borreliose (Borrelia burgdorferi): charakteristisches Erythema migrans, gefolgt von Gelenk-, neurologischen oder Herzschäden, wenn die Erkrankung unbehandelt bleibt
- Zeckenenzephalitis (TBE): neurologische Symptome, Impfstoff für Gebiete mit hohem Risiko verfügbar
- Mediterranes Fleckfieber: Fieber, Hautausschlag, Kruste an der Einstichstelle
- Bei Fieber, Hautausschlag oder starker Müdigkeit in den Wochen nach einem Zeckenstich einen Arzt aufsuchen
Wie kann man sich vor Zecken schützen?
Eine Kombination aus Repellentien und physischen Barrieren ist am wirksamsten.
- Hautrepellentien mit DEET oder Icaridin auf unbedeckten Hautstellen – unsere Auswahl an Zeckenabwehrmitteln
- Permethrin auf der Kleidung (nicht auf der Haut): verstärkter und langanhaltender Schutz
- Helle, bedeckende Kleidung (bessere Sichtbarkeit), Hosenbeine in die Socken gesteckt
- Risikogebiete meiden: hohes Gras, Waldränder, Farne
- Systematische Untersuchung des Körpers nach jedem Ausflug: Nacken, hinter den Ohren, Achselhöhlen, Kniekehlen, Haare
Wie entfernt man eine Zecke richtig?
Die Entfernung sollte so schnell wie möglich und mit den richtigen Handgriffen erfolgen.
- Verwenden Sie einen Zeckenentferner (Tick Twister-Haken oder eine feine Pinzette) – fassen Sie die Zecke so nah wie möglich an der Haut an
- Sanfte Drehbewegung (Haken) oder fester, senkrechter Zug (Pinzette), ohne die Zecke zu zerdrücken oder zu verdrehen
- Verwenden Sie vor dem Entfernen niemals Alkohol, Äther, Vaseline oder Öl auf der Zecke – diese Methoden erhöhen das Risiko einer Regurgitation
- Desinfizieren Sie die Stelle mit einer Desinfektionslösung oder einem Produkt aus dem Desinfektionssortiment
- Notieren Sie das Datum und die Stelle des Zeckenbisses zur Nachverfolgung
Worauf ist nach einem Zeckenbiss zu achten?
Die Beobachtung nach einem Zeckenbiss ist über einen Zeitraum von 4 bis 6 Wochen unerlässlich.
- Erythema migrans: ringförmige Rötung, die sich allmählich um den Biss herum ausbreitet – ein wichtiges Anzeichen für die Lyme-Borreliose → dringend einen Arzt aufsuchen
- Fieber, starke Müdigkeit, Muskel- oder Gelenkschmerzen in den folgenden Wochen → Arzt aufsuchen
- Schwere lokale allergische Reaktion (Schwellung, Atembeschwerden) → medizinischer Notfall
- Bei Zweifeln hinsichtlich der vollständigen Entfernung oder bei anhaltendem Festsitzen: Arztbesuch empfohlen
Welche Zeckenbekämpfungsmittel gibt es für Tiere?
Hunde und Katzen sind passive Zeckenüberträger in der Wohnung. Ihre regelmäßige vorbeugende Behandlung schützt sowohl das Tier als auch die Bewohner.
- Monatliche Spot-on-Pipetten gegen Zecken – siehe unsere Auswahl an Floh- und Zeckenmitteln
- Langzeit-Abwehrhalsbänder (4 bis 8 Monate) mit Deltamethrin oder Flumethrin imprägniert
- Verwenden Sie niemals ein Produkt für Hunde bei einer Katze (Permethrin ist für Katzen giftig)
- Das Tier nach jedem Ausflug in bewaldete Gebiete untersuchen – komplettes Sortiment an Parasitenbekämpfungsmitteln
Wie schützt man seinen Garten vor Zecken?
Der Garten kann ein lokaler Zeckenherd sein, insbesondere wenn Wildtiere dort vorkommen.
- Mähen Sie den Rasen regelmäßig und entfernen Sie Laubansammlungen
- Schaffen Sie eine Barriere aus Kies oder Holzspänen zwischen Rasenflächen und Wohnbereichen
- Behandeln Sie Risikobereiche mit einem für den Garten zugelassenen Akarizid und befolgen Sie dabei die Gebrauchsanweisung
- Behandeln Sie Haustiere regelmäßig, um zu verhindern, dass Zecken in den Wohnbereich gelangen