Ausdauer bezeichnet die Fähigkeit des Körpers, eine körperliche Anstrengung über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten. Sie basiert auf zwei physiologischen Hauptfaktoren: der maximalen aeroben Kapazität (VO₂max, d. h. die maximale Sauerstoffaufnahme der Muskeln) und der Laktatschwelle (der Intensität, ab der sich Laktat schneller ansammelt, als es abgebaut werden kann). Die VO2max ist der aussagekräftigste Indikator für die Ausdauerleistung, doch auch die Laufökonomie und die Widerstandsfähigkeit gegen zentrale Muskelermüdung spielen eine entscheidende Rolle. Diese Fähigkeiten werden durch spezifisches Training entwickelt: Lange Läufe in moderatem Tempo fördern kardiovaskuläre und metabolische Anpassungen, während Intervalle mit hoher Intensität die Laktatschwelle verschieben.
Die Ernährung im Ausdauersport wird vom Kohlenhydratmanagement bestimmt, dem bevorzugten Energieträger für aerobe Belastungen von mehr als 60 Minuten. Einige Grundprinzipien:
Dehydrierung ist einer der am besten dokumentierten limitierenden Faktoren bei Ausdauersportarten: Ein Wasserverlust von 2 % des Körpergewichts verringert die Leistungsfähigkeit um 10 bis 20 %. Elektrolyte – Natrium, Kalium, Magnesium und Chlorid – gehen über den Schweiß verloren und müssen ersetzt werden, um das intrazelluläre Flüssigkeitsgleichgewicht aufrechtzuerhalten, Krämpfen vorzubeugen und die Muskelkontraktilität zu unterstützen. Natrium ist der wichtigste Elektrolyt bei Langzeitausdauerleistungen (> 2 Stunden): Fehlt es in den Verpflegungsstationen, kann dies zu einer verdünnungsbedingten Hyponatriämie führen, einem medizinischen Notfall, der manchmal bei Marathons beobachtet wird. Ausgewogene isotonische Getränke mit einem ausgewogenen Glukose- und Salzgehalt sind der Maßstab.
Für mehrere Nahrungsergänzungsmittel gibt es fundierte wissenschaftliche Belege im Ausdauersport:
Schlaf ist für Ausdauersportler besonders entscheidend. Während der Tiefschlafphasen festigen sich die durch das Training induzierten kardiovaskulären Anpassungen (Erhöhung des Herzvolumens, Verdichtung der Muskelkapillaren, Vermehrung der Mitochondrien). Schlafmangel senkt die VO₂max, beeinträchtigt die Wärmeregulierung bei längerer Belastung und erhöht die subjektive Belastungswahrnehmung. Ein Nickerchen nach dem Training (20 bis 30 Minuten) ist eine bewährte Strategie für Sportler mit hohem Trainingsvolumen, die es ermöglicht, die Anpassungen zu verstärken, ohne das zentrale Nervensystem zu überlasten.
Die Durchblutung transportiert Sauerstoff und Energiesubstrate zu den aktiven Muskeln. Es gibt mehrere Möglichkeiten, diese Sauerstoffversorgung zu optimieren: