Warum sind die Fersen besonders anfällig für Hautprobleme?
Die Ferse ist der Bereich des Fußes, der beim Gehen und Stehen dem stärksten Druck und der größten Reibung ausgesetzt ist. Als Reaktion auf diese chronische mechanische Belastung ist die Haut dort von Natur aus dicker (verdickte Hornschicht). Ohne regelmäßige Pflege gerät diese Verhornung außer Kontrolle: Die Haut verdickt sich übermäßig, trocknet aus und reißt schließlich auf. Fußpflegeprodukte finden Sie in der Fußpflegeserie und spezielle Cremes in der Serie für trockene Füße.
- Plantar-Keratose und Hornhaut: lokale Verdickung der Hornschicht als Reaktion auf Druck und Reibung – die Hornhaut an den Fersen ist die dickste am ganzen Körper – verschlimmernde Faktoren: Übergewicht, langes Stehen, schlecht sitzende Schuhe (zu eng oder ohne Fersenschutz), Barfußlaufen auf harten Oberflächen
- Trockene und rissige Fersen: Die stark beanspruchte Fersenhaut verfügt zudem über wenige Talgdrüsen – sie trocknet leichter aus als der Rest des Körpers – Kälte, trockene Luft und zu heiße Fußbäder beschleunigen diese Austrocknung – siehe Pflege bei rissigen Fersen
- Blasen und Reibungsstellen: entstehen durch das Aufbrechen der oberen Hautschichten infolge wiederholter Reibung – Tragen neuer Schuhe ohne Einlaufphase, Fehlen von Socken, intensive sportliche Betätigung
- Fersenschmerzen: Die Plantarfasziitis (Entzündung der Plantarfaszie) verursacht Schmerzen an der Unterseite der Ferse, die beim Aufstehen nach einer Ruhephase am stärksten sind – nicht zu verwechseln mit „heißen Füßen“ (diffuses Brennen)
Welche Wirkstoffe und Pflegeprodukte eignen sich für die tägliche Pflege der Fersen?
- Harnstoff (10–40 %): der Standard unter den Keratolytika und Feuchthaltemitteln für die Füße – bei 10–20 %: spendet täglich Feuchtigkeit und macht die Plantarhyperkeratose geschmeidig – bei 30–40 %: intensive Keratolyse von dicken Hornhautstellen in einer Kurzzeitkur (1 bis 2 Wochen) – abends auftragen und mit einer Baumwollsocke abdecken, um das Eindringen zu maximieren
- Salicylsäure (5–20 %): lipophile Keratolyse — macht hyperkeratotische Bereiche weich, die gegenüber Harnstoff allein resistent sind — wirksam bei Hühneraugen und Hornhaut — nur lokal auf die verdickte Stelle auftragen, dabei die umgebende gesunde Haut schützen
- Sheabutter: tiefgehend pflegend – Vitamine A und E in den unverseifbaren Bestandteilen – bildet einen okklusiven Film, der die Feuchtigkeit in den Hornschichten der Ferse bindet – als Nachtpflege in einer dicken Schicht unter einer Baumwollsocke auftragen
- Aloe-Vera-Gel und Kokosöl: leichte Feuchtigkeitspflege nach dem Fußbad — Aloe Vera (beruhigend und feuchtigkeitsspendend als Tagespflege) — Kokosöl (okklusiver Schutzfilm bei leichten Rissen)
- Mechanisches Peeling: Elektrische Fußfeile oder Bimsstein auf leicht feuchter Haut anwenden (nach einem 10-minütigen lauwarmem Fußbad) – 1 bis 2 Mal pro Woche – niemals auf trockener Haut oder bei tiefen Rissen anwenden – Sortiment an elektrischen Fußfeilen
Welche Fußpflege-Routine sorgt für gesunde Fersen?
- Tägliche Routine: lauwarmes Fußbad (nicht zu heiß – 5 bis 10 Min.) — sorgfältiges Abtrocknen der Zehenzwischenräume und der Ferse — Auftragen einer Creme mit 10–20 % Harnstoff oder eines pflegenden Balsams auf die trockene und leicht feuchte Ferse — nach dem Auftragen Baumwoll- oder Bambussocken tragen, um die Aufnahme zu optimieren
- Wöchentliche Routine: sanftes mechanisches Peeling an den verhornten Stellen — Maske mit Sheabutter oder Kokosöl über Nacht unter einer Socke — Überprüfung auf Risse (Behandlung durch einen Podologen, wenn diese tief oder blutend sind)
- Geeignete Schuhe: Schuhe mit ausreichender Fußbettung (Fußgewölbe und Fersenpolster) – Schuhe mit steifer, flacher Sohle (Plantarfasziitis) sowie Schuhe mit sehr hohen Absätzen vermeiden (Druckungleichgewicht) – Risse an den Fersen werden durch Sandalen mit flacher Sohle ohne Schutz am Fersenrand verschlimmert
- Suchen Sie einen Fußpfleger/Podologen auf bei: sehr dicken, behandlungsresistenten Hornhautstellen — tiefen, blutenden Rissen — anhaltenden Fersenschmerzen — Diabetes (regelmäßige podologische Untersuchung obligatorisch)