Was ist eine Grippe und wie unterscheidet man sie von einer grippalen Infektion?
Die Grippe ist eine akute Atemwegsinfektion, die durch Influenza-A- oder -B-Viren verursacht wird – Viren, die sich stark von den Rhinoviren unterscheiden, die eine Erkältung auslösen. Diese Unterscheidung ist wichtig, da die Grippe bei geschwächten Personen zu schwerwiegenden Komplikationen führen kann, während ein grippaler Infekt (eine Infektion durch andere Atemwegsviren) in der Regel harmlos verläuft. Naturprodukte gegen Winterbeschwerden und Atemwegserkrankungen sind im Shop erhältlich.
Das charakteristische Merkmal einer echten Grippe ist ihr plötzlicher Beginn: Eine Person kann sich morgens noch vollkommen wohlfühlen und abends bereits mit 39–40 °C Fieber bettlägerig sein. Dieser „blitzartige“ Beginn mit hohem Fieber, starkem Schüttelfrost, Myalgien (Muskelschmerzen) und Kopfschmerzen ist charakteristisch für die Influenza. Eine Erkältung/ein Schnupfen entwickelt sich allmählich über 1 bis 2 Tage hinweg mit vorwiegend nasalen Symptomen und wenig oder gar keinem Fieber.
- Symptome der Grippe: plötzliches hohes Fieber (39–40 °C) — starkes Frieren — Myalgien (diffuse Muskelschmerzen) — Kopfschmerzen — starke, lähmende Müdigkeit — trockener Husten — mäßige Nasenverstopfung (weniger ausgeprägt als bei einer Erkältung) — Appetitlosigkeit
- Unterscheidung zwischen Grippe, Schnupfen und COVID: Schnupfen (schleichend, nasale Symptome, kein oder nur leichtes Fieber) — Grippe (plötzlich, hohes Fieber, Myalgien, starke Erschöpfung) — COVID-19 (variabel, kann Geruchs- und Geschmacksverlust sowie gastrointestinale Symptome umfassen, unvorhersehlicher Verlauf — im Zweifelsfall wird ein diagnostischer Test empfohlen)
- Dauer: akute Phase 5 bis 7 Tage – Fieber 3 bis 4 Tage – Müdigkeit und Husten können 2 bis 3 Wochen anhalten – anhaltende starke Müdigkeit nach 3 Wochen sollte Anlass zu einem Arztbesuch geben
- Übertragung: Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen) und indirekter Kontakt — sehr ansteckend in den 24 Stunden vor Auftreten der Symptome sowie in den ersten 5 bis 7 Tagen — saisonale Häufung: Oktober bis März im französischen Mutterland
Wie behandelt man die Grippe und wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Es gibt keine Heilbehandlung gegen die Grippe, die zur Selbstmedikation erhältlich ist. Die Behandlung basiert auf Ruhe, ausreichender Flüssigkeitszufuhr (1,5 bis 2 l/Tag – Fieber erhöht den Flüssigkeitsbedarf) sowie fiebersenkenden und schmerzstillenden Mitteln (Paracetamol als Mittel der ersten Wahl, Ibuprofen mit Vorsicht). Antibiotika sind gegen Influenzaviren unwirksam – ihre Verschreibung ist nur dann gerechtfertigt, wenn eine bakterielle Superinfektion (Lungenentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung, Mittelohrentzündung) bestätigt ist. Antivirale Medikamente (Oseltamivir – Tamiflu) sind Patienten mit Komplikationsrisiko vorbehalten und müssen innerhalb von 48 Stunden nach Auftreten der Symptome verabreicht werden.
- Ergänzende Naturheilmittel: Honig in lauwarmem Kräutertee (lindert Halsschmerzen und Husten) – Vitamin C (stärkt das Immunsystem) – Zink (bei frühzeitiger Einnahme verkürzt es die Dauer der Atemwegsbeschwerden) – Gemüse- oder Hühnerbrühe (Flüssigkeitszufuhr + Elektrolyte + wohltuend) – Ingwer-Honig-Tee (entzündungshemmend)
- Ernährung während einer Grippe: bevorzugen Sie leicht verdauliche Speisen — vitamin-C-reiche Früchte (Orangen, Kiwis) — Suppen und Brühen — vermeiden Sie fettige oder stark gewürzte Speisen — der Appetit ist oft vermindert, zwingen Sie sich nicht zum Essen — die Flüssigkeitszufuhr hat Vorrang vor der Ernährung
- Alarmsignale, bei denen ein Arzt aufgesucht werden muss: Fieber > 40 °C oder Fieberanstieg nach einer Besserung — Atembeschwerden oder Kurzatmigkeit — Brustschmerzen — Verwirrtheit oder ungewöhnliche Schläfrigkeit — fehlender Urin (schwere Dehydrierung) – bläuliche Lippen oder Fingernägel – bei Säuglingen: jegliches Fieber, Verweigerung der Nahrungsaufnahme
- Personen mit erhöhtem Komplikationsrisiko: > 65 Jahre — Säuglinge < 6 Monate — Schwangere — übergewichtige Personen — Personen mit COPD, Asthma, Diabetes, Herz- oder Niereninsuffizienz, Immunschwäche — bei den ersten Symptomen einen Arzt aufsuchen
Wie lässt sich einer Grippe vorbeugen und die Ansteckungsgefahr begrenzen?
Die jährliche Grippeimpfung ist die wirksamste Vorsorgemaßnahme – Influenzaviren mutieren jedes Jahr, weshalb eine jährliche Impfung erforderlich ist, die entsprechend den zirkulierenden Virusstämmen angepasst wird. Sie wird für Risikopersonen (> 65 Jahre, chronische Erkrankungen, Schwangerschaft, Angehörige der Gesundheitsberufe) empfohlen und erstattet. Die Wirksamkeit gegen eine Infektion liegt bei 40 bis 70 %, führt jedoch zu einer deutlichen Verringerung von Krankenhausaufenthalten und Todesfällen bei älteren und geschwächten Menschen.
- Hygienemaßnahmen: 20 Sekunden langes Händewaschen mit Seife oder hydroalkoholischem Gel – Einweg-Taschentücher – Tragen einer Maske bei Symptomen (zum Schutz der Mitmenschen) – regelmäßiges Lüften der Räume (zweimal täglich 15 Minuten) – Vermeidung von Menschenansammlungen während einer Epidemie, wenn man gesundheitlich geschwächt ist
- Stärkung der Immunabwehr zur Vorbeugung im Winter: ausreichend Schlaf (7 bis 9 Stunden – Schlafmangel erhöht das Infektionsrisiko) – regelmäßige moderate körperliche Aktivität – Ernährung reich an Vitamin C, Zink und Vitamin D – Umgang mit chronischem Stress
- Genesung: Allmähliche Wiederaufnahme der Aktivitäten nach Abklingen des Fiebers — keine vorzeitige Rückkehr erzwingen (Risiko eines Rückfalls und von Komplikationen) — die Müdigkeit nach einer Grippe kann 2 bis 3 Wochen andauern — Ruhe und Flüssigkeitszufuhr haben weiterhin Priorität