Was ist eine Tracheitis und wie äußert sie sich?
Eine Tracheitis ist eine Entzündung der Luftröhre – des knorpeligen Kanals, der den Kehlkopf mit den Bronchien verbindet. Sie unterscheidet sich von einer Laryngitis (Entzündung des Kehlkopfes und der Stimmbänder – vorwiegend heisere Stimme) durch einen tieferen, trockenen Husten, einem Engegefühl oder Brennen in der Luftröhre und manchmal Schmerzen hinter dem Brustbein (retrosternal) bei tiefem Einatmen. Naturprodukte gegen Winterbeschwerden und trockenen Husten sind im Shop erhältlich.
- Akute virale Tracheitis: die häufigste Form – Rhinovirus, Parainfluenzavirus, Influenza, RS-Virus – oft im Zusammenhang mit einer Erkältung oder Grippe – tiefer, trockener Husten, Engegefühl in der Luftröhre, leichtes Fieber, leicht heisere Stimme – spontane Besserung innerhalb von 7 bis 14 Tagen – Antibiotika sind unnötig
- Bakterielle (pseudomembranöse) Tracheitis: selten, aber schwerwiegend — hauptsächlich Staphylococcus aureus — betrifft vor allem Kinder im Alter von 6 Monaten bis 8 Jahren — plötzlicher Beginn, hohes Fieber, Atemnot, Stridor (Einatmungsgeräusch) — pädiatrischer Notfall, der eine stationäre Aufnahme und eine intravenöse Antibiotikatherapie erfordert
- Reizungsbedingte Tracheitis: Tabakrauch (chronische Reizung der Trachealschleimhaut) – Luftverschmutzung – Industriestaub – Einatmen von Chemikalien – gastroösophagealer Reflux (Säure auf der subglottischen und trachealen Schleimhaut)
- Unterscheidung zwischen Tracheitis, Laryngitis und Bronchitis: Tracheitis (Luftröhre – tiefer, trockener Husten, Schmerzen hinter dem Brustbein, mäßiges Fieber) – Laryngitis (Kehlkopf – heisere Stimme, Stimmverlust, trockener Husten im oberen Bereich) – Bronchitis (Bronchien – oft produktiver Husten, Auswurf, Engegefühl in der Brust)
Wie lässt sich eine Tracheitis wirksam lindern und behandeln?
Eine virale Tracheitis heilt spontan ab, wobei symptomatische Maßnahmen ergriffen werden sollten. Eine intensive Flüssigkeitszufuhr (1,5 bis 2 l/Tag lauwarme oder heiße Getränke) befeuchtet die Trachealschleimhaut und lindert die Reizung. Bei Stimmbeeinträchtigung wird eine Stimmruhe empfohlen. Dampfinhalationen (10 Minuten, 2- bis 3-mal täglich) befeuchten die Trachealschleimhaut direkt und lindern den trockenen, tiefen Husten.
- Lindernde Naturheilmittel: Honig (1 bis 2 Teelöffel pur oder in lauwarmem Kräutertee – wirkt lindernd auf die Schleimhaut von Rachen und Luftröhre – leichte antibakterielle Eigenschaften – vor dem 1. Lebensjahr kontraindiziert) — Thymian als Aufguss (Thymol wirkt antiseptisch auf die Atemwege und krampflösend auf die Bronchien – verringert die Häufigkeit von Hustenanfällen) — Eukalyptus zum Inhalieren (1,8-Cineol wirkt abschwellend und entzündungshemmend auf die Schleimhäute der Atemwege) — Propolis-Lutschtabletten (bilden einen Schutzfilm auf der Schleimhaut + antivirale Wirkung)
- Hustenmittel bei stark beeinträchtigendem trockenem Husten: Dextromethorphan (zentral wirkend – verringert die Empfindlichkeit des Hustenreflexes) – nur bei unproduktivem und kräftezehrendem Husten – niemals zusammen mit einem Schleimlöser anwenden – vor der Anwendung bei Kindern stets die pädiatrische Zulassung prüfen
- Entzündungshemmer: Ibuprofen (Schmerzen hinter dem Brustbein und Fieber – kontraindiziert während der Schwangerschaft und bei Kindern unter 3 Monaten) – Paracetamol (Mittel der ersten Wahl – alle Altersgruppen) — Orale Kortikosteroide werden manchmal bei schweren, nicht bakteriellen entzündlichen Tracheitiden verschrieben
- Rauchen und Tracheitis: Rauchen reizt chronisch die Trachealschleimhaut, senkt die Entzündungsschwelle und verlangsamt die Heilung – ein Rauchstopp während des akuten Schubs und idealerweise dauerhaft verbessert die Reaktion der Schleimhaut deutlich
Ansteckungsgefahr, Kinder und Vorbeugung der Tracheitis
Die virale Tracheitis ist ansteckend – die verantwortlichen Viren (Rhinovirus, Influenza, Parainfluenza) werden über Tröpfcheninfektion und indirekten Kontakt übertragen. Die Ansteckungszeit reicht von 24 Stunden vor dem Auftreten der Symptome bis zu 5 Tage danach. Die üblichen Schutzmaßnahmen (Händewaschen, Einwegtaschentücher, Lüften) verringern die Übertragung.
- Kinder und Tracheitis: Kleinkinder sind stärker gefährdet – aufgrund ihres noch nicht voll entwickelten Immunsystems und häufiger Kontakte in Gemeinschaftseinrichtungen – bei Säuglingen muss bei jedem Stridor (abnormales Atemgeräusch), jeder intensive bellende Husten mit hohem Fieber oder jede Atemnot muss zu einer sofortigen ärztlichen Untersuchung führen – eine bakterielle Tracheitis (selten) kann schnell zu einer Trachealobstruktion führen
- Prävention: Häufiges Händewaschen (20 Sekunden mit Seife oder Handdesinfektionsmittel) – Einwegtaschentücher – Regelmäßiges Lüften der Räume (15 Minuten, zweimal täglich) — jährliche Grippeimpfung (verringert das Risiko einer durch die Grippe verursachten Tracheitis) — Raucherentwöhnung — Vermeidung von Umweltreizstoffen (Schadstoffe, flüchtige Chemikalien) — Befeuchtung der Raumluft (40–60 %)
- Impfung und bakterielle Tracheitis: Der Impfstoff gegen Haemophilus influenzae Typ b (Hib) hat Epiglottitis und bestimmte Formen der bakteriellen Laryngotracheitis erheblich reduziert – im Impfplan ab dem 2. Lebensmonat vorgesehen