Wie lässt sich ein Hustenanfall schnell lindern?

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Was ist ein Hustenanfall und was sind die Ursachen dafür?

Ein Hustenanfall ist eine Reihe von kräftigen, ununterbrochenen Ausatmungen, die oft kräftezehrend und schwer zu kontrollieren sind. Er unterscheidet sich vom vereinzelten Husten durch seinen paroxysmalen Charakter – ein Anfall kann 30 Sekunden bis zu mehreren Minuten dauern und führt manchmal dazu, dass die betroffene Person außer Atem gerät und ein charakteristisches pfeifendes Einatmen aufweist („Hahnenschrei“ bei Keuchhusten). Naturheilmittel gegen Husten, trockenen Husten und produktiven Husten sind im Shop erhältlich.

  • Keuchhusten (Bordetella pertussis): klassische Ursache für paroxysmale Hustenanfälle – charakteristische nächtliche Anfälle mit pfeifendem Einatmen – Erbrechen nach dem Anfall – kann auch nicht nachgeimpfte Erwachsene betreffen (abnehmende Impfimmunität nach 10 Jahren) – Diagnose mittels nasopharyngealer PCR – eine Antibiotikabehandlung (Azithromycin) verringert die Ansteckungsgefahr, nicht jedoch die bereits aufgetretenen Symptome
  • Asthma: Hustenanfälle, oft nachts oder ausgelöst durch Anstrengung, Kälte oder Allergene – trockener, pfeifender Husten – bronchodilatierende Behandlung (Salbutamol) bei Anfällen – Basistherapie (inhalative Kortikosteroide) bei anhaltendem Asthma
  • Atemwegsinfektionen: akute virale Bronchitis – Schnupfen mit Reizung der Luftröhre – Grippe – der Husten kann noch 2 bis 4 Wochen nach der Infektion anhalten (vorübergehende bronchiale Hyperreaktivität)
  • Allergien und Reizstoffe: Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Tabakrauch, chemische Dämpfe, kalte und trockene Luft – die kalte und trockene Winterluft reizt direkt die Bronchialschleimhäute – feuchte Umgebungen begünstigen das Vorkommen von auslösenden Hausstaubmilben und Schimmelpilzen
  • Gastroösophagealer Reflux (GERD): Aufsteigende Säure reizt Kehlkopf und Luftröhre – häufig nächtliche oder nach dem Essen auftretende Hustenanfälle – ohne Auswurf oder Fieber – zu berücksichtigen bei anhaltenden Hustenanfällen ohne offensichtliche respiratorische Ursache

Wie lässt sich ein Hustenanfall schnell lindern?

Flüssigkeitszufuhr ist die erste Maßnahme bei einem Hustenanfall – das Trinken von lauwarmem Wasser in kleinen Schlucken befeuchtet die Schleimhäute und unterbricht manchmal den Anfall. Eine leicht nach vorne geneigte Sitzposition erleichtert das Abhusten und verringert die Spannung des Zwerchfells. Bei trockenem, reizendem Husten kann ein zentral wirksames Hustenmittel (Dextromethorphan, Codein auf Rezept) die Häufigkeit der Hustenanfälle verringern – niemals in Kombination mit einem schleimlösenden Mittel (kontraproduktive Kombinationen). Bei produktivem Husten erleichtern schleimlösende und mukolytische Mittel den Abtransport des Schleims.

  • Wirksame Naturheilmittel: Honig (1 bis 2 Teelöffel pur oder in einem lauwarmen Kräutertee – nachgewiesene beruhigende Wirkung auf die Tracheobronchialschleimhaut, in einigen pädiatrischen Studien mit Dextromethorphan vergleichbare Wirksamkeit – vor dem 1. Lebensjahr kontraindiziert) — Eukalyptus zur Inhalation (Cineol – wirkt entzündungshemmend auf die Bronchien und leicht bronchienerweiternd) — Zitrone und Ingwer als heißer Aufguss (natürliche entzündungshemmende Mittel für die Atemwege)
  • Luftbefeuchtung: Luftbefeuchter im Schlafzimmer (40–60 % Luftfeuchtigkeit) – Inhalation von Wasserdampf 10 Minuten lang 2 bis 3 Mal täglich – die trockene Luft der Zentralheizung verschlimmert die Bronchialreizung und verlängert die Hustenanfälle
  • Atemübungen: Technik der langsamen Bauchatmung (4 Sekunden lang durch die Nase einatmen, 2 Sekunden lang anhalten, 6 Sekunden lang langsam durch den Mund ausatmen) – kann Hustenanfälle unterbrechen oder deren Abfolge verlangsamen – „Huff-Cough“-Technik (kontrolliertes, forciertes Ausatmen ohne Schließung der Stimmritze), um den Schleim abzutransportieren, ohne neue Hustenanfälle auszulösen – von Atemphysiotherapeuten empfohlen
  • Stress und Hustenanfälle: Stress erhöht die Empfindlichkeit der Atemwege und kann Hustenanfälle auslösen oder verschlimmern – Entspannungstechniken (Herz-Kohärenz, Sophrologie) als Ergänzung zur Behandlung der Ursache

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen und wie lassen sich wiederkehrende Hustenanfälle vorbeugen?

Ein vereinzelter Hustenanfall im Zusammenhang mit einer Erkältung erfordert keinen Arztbesuch. Bestimmte Krankheitsbilder erfordern jedoch eine ärztliche Untersuchung: Hustenanfälle, die länger als 3 Wochen anhalten, kräftezehrende nächtliche Hustenanfälle mit pfeifendem Einatmen (Keuchhusten muss ausgeschlossen werden), Hustenanfälle, die mit Atembeschwerden, blutigem Auswurf oder anhaltendem hohem Fieber einhergehen.

  • Warnzeichen: paroxysmale nächtliche Hustenanfälle mit pfeifendem Einatmen — Erbrechen nach den Hustenanfällen (Keuchhusten) — blutiger Auswurf — anhaltendes Fieber > 38,5 °C — Atemnot in Ruhe — Zyanose (bläuliche Lippen) – bei Kindern unter 1 Jahr: Jeder schwere Hustenanfall erfordert eine stationäre Aufnahme
  • Prävention: Auffrischungsimpfung (Keuchhusten – alle zehn Jahre empfohlene Auffrischungsimpfung bei Erwachsenen, Auffrischungsimpfung bei Schwangeren im 2. Trimester zum Schutz des Neugeborenen) — jährliche Grippeimpfung — Raucherentwöhnung — Vermeidung identifizierter Allergene — Behandlung des EGOS, falls dies die Ursache ist — Tragen einer Maske in staubiger oder verschmutzter Umgebung
  • Chronischer Husten und COPD: Bei Rauchern oder ehemaligen Rauchern mit wiederholtem morgendlichem Husten kann eine Spirometrie eine COPD diagnostizieren — bei Husten im Zusammenhang mit COPD helfen regelmäßige Atemphysiotherapie und Langzeit-Bronchodilatatoren