Ein Komedo entsteht durch die Verstopfung eines Haarfollikels durch eine Mischung aus Talg und abgestorbenen Hautzellen, die nicht wie üblich an die Hautoberfläche gelangen. Dieses als follikuläre Hyperkeratinisierung bezeichnete Phänomen der Retention bildet einen Pfropfen, dessen weitere Entwicklung davon abhängt, ob er offen bleibt oder sich unter der Haut verschließt. Die Regulierung der Zellerneuerung der Hornschicht, bei der Vitamin A eine anerkannte physiologische Rolle spielt, beeinflusst direkt die Bildung dieser Art von Follikelpfropf.
Das offene Komedon, im Volksmund „Mitesser“ genannt, weist eine durch den Kontakt mit der Luft erweiterte Öffnung auf: Das an der Oberfläche oxidierte Talg nimmt eine charakteristische dunkle Färbung an. Das geschlossene Komedo, auch Mikrozyste genannt, bleibt von einer dünnen Hautschicht bedeckt und zeigt sich in Form einer kleinen weißlichen oder hautfarbenen Erhebung, die oft weniger sichtbar ist, sich aber spontaner nur schwerer beseitigen lässt.Salicylsäure dringt aufgrund ihrer Fettlöslichkeit effektiv in den Follikel ein und wirkt so auf beide Formen von Komedonen.
Ein sanftes und regelmäßiges chemisches Peeling ist der am besten dokumentierte Ansatz, um die Ansammlung abgestorbener Hautzellen zu verhindern, die Komedonen verursachen. Ein geeignetes Peeling, das je nach Hautverträglichkeit 1- bis 3-mal pro Woche angewendet wird, fördert die Erneuerung der obersten Hautschicht, ohne die Haut zu reizen. Es ist ratsam, zunächst mit einer geringen Anwendungshäufigkeit zu beginnen und die Hautreaktion zu beobachten, bevor man die Häufigkeit schrittweise erhöht, insbesondere bei empfindlicher Haut.
Eine geeignete Hautpflege kombiniert sanfte Reinigung, gezieltes Peeling und nicht komedogene Feuchtigkeitspflege. Eine Tonmaske ein- bis zweimal pro Woche hilft dabei, überschüssigen Talg an der Hautoberfläche zu absorbieren, ohne die Haut übermäßig auszutrocknen – vorausgesetzt, man lässt sie niemals vollständig auf dem Gesicht antrocknen. Es ist wichtig zu bedenken, dass sich die Poren strukturell weder öffnen noch schließen: Pflegeprodukte, die die Poren „verengen“, wirken in Wirklichkeit auf deren optisches Erscheinungsbild ein, indem sie überschüssigen Talg und die Ansammlung von Rückständen begrenzen, die die Poren vergrößert erscheinen lassen.
Zink trägt zur Erhaltung einer normalen Haut bei und wirkt bei der Regulierung von Hautentzündungsprozessen mit. Bei einer mehrwöchigen Kur kann es eine Anti-Mitesser-Routine als Ergänzung zu topischen Pflegeprodukten unterstützen, ohne jedoch ein regelmäßiges Peeling zu ersetzen oder eine Alleingelösung bei stark zu Mitessern neigender Haut darzustellen.
Das manuelle Ausdrücken von Mitessern zu Hause, insbesondere durch Druck mit den Fingern, birgt das Risiko von Entzündungen, Narbenbildung und der Ausbreitung von Bakterien; diese Behandlung sollte ausschließlich von geschultem Fachpersonal (Dermatologen, Kosmetikerinnen) durchgeführt werden. Übermäßiges Reinigen und die Verwendung von zu aggressiven Produkten verschlimmern das Problem oft, indem sie eine kompensatorische Talgproduktion anregen. Bevorzugen Sie nicht komedogene Texturen und eine schrittweise Pflege, beispielsweise durch die Einbeziehung von Niacinamid für eine sanftere regulierende Wirkung bei Haut, die empfindlich auf Peelings reagiert.