Was ist Acerola?
Die Acerola (Malpighia emarginata oder Malpighia glabra) ist eine kleine tropische rote Frucht aus der Familie der Malpighia-Gewächse, die in der Karibik, in Mexiko und im Norden Südamerikas beheimatet ist. Ihr säuerliches Fruchtfleisch weist einen der höchsten natürlichen Vitamin-C-Gehalte im Pflanzenreich auf: bis zu 1500 bis 2000 mg/100 g bei reifen Früchten, also etwa 30- bis 50-mal mehr als in Orangen. Diese einzigartige Zusammensetzung wird durch Bioflavonoide (Rutosid, Quercetol), Anthocyane, Carotinoide, B-Vitamine und Mineralstoffe (Kalzium, Phosphor, Eisen, Magnesium) ergänzt.
Welche Vorteile bietet das Vitamin C der Acerola?
Die von der EFSA validierten gesundheitsbezogenen Angaben für Vitamin C gelten uneingeschränkt auch für die Acerola:
- Trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei, insbesondere während und nach intensiver körperlicher Anstrengung;
- Trägt zur Verringerung körperlicher und geistiger Ermüdung bei;
- Steigerung der Aufnahme von pflanzlichem Nicht-Häm-Eisen;
- Trägt zur normalen Kollagenbildung in Haut, Blutgefäßen, Zahnfleisch, Knochen und Knorpel bei;
- Antioxidative Wirkung durch den Schutz der Zellen vor oxidativem Stress;
- Regeneration der reduzierten Form von Vitamin E.
Warum ist dieses Vitamin C besser verwertbar?
Das natürliche Vitamin C aus der Acerola wird von einem natürlichen Komplex aus Cofaktoren begleitet: Bioflavonoide, Polyphenole, B-Vitamine und Mineralstoffe. Diese Moleküle erhöhen die Bioverfügbarkeit von Ascorbinsäure und verlängern ihre Halbwertszeit im Körper im Vergleich zu isoliertem synthetischem Vitamin C. Auch die Verträglichkeit ist besser, insbesondere für Menschen mit einem empfindlichen Magen oder einer Neigung zu Übersäuerung, die synthetische Ascorbinsäure schlecht vertragen. Das unterscheidet die Acerola von einer einfachen Vitamin-C-Tablette aus der Apotheke.
Stärkt man damit wirklich die Immunabwehr im Winter?
Ja, vorausgesetzt, man hält sich an eine angemessene Dosierung. Vitamin C „heilt“ zwar keine Erkältung, trägt aber zur normalen Funktion der Abwehrkräfte bei, insbesondere in Zeiten von Stress, Überlastung, sportlicher Höchstleistung oder bei starker Kälte. Eine Acerola-Kur mit 250 bis 500 mg Vitamin C pro Tag über einen Zeitraum von 3 bis 4 Wochen unterstützt die Immunabwehr wirksam, insbesondere in Kombination mit anderen HNO-Pflanzen.
Wie fördert es die Eisenaufnahme?
Vitamin C reduziert Eisen(III) (Fe³⁺) zu Eisen(II) (Fe²⁺), einer Form, die von den Enterozyten direkt aufgenommen werden kann. Diese Eigenschaft macht es zu einem unverzichtbaren Cofaktor bei Kuren mit pflanzlichem Eisen, insbesondere bei Vegetariern und Veganern oder bei einer unzureichenden Zufuhr. Idealerweise sollte Acerola gleichzeitig mit einem Lebensmittel eingenommen werden, das reich an nicht-hämischem Eisen ist (Hülsenfrüchte, grünes Gemüse, Vollkorngetreide), oder mit einem Eisenpräparat, wobei Hemmstoffe (Tee, Kaffee, Kalzium) im gleichen Zeitfenster vermieden werden sollten.
Wie wird es in der richtigen Dosierung angewendet?
Die Darreichungsformen decken alle Anwendungsbereiche ab:
- Konzentriertes Pulver mit mindestens 17 % Vitamin C: 1 bis 2 g täglich in Joghurt, Smoothie oder Saft;
- Kautabletten: die praktischste Form, Dosierung in der Regel 500 bis 1000 mg Pulver pro Tablette;
- Kapseln für Personen, die empfindlich auf den säuerlichen Geschmack reagieren;
- Säfte oder Nektare: ungesüßt und aus biologischem Anbau wählen;
- Typische Dosierung: 80 bis 500 mg Vitamin C pro Tag, vorzugsweise morgens (belebende Wirkung);
- Kur: 3 bis 4 Wochen bei körperlicher Belastung, im Winter, während der Genesung oder bei saisonaler Müdigkeit.
Welche Vorsichtsmaßnahmen sind bei Acerola zu beachten?
- Ohne ärztlichen Rat sollten langfristig nicht mehr als 1000 mg Vitamin C pro Tag eingenommen werden (obere Sicherheitsgrenze der EFSA);
- Vorgeschichte von Oxalatsteinen oder Hyperoxalurie: Vorsicht bei hohen Dosierungen;
- Eisenüberladungserkrankungen (Hämochromatose): ärztliche Beratung unerlässlich (Vitamin C erhöht die Eisenaufnahme);
- Schwere Niereninsuffizienz: ärztliche Beratung vor Beginn einer Kur;
- Vorsicht bei Behandlung mit Antikoagulanzien (bei sehr hohen Dosen);
- Mögliche Nebenwirkungen bei hoher Dosierung: Verdauungsstörungen, Durchfall, Blähungen;
- Späte Einnahme: Bei Personen, die empfindlich auf die anregende Wirkung reagieren, sollte die Einnahme am Abend vermieden werden;
- Bei den empfohlenen Dosierungen ist die Verträglichkeit in der Regel ausgezeichnet.
Welche Pflanzen lassen sich mit Acerola kombinieren?
Immunstärkende und tonisierende Synergien verstärken die Wirkung:
- Echinacea als Immun-Intensivkur zu Beginn einer Wintererkrankung;
- Propolis bei gereizten HNO-Bereichen;
- Schwarze Johannisbeere und Hagebutte zur Erhöhung der Zufuhr von natürlichem Vitamin C;
- Sanddorn zur Ergänzung mit Omega-7-Fettsäuren und Carotinoiden;
- Gelée Royale und Ginseng zur Unterstützung einer nachhaltigen Vitalität während der Genesung;
- Holunder bei Neigung zu wiederkehrenden winterlichen Virusinfektionen.