Ein Ohrenschmalzpfropf ist eine übermäßige Ansammlung von Ohrenschmalz, die schließlich den Gehörgang verstopft. Obwohl dies in den meisten Fällen häufig vorkommt und harmlos ist, kann es dennoch zu erheblichen Hörbeeinträchtigungen führen und muss daher mit Vorsicht behandelt werden, um Komplikationen zu vermeiden. Von einer Selbstbehandlung mit harten Gegenständen wird ausdrücklich abgeraten.
Ohrenschmalz bildet sich auf natürliche Weise im Gehörgang, um diesen zu schützen. Normalerweise wandert es von selbst nach außen. Wenn dieser Mechanismus gestört ist – übermäßige Produktion, enger Gehörgang, häufige Nutzung von Kopfhörern – , sammelt sich das Ohrenschmalz an, verhärtet sich und bildet einen Pfropfen, der den Schalldurchgang versperrt.
Die Anzeichen treten schleichend auf und können in ihrer Intensität variieren.
Ein unbehandelter Ohrenschmalzpfropf kann eine Ohrentzündung begünstigen. Bei Schmerzen, Ausfluss oder Fieber sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.
Mehrere Faktoren begünstigen die Ansammlung.
Mit zunehmendem Alter wird das Ohrenschmalz trockener und härter, was das Risiko eines Ohrenschmalzpfropfens erhöht – daher wird bei älteren Menschen eine besondere Aufmerksamkeit fürdie Ohrhygiene empfohlen.
Zur Vorbeugung von Ohrenschmalzpfropfen: Vermeiden Sie Wattestäbchen, reinigen Sie nur die äußere Ohrmuschel und achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
Zur Behandlung eines leichten Ohrenschmalzpfropfens zu Hause, nach Rücksprache mit dem Apotheker:
Führen Sie niemals spitze oder harte Gegenstände ein: Es besteht die ernsthafte Gefahr einer Trommelfellperforation. Wenn der Ohrenschmalzpfropf auf rezeptfreie Mittel nicht anspricht oder sich die Symptome verschlimmern, suchen Sie einen Arzt auf.
Ja: Die Konsistenz des Ohrenschmalzes verändert sich mit zunehmendem Alter. Bei Kindern ist es flüssiger (leichter Ausstoß), im Erwachsenenalter wird es allmählich trockener und härter, und bei älteren Menschen noch mehr. Dieses natürliche Phänomen erhöht das Risiko einer Ansammlung und rechtfertigt regelmäßige Ohrkontrollen bei Senioren und Trägern von Hörgeräten.
Suchen Sie unverzüglich einen Arzt oder HNO-Arzt auf, wenn folgende Symptome auftreten:
Der Facharzt kann eine Ohrspülung, eine Absaugung oder eine Kürettage sicher durchführen. Diese Maßnahmen dürfen nicht zu Hause nachgeahmt werden. Inhalt geprüft von Arnaud, Doktor der Pharmazie.