Was ist Zeaxanthin und welche Funktion hat es im Auge?
Zeaxanthin ist ein Xanthophyll-Carotinoid, das der Körper nicht selbst herstellen kann – es muss über die Nahrung oder durch Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Es reichert sich vor allem in der Makula der Netzhaut an (dem Bereich, der für das scharfe zentrale Sehen zuständig ist), wo es zusammen mit Lutein das Makulapigment bildet – einen natürlichen Filter gegen blaues Licht (400–500 nm) und UV-Strahlen. Nahrungsergänzungsmittel für die Augen sind im Sortiment „Nahrungsergänzungsmittel für die Augen“ des Shops erhältlich.
- Verteilung im Auge: Zeaxanthin konzentriert sich in der Fovea (Zentrum der Makula – Bereich mit dem schärfsten Sehvermögen) — Lutein überwiegt im peripheren Makulabereich — beide wirken gemeinsam als natürliche optische Filter, um die Photorezeptoren (Zapfen und Stäbchen) vor oxidativem Stress zu schützen
- Schutzmechanismus: Zeaxanthin absorbiert die hochenergetischen Wellenlängen des blauen Lichts — neutralisiert die durch Lichteinwirkung entstehenden freien Radikale — reduziert die Photooxidation der Membranlipide der Photorezeptoren
- AMD (altersbedingte Makuladegeneration): Zeaxanthin und Lutein sind die einzigen in der Makula vorkommenden Carotinoide – ein hoher Makulapigmentgehalt korreliert in epidemiologischen Studien mit einem verringerten AMD-Risiko – die AREDS2-Studie (Age-Related Eye Disease Study) hat die Vorteile einer Lutein-/Zeaxanthin-Supplementierung bei der Prävention des Fortschreitens der intermediären AMD dokumentiert
- Blaulicht und Bildschirme: Längere Nutzung digitaler Bildschirme (Handys, Computer, Tablets) erhöht die Belastung durch Blaulicht – eine Nahrungsergänzung mit Zeaxanthin und Lutein ist für intensive Nutzer jeden Alters sinnvoll – bei Kindern sollten in erster Linie Nahrungsquellen bevorzugt werden
In welchen Lebensmitteln ist Zeaxanthin enthalten und wie wird es aufgenommen?
Zeaxanthin ist ein fettlösliches Pigment – seine Resorption im Darm wird durch den gleichzeitigen Verzehr von Fett (Olivenöl, Avocado, Eigelb) deutlich verbessert. Fettarme Ernährungsweisen oder Störungen der Fettresorption (Steatorrhoe, bariatrische Chirurgie) verringern die Aufnahme.
- Reichhaltigste Quellen: Eier (Eigelb – hohe Bioverfügbarkeit, da es von Natur aus mit Fetten verbunden ist) – gelber Mais – orangefarbene und gelbe Paprika – Spinat und Grünkohl – Brokkoli – Pfirsiche und Mandarinen – Safran (konzentrierte Quelle in Studien zum Sehvermögen)
- Zeaxanthin vs. Lutein: Obwohl sie sich strukturell ähneln (Isomere), spielen sie komplementäre Rollen – Lutein überwiegt in der peripheren Makula, Zéaxanthin in der zentralen Fovea — die wirksamsten Nahrungsergänzungsmittel kombinieren beide im Verhältnis Zéaxanthin:Lutein von etwa 1:5 (ein Verhältnis, das natürlicherweise in der Makula vorkommt)
- Empfohlene Dosierung: 2 bis 4 mg Zeaxanthin pro Tag – in AMD-Formulierungen oft kombiniert mit 10–20 mg Lutein pro Tag – zur Einnahme während einer fetthaltigen Mahlzeit, um die Aufnahme zu optimieren
- Speicherung im Körper: lange Halbwertszeit (mehrere Wochen) – reichert sich allmählich in der Makula an – die schützende Wirkung nimmt mit der Regelmäßigkeit und Dauer der Einnahme zu – zur Vorbeugung von AMD bereits ab dem 50. Lebensjahr beginnen
Synergistische Kombinationen und Vorsichtsmaßnahmen bei Zeaxanthin
Zeaxanthin ist ein Wirkstoff für die Augengesundheit, der synergistisch mit anderen, die Netzhaut schützenden Nährstoffen wirkt. Die führenden AMD-Präparate kombinieren systematisch mehrere Nährstoffe, um die verschiedenen Schutzmechanismen abzudecken.
- Dokumentierte Kombinationen: Lutein (ergänzend zum Schutz der Makula) – Zink (Cofaktor von Vitamin A in der Netzhaut, enzymatisches Antioxidans) – Vitamin C (wasserlösliches Antioxidans im Kammerwasser) — Vitamin A (Vorläufer von Rhodopsin – Nachtsicht) — Omega-3-DHA (Hauptbestandteil der Membranen der Netzhaut-Fotorezeptoren) — Heidelbeere (Anthocyanoside – Durchblutung der Netzhaut)
- Hautgesundheit: Auch außerhalb des Auges entfaltet Zeaxanthin eine antioxidative Wirkung auf die Haut – Schutz vor lichtbedingter Hautalterung – ergänzende Wirkung zu einem topischen Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor (SPF)
- Vorsichtsmaßnahmen: keine dokumentierte Toxizität bei üblichen Dosierungen (2–4 mg/Tag) — mögliche Karotenoidermie (orangefarbene Verfärbung der Haut) bei sehr hoher Einnahme — keine ausreichenden Daten zur Wechselwirkung mit Antikoagulanzien in ernährungsbedingten Dosen — bei einer Behandlung mit Antikoagulanzien vor einer Nahrungsergänzung ärztlichen Rat einholen — von der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln bei Kindern ohne pädiatrische Beratung wird abgeraten
- Raucher: Beta-Carotine (andere Carotinoide) sind bei Rauchern kontraindiziert — diese Einschränkung gilt nicht für Zeaxanthin und Lutein — AMD-Präparate ohne Beta-Carotin sind bei Rauchern vorzuziehen