Bei der Nahrungsergänzung geht es darum, die Ernährung durch Nahrungsergänzungsmittel zu ergänzen – Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren, Pflanzen, Enzyme oder essentielle Fettsäuren. In Frankreich werden diese Produkte von der DGCCRF reguliert und unterliegen den europäischen Vorschriften für gesundheitsbezogene Angaben (EFSA). Sie ersetzen keine ausgewogene Ernährung, gleichen jedoch eine unzureichende Zufuhr oder einen erhöhten Bedarf aus. Entdecken Sie unser Sortiment an Nahrungsergänzungsmitteln.
Was ist Nahrungsergänzung?
Ein Nahrungsergänzungsmittel ist ein Lebensmittel, das dazu bestimmt ist, die normale Ernährung zu ergänzen – es hat keinen Arzneimittelstatus, unterliegt jedoch strengen Vorschriften. In Frankreich ist für den Vertrieb eine vorherige Anmeldung bei der DGCCRF erforderlich. Die auf den Produkten angegebenen gesundheitsbezogenen Angaben müssen von der EFSA genehmigt sein – zulässig sind nur die in der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 und in der EFSA-Datenbank aufgeführten Angaben. Ein Nahrungsergänzungsmittel kann daher keine Krankheit „behandeln“ – es kann jedoch wissenschaftlich belegte normale Körperfunktionen unterstützen.
Wann ist eine Nahrungsergänzung gerechtfertigt?
Es gibt verschiedene Situationen, in denen ein erhöhter Bedarf oder eine nachgewiesene unzureichende Zufuhr vorliegt.
- Nachgewiesener Mangel: Vitamin D (80 % der Franzosen weisen im Winter einen Mangel auf), Magnesium (70 % der Franzosen liegen unter den empfohlenen Tagesdosen), Jod – vorherige Blutuntersuchung empfohlen
- Einschränkende Ernährungsweisen: Veganer (B12, DHA, Eisen, Zink, Kalzium), strikte glutenfreie Ernährung (B-Vitamine, Eisen)
- Besondere physiologische Phasen: Schwangerschaft (Folsäure, Vitamin D, Eisen), Stillzeit, Wachstumsphase, Menopause
- Erhöhter Bedarf: Spitzensportler, ältere Menschen (verminderte Aufnahme), chronischer Stress
- Mögliche Anzeichen eines Mangels: anhaltende Müdigkeit, brüchige Haare und Nägel, fahle Haut, erhöhte Anfälligkeit für Infektionen – durch Blutuntersuchung zu bestätigen
Welche Arten von Nahrungsergänzungsmitteln gibt es?
Nahrungsergänzungsmittel decken ein breites Spektrum an Nährstoffen ab.
- Vitamine und Mineralstoffe: Vitamin C, Vitamin D3, Magnesium – physiologische Funktionen mit von der EFSA genehmigten gesundheitsbezogenen Angaben
- Essentielle Fettsäuren: Omega-3-Fettsäuren EPA+DHA – von der EFSA genehmigte Angaben zu Herz-Kreislauf-Gesundheit und neurologischer Entwicklung
- Probiotika und Präbiotika: Probiotika – Darmmikrobiom und Schleimhautimmunität
- Antioxidantien: Antioxidantienkomplexe, Polyphenole, Carotinoide – Schutz vor oxidativem Stress
- Aminosäuren, Heilpflanzen (Phytotherapie), Verdauungsenzyme, Kollagen – gezielte Wirkstoffe entsprechend den spezifischen Bedürfnissen
Wie wählt man ein hochwertiges Nahrungsergänzungsmittel aus?
Da der Markt riesig ist, sind Auswahl kriterien unerlässlich.
- GMP-Zertifizierung (Gute Herstellungspraxis): gewährleistet die Konformität der Produktionsprozesse – Mindestkriterium
- Zertifizierung durch eine unabhängige Stelle (NSF, Informed Sport für Leistungssportler): unabhängige Kontrolle der Inhaltsstoffe und der Abwesenheit von Verunreinigungen
- Klare Kennzeichnung: genaue Bezeichnung des Wirkstoffs, Gehalt pro Dosis, chemische Form (biologisch verfügbare Formen bevorzugen: Magnesiumgluconat vs. Magnesiumoxid, Vitamin D3 vs. D2)
- Gesundheitsbezogene Angaben gemäß den EFSA-Vorschriften – Vorsicht bei nicht validierten Angaben
- Beratung durch den Apotheker: erster Ansprechpartner zur Überprüfung von Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und zur Anpassung der Dosierungen
Welche Risiken und Vorsichtsmaßnahmen gibt es?
Eine ungeeignete Nahrungsergänzung kann echte Risiken bergen.
- Überdosierung: Fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) reichern sich im Körper an – die von der EFSA festgelegten oberen Sicherheitsgrenzen (USG) einhalten
- Wechselwirkungen mit Medikamenten: Vitamin K und Antikoagulanzien, Johanniskraut und zahlreiche Medikamente, Kalzium und Antibiotika – immer dem Arzt oder Apotheker melden
- Schwankende Qualität: Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel wird kaum kontrolliert – Risiko von Unterdosierung, Verunreinigungen oder betrügerischen Werbeaussagen
- Jedes Nahrungsergänzungsmittel bei Arztbesuchen angeben – einschließlich Pflanzen und „Naturprodukte“ – manche haben eine signifikante pharmakologische Wirkung
Natürliche vs. synthetische Nahrungsergänzungsmittel?
Die Unterscheidung „natürlich vs. synthetisch“ muss wissenschaftlich differenziert betrachtet werden.
- Die Bioverfügbarkeit hängt von der chemischen Form ab, nicht von der Herkunft – synthetische Ascorbinsäure wird bei gleicher Dosierung genauso gut resorbiert wie natürliches Vitamin C
- Vorteil natürlicher Extrakte: Vorhandensein synergistischer Cofaktoren (Bioflavonoide bei Vitamin C, Tocopherole bei Vitamin E)
- Vorteil synthetischer Formen: garantierte Reinheit, standardisierter Gehalt, Freiheit von potenziellen Verunreinigungen (Pestizide in rohen Pflanzenextrakten)
- Die Wahl sollte sich nach der Bioverfügbarkeit der chemischen Form richten (z. B. Magnesiumglycinat oder -malat statt Magnesiumoxid) – unabhängig von „natürlichen“ Marketingversprechen