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Wie lässt sich ein Bronchospasmus auf natürliche Weise lindern und vorbeugen?

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Was ist ein Bronchospasmus und wie unterscheidet er sich von Asthma?

Ein Bronchospasmus ist eine plötzliche und reversible Kontraktion der glatten Muskulatur der Bronchialwand, die den Durchmesser der Atemwege verringert und eine Behinderung des Luftstroms verursacht. Es handelt sich um ein Symptom, nicht um eine Krankheit – es kann im Zusammenhang mitAsthma, COPD, einer Bronchiolitis oder isoliert auftreten. Naturprodukte für ein angenehmes Atmen sind im Sortiment „Atemwege“ erhältlich.

  • Wirkmechanismus: Die glatte Bronchialmuskulatur zieht sich unter dem Einfluss von Entzündungsmediatoren (Histamin, Leukotriene, Prostaglandine) zusammen, die von Mastzellen und Eosinophilen freigesetzt werden – Allergien, Reizung, Anstrengung oder Kälte können diese Freisetzung auslösen – das Ergebnis ist eine Verengung des Bronchiendurchmessers, die den Atemwegswiderstand erhöht und ein pfeifendes Ausatmen (Wheezing) verursacht
  • Unterschied zwischen Bronchospasmus und Asthma: Asthma ist eine chronische Erkrankung, die durch eine dauerhafte bronchiale Hyperreaktivität mit einer Grundentzündung gekennzeichnet ist – der Bronchospasmus bezeichnet speziell die akute Episode einer Muskelkontraktion – ein Asthmatiker leidet unter Bronchospasmen, ein Bronchospasmus kann jedoch auch ohne zugrunde liegendes Asthma auftreten (Belastung, Infektion, ototoxische Medikamente, Anästhesie)
  • Symptome: pfeifendes Ausatmen (Wheezing) – Engegefühl in der Brust – trockener Husten – Dyspnoe (Atembeschwerden) – verlängerte Ausatmung – in schweren Fällen: Einziehen der Zwischenrippen, Zyanose, Unfähigkeit zu sprechen
  • Ursachen und Auslöser: Allergene (Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare) — Reizstoffe (Tabakrauch, Luftverschmutzung, Parfüm) – intensive körperliche Anstrengung (Belastungsasthma) – kalte und trockene Luft – Atemwegsinfektionen (Rhinovirus, RS-Virus) – Medikamente (Betablocker, NSAR bei empfindlichen Personen, Aspirin) – gastroösophagealer Reflux – Stress und starke Emotionen

Behandlungen des Bronchospasmus: Medikamente und natürliche Heilmittel

Die Behandlung des Bronchospasmus zielt darauf ab, die bronchiale Muskelkontraktion schnell zu lösen (Bronchodilatation) und Rückfälle zu verhindern (Basistherapie). Kurzwirksame Beta-2-Agonisten (Salbutamol, Terbutalin) sind die Standardtherapie bei Akutattacken – sie entspannen die glatte Bronchialmuskulatur innerhalb von 5 bis 15 Minuten. Werden sie öfter als zweimal pro Woche angewendet, deutet dies auf ein unzureichend kontrolliertes Asthma hin, das eine Überprüfung der Basistherapie erforderlich macht.

  • Grundtherapiemittel: inhalative Kortikosteroide (Fluticason, Budesonid – reduzieren die Grundentzündung und die bronchiale Hyperreaktivität) – Anticholinergika (Ipratropium im Akutfall, Tiotropium als Basistherapie bei COPD) – Leukotrien-Antagonisten (Montelukast – besonders hilfreich bei belastungsbedingtem und allergischem Bronchospasmus)
  • Magnesium: intravenös verabreichtes Magnesium wird in der Notfallversorgung bei schweren Bronchospasmen eingesetzt, die nicht auf Bronchodilatatoren ansprechen – Wirkmechanismus: Kalziumantagonist, der die glatte Bronchialmuskulatur entspannt — orales Magnesium (Magnesiumbisglycinat oder Magnesiumcitrat — wird besser resorbiert) kann dazu beitragen, die grundlegende bronchiale Hyperreaktivität bei Patienten mit Magnesiummangel zu verringern — Magnesiummangel tritt bei Asthmatikern häufig auf
  • Ergänzende Naturheilmittel: Eukalyptus zur Inhalation (1,8-Cineol wirkt leicht bronchodilatierend und entzündungshemmend) – Ingwer (Gingerole hemmen die Kontraktion der glatten Bronchialmuskulatur – als Kräutertee oder Nahrungsergänzungsmittel) — Kurkuma (Curcuminoide verringern Entzündungen der Atemwege) — Atemtechniken (Yoga, Herzkohärenz – Entspannung der Bronchialmuskulatur und Reduzierung von auslösendem Stress)
  • Luftbefeuchtung: Luftfeuchtigkeit bei 40–60 % halten — trockene Luft begünstigt Bronchialreizungen und senkt die Schwelle für Bronchospasmen — Inhalationen mit lauwarmem Dampf (10 Minuten, 2–3 Mal täglich) befeuchten die Schleimhäute direkt und lindern die Bronchokonstriktion

Bronchospasmus bei Kindern, Sport und Prävention

Kinder sind besonders anfällig für Bronchospasmen, da ihre Atemwege proportional enger sind – bereits eine leichte Verengung kann zu einer erheblichen Obstruktion führen. Ein pfeifendes Ausatmen bei einem Kind, insbesondere nachts oder bei Anstrengung, muss ärztlich abgeklärt werden. Die Bronchiolitis bei Säuglingen (< 2 Jahre) ist die Hauptursache für infektiöse Bronchospasmen im Kleinkindalter.

  • Kinder und Bronchospasmus: anhaltendes Pfeifen + trockener nächtlicher Husten + Atemnot bei Anstrengung – subkostale oder suprasternale Einziehung beim Säugling (Anzeichen für Atemnot) — Die Diagnose von Asthma bei Kindern unter 5 Jahren ist schwierig (Spirometrie nicht durchführbar) — Bronchodilatatoren mittels pädiatrischer Inhalationskammer (Dosieraerosol + Gesichtsmaske)
  • Sport und Bronchospasmus: Der belastungsbedingte Bronchospasmus tritt 5 bis 10 Minuten nach Beginn der Belastung oder bei deren Beendigung auf — ein schrittweises Aufwärmen von 10 bis 15 Minuten ist zwingend erforderlich — Notfall-Bronchodilatator muss mitgeführt werden — Sportarten in warmer und feuchter Luft sind zu bevorzugen (Schwimmen, Tanzen, Hallensport) – Laufen im Freien bei kaltem und trockenem Wetter ohne Schal vermeiden – Regelmäßige körperliche Betätigung verringert langfristig die Schwere der Episoden
  • Vorbeugung von Auslösern: Kontrolle des Raumklimas (milbenabweisende Bezüge, HEPA-Luftreiniger, Luftbefeuchter) — Vermeidung von aktivem und passivem Rauchen — Behandlung begleitender allergischer Rhinitis (eine unbehandelte Nase verschlimmert die bronchiale Hyperreaktivität — Konzept der „einzigen Atemwege“) — Stressbewältigung