Algen sind Wasserorganismen mit einer außergewöhnlich hohen Nährstoffdichte – sie enthalten Vitamine, Mineralstoffe, pflanzliche Proteine und antioxidative Wirkstoffe in Mengen, die von den meisten Landpflanzen nicht erreicht werden. In der Drogerie sind sie in Form von Nahrungsergänzungsmitteln erhältlich: Spirulina, Chlorella, Fucus, Braunalgen. Entdecken Sie unser Spirulina-Sortiment in der Apotheke.
Was sind Algen als Nahrungsergänzungsmittel?
Man unterscheidet zwei große Kategorien von Algen in Nahrungsergänzungsmitteln.
- Mikroalgen: mikroskopisch kleine einzellige Organismen – Spirulina (Arthrospira platensis, Cyanobakterium) und Chlorella (Chlorella vulgaris, einzellige Grünalge) – die in der Ernährungswissenschaft am besten erforschten Formen
- Meeresmakroalgen: Braunalgen (Fucus, Kombu, Wakame – reich an Jod und Alginaten), Rotalgen (Dulse, Nori – reich an Eisen), Grünalgen (Meersalat)
- Erhältlich als Pulver, Tabletten, Kapseln oder Extrakte – Tabletten und Kapseln garantieren einen garantierten Wirkstoffgehalt
- Verlangen Sie einen Test auf Schwermetallbelastung (TPTH) und Microcystine (Spirulina) – ein unverzichtbares Qualitätskriterium
Meeresalgen und Jod: Welche Rolle spielen sie für die Schilddrüse?
Jod ist der spezifischste Mineralstoff der Meeresalgen – es ist für die Synthese der Schilddrüsenhormone unverzichtbar.
- Braunalgen (Fucus, Kombu, Wakame) sind die reichhaltigsten Jodquellen in der Ernährung
- Jod trägt zur normalen Funktion der Schilddrüse und zum normalen Energiestoffwechsel bei (EFSA-Angaben)
- Schilddrüsenerkrankungen (Hypothyreose oder Hyperthyreose, Behandlung mit synthetischen Hormonen): Die Einnahme von jodhaltigen Algen als Nahrungsergänzung ist ohne ärztlichen Rat kontraindiziert – es besteht das Risiko eines Schilddrüsenungleichgewichts
- Die Jodzufuhr über Algen variiert je nach Art und Herkunft stark – bevorzugen Sie Produkte mit garantiertem und standardisiertem Jodgehalt
- Spirulina enthält wenig Jod – sie hat keinen Einfluss auf die Schilddrüse
Spirulina und Chlorella: die Referenz-Mikroalgen?
Diese beiden Mikroalgen sind die wissenschaftlich am besten dokumentierten Algenwirkstoffe.
- Spirulina: 60–70 % vollwertige pflanzliche Proteine, hoch bioverfügbares Eisen, Phycocyanin (einzigartiges Antioxidans), Beta-Carotin – ideal für Vegetarier, Veganer und Sportler
- Chlorella: reich an Chlorophyll, essentiellen Aminosäuren und dem Wachstumsfaktor CGF (Chlorella Growth Factor) – unterstützt die Vitalität und das Immunsystem
- Chlorella: Die Zellwände müssen aufgebrochen werden, um die Verdauung zu ermöglichen (auf dem Etikett auf „aufgebrochene Zellwand“ achten)
- Pflanzliche Quelle für Vitamin B12: Chlorella enthält Pseudovitamin B12, das weniger bioverfügbar ist – Spirulina ebenfalls, reicht jedoch für strenge Veganer als einzige Quelle nicht aus
- Beide Mikroalgen fördern dank Ballaststoffen und natürlicher Präbiotika die Darmtätigkeit und das Gleichgewicht der Darmflora
Algen und Ernährung: Welche spezifischen Nährstoffe liefern sie?
Algen liefern spezifische Nährstoffe, die in Landpflanzen nur schwer zu finden sind.
- Jod: Braunalgen – unverzichtbarer Cofaktor für die Schilddrüse, der in den meisten Landpflanzen fehlt
- Vollwertige pflanzliche Proteine: Spirulina – Aminosäureprofil vergleichbar mit dem von Eiern, jedoch ohne gesättigte Fette
- Omega-3-Fettsäuren DHA: Meeresmikroalgen (Schizochytrium, Nannochloropsis) – direkte vegane Quelle für DHA, ohne Umweg über Fisch
- Antioxidantien: Phycocyanin (Spirulina), Fucoxanthin (Braunalgen), Chlorophyll (Chlorella) – Wirkstoffe, die in Landpflanzen nicht vorkommen – siehe natürliche Antioxidantien
- Lösliche Ballaststoffe (Alginate, Carrageen): Unterstützung des Darmmikrobioms
Wie wählt man Algen als Nahrungsergänzungsmittel aus?
Die Qualität von Algen in Nahrungsergänzungsmitteln ist sehr unterschiedlich – hier einige unverzichtbare Kriterien.
- Zertifizierte Herkunft: saubere Gewässer, biologischer Anbau oder kontrollierte Aquakultur – Algen reichern Meeresverschmutzungen an
- Analyse der Schadstoffe: Schwermetalle (Blei, Quecksilber, Cadmium, Arsen), Microcystine bei Spirulina
- Garantierter Wirkstoffgehalt: Phycocyanin bei Spirulina, Chlorophyll bei Chlorella, Jod bei Braunalgen
- GMP-zertifiziert, idealerweise mit europäischem Bio-Siegel (AB oder gleichwertig)
- Für Veganer: Die Quelle des algalen DHA prüfen – nur bestimmte Arten (Schizochytrium) produzieren direkt verwertbares DHA – siehe Omega-3
Vorsichtsmaßnahmen und Kontraindikationen?
Algen sind bei sachgemäßer Anwendung gut verträglich – einige wichtige Vorsichtsmaßnahmen sind jedoch zu beachten.
- Schilddrüsenerkrankungen (Hypo-/Hyperthyreose, laufende Behandlung): Jodhaltige Algen ohne ärztlichen Rat vermeiden
- Antikoagulanzien (Warfarin): Vitamin-K-reiche Algen (Chlorella, Meersalat) können die Wirkung verändern – informieren Sie Ihren Arzt
- Schwangere: Wählen Sie Produkte, die als frei von Schwermetallverunreinigungen zertifiziert sind – vermeiden Sie Fucus in hoher Dosierung (Jod)
- Phenylketonurie (PKU): Spirulina enthält Phenylalanin – Kontraindikation
- Meeresfrüchteallergie: Vorsicht – mögliche Kreuzreaktion mit bestimmten Meeresalgen
- Autoimmunerkrankungen: Spirulina stimuliert das Immunsystem – bei Autoimmunerkrankungen vor der Einnahme ärztlichen Rat einholen