Was ist die Pubertät und wie verläuft sie?
Die Pubertät ist die Phase der körperlichen und hormonellen Entwicklung, die den Übergang von der Kindheit zum Erwachsenenalter markiert. Ausgelöst durch die Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse, äußert sie sich durch das Auftreten sekundärer Geschlechtsmerkmale und die Reifung des Fortpflanzungssystems. Gemäß den Empfehlungen der Französischen Gesellschaft für Pädiatrische Endokrinologie beginnt sie im Durchschnitt bei Mädchen zwischen 9 und 14 Jahren und bei Jungen zwischen 10 und 15 Jahren, wobei es erhebliche individuelle Unterschiede gibt. Entdecken Sie unsere speziell auf Jugendliche abgestimmten Pflegeprodukte in unserem Akne -Sortiment sowie unsere Lösungen für Intimhygiene und -schutz.
- Tanner-Stadien: medizinische Einteilung in 5 aufeinanderfolgende Stadien – Stadium 1 (präpubertär) → Stadium 5 (vollständige Entwicklung zum Erwachsenen) — jedes Stadium wird durch präzise Kriterien definiert (Hodenvolumen, Brustentwicklung, Schambehaarung) — wird von Kinderärzten zur Beurteilung der normalen Entwicklung herangezogen
- Bei Mädchen: Beginn mit der Brustentwicklung (Thelarche) — dann Scham- und Achselbehaarung — dann Wachstumsschub — dann erste Regelblutung (Menarche) im Durchschnitt im Alter von 12–13 Jahren — Gesamtdauer 2–5 Jahre — die ersten Regelblutungen können 1–2 Jahre lang unregelmäßig sein, was normal ist
- Bei Jungen: Beginn mit der Zunahme des Hodenvolumens — dann Entwicklung des Penis — dann Scham-, Achsel- und Gesichtsbehaarung — dann Stimmbruch (Wachstum des Kehlkopfes) – dann Wachstumsschub (später und stärker als bei Mädchen) – Gesamtdauer 3–5 Jahre
- Frühe Pubertät: Anzeichen vor dem 8. Lebensjahr bei Mädchen oder vor dem 9. Lebensjahr bei Jungen – kann zu einer verminderten Erwachsenengröße (vorzeitiger Verschluss der Wachstumsfugen) und psychischen Problemen führen – obligatorische fachärztliche kinderärztliche Untersuchung zur Hormon- und Knochenuntersuchung (radiologisches Knochenalter)
- Späte Pubertät: Fehlen von Anzeichen im Alter von 14 Jahren – kann konstitutionell bedingt sein (einfache Verzögerung ohne Erkrankung, oft familiär bedingt) oder mit einer endokrinen, ernährungsbedingten oder genetischen Erkrankung zusammenhängen – ärztliche Abklärung unerlässlich
Hormonelle Auswirkungen, Haut und Hygiene während der Pubertät
- Pubertätsakne: Der Anstieg der Androgene regt die Talgdrüsen an → übermäßige Talgproduktion + Follikelverhornung → offene (Mitesser) und geschlossene Komedonen (weiße Pickel) → Sekundärinfektion durch Cutibacterium acnes → Papeln und Pusteln – betrifft 85 % der Jugendlichen in unterschiedlichem Ausmaß – Pickel nicht ausdrücken (Risiko von Narbenbildung und Sekundärinfektion) – entdecken Sie unsere Pflegeprodukte in unserem Akne-Gesichtspflegesortiment
- Geeignete Pflegeroutine: mildes, nicht komedogenes Reinigungsmittel morgens und abends — leichte Feuchtigkeitscreme ohne Mineralöl — Sonnenschutz mit mindestens LSF 30 (Akne-Behandlungen erhöhen die Lichtempfindlichkeit) — Bei anhaltender mittelschwerer bis schwerer Akne einen Dermatologen für eine geeignete Behandlung konsultieren (Benzoylperoxid, topische Retinoide, topische Antibiotika)
- Schweißbildung und Körpergeruch: Aktivierung der apokrinen Drüsen in den Achselhöhlen unter dem Einfluss von Androgenen → neue Gerüche — tägliches Duschen und Verwendung eines geeigneten Deos oder Antitranspirants — entdecken Sie unsere Lösungen in unserem Sortiment für die Intimhygiene
- Erste Periode und Menstruationshygiene: Die erste Periode kann überraschend sein und erfordert einfühlsame Begleitung — interne und externe Hygieneartikel je nach Vorliebe erhältlich — Menstruationsschmerzen (Dysmenorrhö) treten bei Jugendlichen häufig auf — Ibuprofen als Mittel der ersten Wahl (kein Aspirin) — Bei stark beeinträchtigenden Schmerzen einen Gynäkologen aufsuchen, um eine beginnende Endometriose auszuschließen
- Ätherische Öle und leichte Akne: Verdünntes Teebaumöl (2 %) hat nachgewiesene antibakterielle Eigenschaften gegen C. acnes – unsere Rezepturen finden Sie in unserem Sortiment an ätherischen Ölen gegen Akne – niemals reines ätherisches Öl auf das Gesicht auftragen – vor dem 12. Lebensjahr nicht empfohlen
Ernährung, Schlaf und psychisches Wohlbefinden in der Pubertät
- Kalzium und Vitamin D3: Die Pubertät ist die Phase des maximalen Knochenaufbaus — 40 % des Knochenstocks eines Erwachsenen werden während der Jugend aufgebaut — empfohlene Zufuhr: Kalzium 1.200 mg/Tag (13–18 Jahre) + Vitamin D3 800–1.000 IE/Tag – Quellen: Milchprodukte, grünes Gemüse, Sardinen mit Gräten, kalziumhaltiges Wasser + Sonneneinstrahlung
- Eisen für Mädchen im Teenageralter: Mit dem Einsetzen der Menstruation steigt der Eisenbedarf (empfohlene Tageszufuhr 16–18 mg/Tag bei Mädchen) – Eisenmangel tritt bei Mädchen im Teenageralter sehr häufig auf, insbesondere bei Vegetarierinnen – Anzeichen: Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, blasse Haut – eine Ferritin-Untersuchung wird bereits in den ersten Jahren der Menstruation empfohlen
- Schlaf und zirkadianer Rhythmus: Die Pubertät verschiebt die Einschlafzeit biologisch um 1–2 Stunden (Verzögerung der zirkadianen Phase) – Jugendliche benötigen 8–10 Stunden Schlaf – Schlafmangel verschlimmert Akne, Stimmungsschwankungen und schulische Schwierigkeiten – unsere Tipps finden Sie auf unserer Seite zum Thema Schlaf
- Psychische Gesundheit und emotionale Instabilität: Hormonelle Schwankungen (Östrogene, Progesteron, Testosteron) wirken sich direkt auf die emotionalen Schaltkreise des sich noch entwickelnden Gehirns aus – Reizbarkeit, Traurigkeit und das Streben nach Unabhängigkeit sind normale Erscheinungsformen – eine anhaltende Depression, eine Essstörung oder selbstverletzendes Verhalten erfordern unverzüglich professionelle Hilfe
- Körperliche Aktivität: während der Pubertät unerlässlich für die Knochenmineralisierung (Gewichtstragende Sportarten: Laufen, Tanzen, Mannschaftssportarten), zur Stimmungsregulierung und zur Gewichtskontrolle – empfohlen werden 60 Minuten moderate bis intensive körperliche Aktivität pro Tag – intensiver Leistungssport kann bei Mädchen die Pubertät verzögern (Sportlerinnen-Amenorrhö)