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Zahnveneers: Wie wählt man sie aus, wie werden sie eingesetzt und wie pflegt man sie?

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Was ist ein Zahnveneer und wozu dient es?

Ein Zahnveneer ist eine dünne Schale, die auf die sichtbare Seite eines Zahns geklebt wird, um dessen Aussehen – Farbe, Form, Größe oder Struktur – zu verändern, ohne den Zahn zu ersetzen (im Gegensatz zu einer Brücke odereinem Implantat). Sie eignet sich für vorhandene, aber unansehnliche Zähne: hartnäckige, nicht durch Bleaching entfernbare Verfärbungen, abgebrochene Stellen, leicht fehlstehende Zähne oder störende Zahnlücken. Zwei Materialien dominieren – Porzellan (Feldspatkeramik oder e.max) und Komposit. Die Wahl zwischen den beiden bestimmt die Haltbarkeit, die Ästhetik und die Kosten. Jedes Anbringen einer Verblendung ist ein irreversibler Eingriff, der von einem Zahnarzt durchgeführt wird – eine umfassende zahnärztliche Untersuchung ist vor der Entscheidung unerlässlich. Produktezur Mundhygiene zum Schutz der Verblendungen sind im Shop erhältlich.

  • Porzellan (Keramik): Dicke 0,3–0,7 mm – erfordert das Abschleifen des Zahnschmelzes (irreversible Präparation von 0,3 bis 0,5 mm) – außergewöhnliche Ästhetik (Transluzenz ähnlich wie bei natürlichem Zahnschmelz) — maximale Fleckenbeständigkeit — Lebensdauer 10 bis 20 Jahre — hohe Kosten (600–1.500 € pro Zahn, je nach Technologie)
  • Komposit: ohne Abschleifen oder mit minimaler Präparation (No-Prep-Technik) — direkte Anbringung in der Praxis in einer Sitzung — kostengünstiger (200–600 € pro Zahn) — Lebensdauer 5 bis 8 Jahre — anfälliger für Verfärbungen (Kaffee, Tee, Tabak) — bei Absplitterungen direkt vom Zahnarzt reparierbar — vorübergehende oder konservierende Lösung
  • Ultradünne Veneers (No-Prep): ultradünne Keramik-Veneers (0,1–0,3 mm) – ohne oder mit minimaler Präparation – angezeigt, wenn ausreichend Zahnschmelz vorhanden ist – maximaler Erhalt des Zahngewebes – selektive Technik (nicht für alle Fälle geeignet)

Wie läuft das Anbringen von Porzellan-Veneers ab?

  • Erstuntersuchung: Röntgenaufnahmen + parodontale Untersuchung – Veneers sind kontraindiziert bei aktiver Karies, unbehandelter Gingivitis, Parodontitis oder unbehandeltem Bruxismus – ästhetische Simulation (Mock-up aus provisorischem Kunststoff), um das Ergebnis vor der Präparation zu visualisieren
  • Zahnpräparation: minimale Abtragung der vestibulären Fläche (0,3–0,5 mm Zahnschmelz) unter Lokalanästhesie — irreversibel — optischer Abdruck (Intraoralscanner) oder konventioneller Abdruck, der an das Prothetiklabor gesendet wird — Einsetzen von provisorischen Veneers aus Kunststoff für 2 bis 3 Wochen (Funktions- und Ästhetiktest)
  • Endgültige Befestigung: Anpassung der Veneers an die Zähne (Überprüfung von Farbe, Form und Okklusion) — Säureätzung des Zahnschmelzes + Auftragen von Silan (Haftung zwischen Porzellan und Zahnschmelz) + lichthärtendes Befestigungskomposit — sofortiges und endgültiges Ergebnis — vorübergehende leichte Empfindlichkeit für 48–72 Stunden möglich
  • Komposit-Verfahren (1 Sitzung): direkte Formgebung des Kunststoffs auf dem Zahn durch Schichtung — schichtweise Lichthärtung — Ausarbeitung und Polieren — sofortiges Ergebnis ohne Labor

Wie lange halten die Veneers und wie sind sie zu pflegen?

  • Lebensdauer und einschränkende Faktoren: Porzellan 10–20 Jahre (oder sogar länger bei perfekter Mundhygiene und ohne Bruxismus) – Komposit 5–8 Jahre – die Hauptrisiken: Bruch (direkter Schlag, Bruxismus, sehr harte Lebensmittel), Ablösung (mangelhafte Mundhygiene, Feuchtigkeit beim Verkleben), Verfärbungen an den Rändern (Komposit)
  • Bruxismus – relative Kontraindikation: Nächtliches Zähneknirschen erzeugt übermäßige Okklusionskräfte → hohes Bruchrisiko der Veneers – eine nächtliche Aufbissschiene ist bei Bruxismus-Patienten, die Veneers wünschen, unerlässlich — Die Behandlung des Bruxismus (Aufbissschiene + Stressbewältigung) muss vor dem Einsetzen erfolgen
  • Tägliche Pflege: zweimal täglich sanftes Zähneputzen — keine abrasiven Zahnpasten verwenden (Zahnaufhellung mit Aktivkohle, Natron) auf den Kompositfüllungen — Zahnseide oder Interdentalbürste einmal täglich — das Zerkauen sehr harter Lebensmittel mit den mit Veneers versehene Frontzähnen vermeiden (Baguette, Knochen) — Verfärbung der Kompositfüllungen: Kaffee, Tee, Rotwein, Tabak beschleunigen die Verfärbung an den Rändern
  • Professionelle Nachsorge: zahnärztliche Kontrolle einmal jährlich — Polieren der Kompositverblendungen in der Praxis möglich (gibt den Glanz zurück) — Porzellanverblendungen lassen sich nicht identisch nachpolieren — manuelle Zahnsteinentfernung (kein Ultraschall direkt auf den Verblendungen — Gefahr des Ablösens)

Was sind die Alternativen und Grenzen von Zahnveneers?

  • Professionelle Zahnaufhellung: Behandlung leichter bis mäßiger intrinsischer Verfärbungen – nicht-invasiv – kostengünstiger – vorübergehende Ergebnisse (1 bis 3 Jahre) – bei isolierter Dyschromie vor dem Einsetzen von Veneers auszuprobieren
  • Zahnkronen: bedecken die gesamte Zahnoberfläche (360°) – angezeigt, wenn der Zahn geschwächt ist (behandelte große Karies, devitalisierter Zahn, Zahnfraktur) – aggressivere Präparation als bei Veneers – siehe Seite „Zahnchirurgie“
  • Kieferorthopädie (Zahnspangen, Aligner): bei Zahnfehlstellungen — korrigiert die Zahnstellung, ohne die Zahnstruktur zu verändern — Behandlungsdauer 12 bis 24 Monate — Zahnspangen und Zubehör sind im Shop erhältlich
  • Einschränkungen und Kontraindikationen: unbehandelter Bruxismus — aktive Karies oder Gingivitis — unzureichender Zahnschmelz (bereits stark restaurierte Zähne) – unrealistische Erwartungen des Patienten (Veneers können einen schweren Zahnfehlbiss nicht korrigieren) – die Backenzähne (Molaren, Prämolaren) eignen sich nicht für ästhetische Veneers