Eine Pigmentstörung bezeichnet jede lokale Abweichung der Hautfarbe vom umgebenden Teint, unabhängig davon, ob es sich um einen Überschuss oder einen Mangel an Melanin handelt. Dieser Begriff umfasst eine breite Palette von Erscheinungsformen, von den häufigsten braunen Flecken bis hin zu Bereichen, die heller sind als die normale Haut. Jede dieser Erscheinungsformen unterliegt einem spezifischen Mechanismus und erfordert eine spezifische Behandlung, die man genau unterscheiden sollte, bevor man eine gezielte Pflege in Betracht zieht. Diese Seite bietet einen allgemeinen Überblick, um die Suche auf die für die jeweilige Situation am besten geeignete Seite zu lenken.
Hyperpigmentierung entspricht einem lokalisierten Überschuss an Melanin, der zu Bereichen führt, die dunkler sind als der umgebende Teint. Hypopigmentierung hingegen resultiert aus einer unzureichenden Produktion oder einer Zerstörung der Melanozyten, was zu helleren oder sogar depigmentierten Bereichen führt, wie dies bei Vitiligo der Fall ist. Diese beiden gegensätzlichen Erscheinungsformen erfordern radikal unterschiedliche kosmetische und medizinische Ansätze, weshalb es unerlässlich ist, vor jeder Behandlung korrekt zu erkennen, um welche Art von Pigmentstörung es sich handelt.
Die Ursachen variieren je nach Art der beobachteten Störung. Bei den Pigmentüberschüssen zählen das hormonell bedingte Melasma unddie postinflammatorische Hyperpigmentierung nach einer Hautläsion zu den am besten dokumentierten Mechanismen. Wiederholte Sonneneinstrahlung bleibt ein verschlimmernder Faktor, der den meisten Pigmentstörungen gemeinsam ist, unabhängig davon, ob sie hormonellen, entzündlichen oder altersbedingten Ursprungs sind.
Vitiligo unterscheidet sich von anderen Pigmentstörungen durch ihren autoimmunen Ursprung: Das Immunsystem zerstört nach und nach die Melanozyten, was zu klar abgegrenzten depigmentierten Flecken führt, die in der Regel stabil sind oder schubweise fortschreiten. Ein weiteres Beispiel für eine lokalisierte Depigmentierung mit anderem Ursprung ist die Pityriasis versicolor, eine gutartige Hautpilzinfektion, die nach der Behandlung hellere oder dunklere Flecken hinterlässt und nicht mit einer primären Pigmentstörung verwechselt werden darf.
Bei Hautunregelmäßigkeiten, die auf einen Melaninüberschuss zurückzuführen sind, tragen bestimmte kosmetische Wirkstoffe dazu bei, den Teint optisch zu vereinheitlichen: Vitamin C hemmt die Tyrosinase, das Schlüsselenzym der Melanogenese, und entfaltet gleichzeitig eine ergänzende antioxidative Wirkung. In der Regel ist eine regelmäßige und langfristige Anwendung erforderlich, bevor ein sichtbares Ergebnis zu beobachten ist. Diese Wirkstoffe haben hingegen keinerlei Wirkung auf Pigmentstörungen aufgrund eines Melaninmangels, die einer gesonderten dermatologischen Behandlung bedürfen.
Eine dermatologische Untersuchung wird empfohlen, wenn ein Fleck plötzlich auftritt, seine Form, Farbe oder Größe verändert oder wenn er mit Begleitsymptomen (Juckreiz, Blutungen) einhergeht. Täglicher Sonnenschutz ist die allgemeine Vorbeugungsmaßnahme bei allen Pigmentstörungen – unabhängig davon, ob sie bereits bestehen oder verhindert werden sollen –, da er deren Verschlimmerung durch UV-Strahlung eindämmt.