Was ist Asthma und wie wird es diagnostiziert?
Asthma ist eine chronische Entzündungskrankheit der Bronchien, die durch eine bronchiale Hyperreaktivität gekennzeichnet ist – die Bronchien reagieren übermäßig auf Reize, die bei gesunden Menschen keine Auswirkungen haben. Diese Hyperreaktivität führt zu wiederkehrenden Episoden von Bronchospasmen, Atemnot, trockenem Husten und pfeifendem Ausatmen. In Frankreich sind 4 Millionen Menschen von Asthma betroffen – 6 % der Erwachsenen und 10 % der Kinder. Naturprodukte für ein angenehmes Atmen sind im Sortiment „Atemwege“ erhältlich.
- Spirometrie – eine zentrale Untersuchung: misst das FEV₁ (Forciertes Exspiratorisches Volumen in der ersten Sekunde) und die FVC (Forcierte Vitalkapazität) – ein FEV₁/FVC < 0,70 deutet auf eine Obstruktion hin – die Reversibilität (Verbesserung des FEV1 um ≥ 12 % nach Verabreichung eines Bronchodilatators) ist das diagnostische Kriterium für Asthma – die Variabilität der Symptome (morgens besser, nachts schlimmer) ist ebenfalls charakteristisch
- Allergisches vs. nicht-allergisches Asthma: allergisch (extrinsisch – IgE-vermittelt – Auslöser: Hausstaubmilben, Pollen, Tierhaare, Schimmelpilze – oft in Verbindung mit allergischer Rhinitis und Ekzemen – Beginn in der Kindheit) – nicht-allergisch (intrinsisch – nicht-allergene Auslöser: Atemwegsinfektionen, körperliche Anstrengung, Kälte, Stress, NSAR/Aspirin, Reflux) – gemischt (beide Formen treten gleichzeitig auf)
- Klimawandel und Asthma: Die globale Erwärmung verlängert die Pollensaisons (sie beginnen früher und dauern länger), erhöht die Pollenkonzentration, begünstigt Schimmelbildung und verschlimmert die Luftverschmutzung – Studien prognostizieren einen Anstieg der Prävalenz von allergischem Asthma um 40 bis 50 % bis zum Jahr 2050 — die Überwachung der Pollenindizes (RNSA) und der Luftqualitätsindizes (Atmo France) wird unerlässlich
- Asthma und Schlaf: Die Symptome verschlimmern sich oft nachts – Abnahme des körpereigenen Cortisols (natürliches Entzündungshemmer), Anstieg des parasympathischen Tonus (Bronchokonstriktion), Exposition gegenüber Bettmilben, gastroösophagealer Reflux in liegender Position — milbenabweisende Bezüge für Matratzen und Kissen, erhöhtes Kopfende, inhalative Kortikosteroide am Abend
Asthmabehandlung und Krisenmanagement
Die Behandlung von Asthma basiert auf der stufenweisen Einstufung (GINA – Global Initiative for Asthma) entsprechend dem erreichten Kontrollgrad. Das Ziel ist eine vollständige Kontrolle: keine Symptome tagsüber, kein nächtliches Aufwachen, keine Einschränkung der Aktivitäten, kein Bedarf an Notfall-Bronchodilatatoren. Die Basistherapie wird vierteljährlich entsprechend dem Grad der Kontrolle angepasst.
- Akutbehandlung: kurzwirksame Beta-2-Agonisten (Salbutamol – Linderung innerhalb von 5 bis 15 Minuten) — Anwendung > 2 Mal/Woche = schlecht kontrolliertes Asthma = Überprüfung der Basistherapie — orale Kortikosteroide (Prednisolon) bei schweren Exazerbationen
- Stufenweise Basistherapie (GINA): Stufe 1 (SABA nur bei Bedarf) → Stufe 2 (niedrig dosierte ICS) → Stufe 3 (mäßig dosierte ICS ODER niedrig dosierte ICS + LABA) → Stufe 4 (CSI in hoher Dosis + LABA) → Stufe 5 (Biotherapien gegen IgE, IL-5, IL-4/IL-13 bei schwerem, therapieresistentem Asthma)
- Ergänzende Naturheilmittel: Vitamin C (Antioxidans für die Bronchialschleimhäute) — Zink (Unterstützung des Immunsystems und der Schleimhautintegrität) — Magnesium (bronchialmuskelentspannend — häufiger Mangel bei Asthmatikern) — Kurkuma und Ingwer (natürliche Entzündungshemmer der Atemwege) — Vitamin D (immunmodulierend — ein Mangel steht im Zusammenhang mit schwererem Asthma) — diese Nahrungsergänzungsmittel ersetzen niemals die medizinische Behandlung
- Umfeld und Vorbeugung von Anfällen: Behandlung der damit verbundenen allergischen Rhinitis (eine unbehandelte Nasenschleimhaut verschlimmert das Asthma – gemeinsame Atemwege) — milbenabweisende Bezüge + Bettwäsche bei 60 °C waschen + HEPA-Staubsauger — Raucherentwöhnung — HEPA-Luftreiniger — jährliche Grippeimpfung
Asthma bei Kindern, Sport und Lebensqualität
Asthma bei Kindern weist Besonderheiten auf: Die spirometrische Diagnose ist vor dem 5. bis 6. Lebensjahr schwierig, virale Formen treten häufig auf (Säuglingsasthma – 3 fieberbegleitete Atemgeräusche vor dem 3. Lebensjahr), und der Krankheitsverlauf ist unvorhersehbar (50 % der Asthmaerkrankungen bei Kindern bessern sich im Jugendalter). Die pädiatrische Behandlung umfasst systematisch die therapeutische Aufklärung des Kindes und seiner Eltern sowie die Erstellung eines individuellen Betreuungsplans (PAI) für die Schule.
- Inhalationskammer für Kinder: unverzichtbar bei Kindern unter 6 Jahren (die die Inhalation nicht mit der Auslösung des Dosieraerosols koordinieren können) – Gesichtsmaske bis zum 3. Lebensjahr, danach Mundstück – wöchentlich reinigen – Vernebler sind schweren Anfällen im Krankenhaus vorbehalten
- Sport und Asthma: Schwimmen ist die am besten verträgliche Sportart (warme und feuchte Luft im Schwimmbad, kontinuierliche Belastung mit geringer Belastung – weniger bronchospastisch als Laufen an kalter Luft) — schrittweises Aufwärmen 10 bis 15 Minuten — Notfall-Bronchodilatator immer dabei — Laufen bei kaltem und trockenem Wetter ohne Schal vermeiden — regelmäßige körperliche Aktivität verbessert die Lungenkapazität und reduziert langfristig die bronchiale Hyperreaktivität
- Asthma und Lebensqualität: Unkontrolliertes Asthma schränkt Aktivitäten ein, stört den Schlaf und führt zu Fehlzeiten in Schule und Beruf – therapeutische Aufklärung (Erkennen von Verschlechterungsanzeichen, korrekte Anwendung von Inhalatoren, schriftlicher Aktionsplan) ist ebenso wirksam wie Medikamente, um die Kontrolle zu verbessern – mobile Apps zur Symptomüberwachung erleichtern das Selbstmanagement
- Bronchialer Verschluss und damit verbundene Sekrete: Behandlung durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr, bei Bedarf Mukolytika und bei schweren Formen durch Atemphysiotherapie