Unter Ohrhygiene versteht man die regelmäßige Pflege der Ohren, um überschüssiges Ohrenschmalz zu entfernen und Komplikationen (Gefühl von verstopften Ohren, Infektionen, Hörbeeinträchtigungen) vorzubeugen. Die Ohren verfügen über einen natürlichen Selbstreinigungsmechanismus: Eine zu häufige oder unsachgemäße Reinigung kann dieses Gleichgewicht stören. Mit geeigneten Produkten lassen sich die Ohren sicher pflegen.
Ohrenschmalz ist ein natürlicher Schutzfilm. Er ist nur dann problematisch, wenn er im Übermaß vorhanden ist oder sich ein Pfropfen bildet. Die Ohrhygiene besteht darin, die äußere Ohröffnung zu pflegen, ohne diesen Schutzmechanismus zu stören. Ihr Ziel ist es, ein gutes Hörvermögen zu erhalten und Infektionen vorzubeugen.
Die goldene Regel: Stecken Sie niemals irgendetwas in den Gehörgang.
Geeignete Produkte ermöglichen eine sichere und wirksame Reinigung und sind in der Apotheke erhältlich.
Bei einem störenden oder schmerzhaften Ohrenschmalzpfropfen ist der Besuch bei einem Facharzt unerlässlich.
Die ideale Häufigkeit variiert von Person zu Person. Die Ohrenschmalzproduktion ist individuell sehr unterschiedlich.
Ja: Die Ohren von Säuglingen und Kindern sind empfindlicher und erfordern eine sanftere Vorgehensweise.
Spezifische Tipps finden Sie in denBaby-Hygiene-Sortimenten.
Nein. Trotz ihrer Beliebtheit in der Alternativmedizin werden Ohrkerzen von medizinischen Fachkräften nicht empfohlen. Ihre Wirksamkeit bei der Entfernung von Ohrenschmalz ist wissenschaftlich nicht belegt, und sie bergen ein echtes Risiko von Verbrennungen oder Ablagerungen von heißem Wachs im Gehörgang. Verwenden Sie lieber bewährte Ohrreinigungsmittel.
Bestimmte Symptome sollten nicht auf eigene Faust behandelt werden. Suchen Sie einen Arzt auf bei:
Ein Facharzt kann den Gehörgang sicher durch Spülung oder Absaugung reinigen und verschreibt bei Bedarf die geeignete Behandlung. Inhalt geprüft von Arnaud, Doktor der Pharmazie.