Die Wahl der Textur für die Augenpartie entscheidet über die Wirksamkeit und den Komfort der Pflege. Das Gel eignet sich für Mischhaut bis fettige Haut sowie für die morgendliche Pflege – dank seiner Leichtigkeit belastet es das Augenlid nicht und dient als Grundierung unter dem Concealer. Die Creme eignet sich für trockene Haut und die Nachtpflege – sie pflegt die geschwächte Lipidbarriere im Bereich um die Augen. Das Augenserum (konzentrierte Wirkstoffe in einem leichten Trägerstoff) liefert hohe Konzentrationen an Wirkstoffen (Hexapeptide, Retinal, Vitamin C), erfordert jedoch einen zusätzlichen Lichtschutzfaktor (SPF). Die Augenmaske (Filorga Optim-Eyes) ist die intensive Punktpflege – ihre abschwellende Wirkung ist bereits nach 10 bis 15 Minuten sichtbar, ideal für Tage mit starker Müdigkeit am Morgen.
Weniger bekannt als Peptide oder Retinol, aktiviert organisches Silizium (Methylsilanol-Monomannuronat oder stabilisierte Orthosilicium-Säure) die Fibroblasten über die Kieselsäure-Rezeptoren und regt so die Synthese von Kollagen Typ I und III sowie von Elastin an. Klinische Studien belegen eine Verbesserung der Hautelastizität und eine Verringerung der Falten im Bereich um die Augen nach 8 bis 12 Wochen – seine doppelte Wirkung (topisch + oral) macht es zu einem der konsequentesten „Inside-Out“-Wirkstoffe für die reife Augenpartie.
Die venöse Stauung im Bereich der Augenpartie ist einer der Hauptmechanismen für Augenringe und morgendliche Tränensäcke. Ginkgo biloba (EGb 761, 24 % Flavonoide + 6 % Terpene) verbessert die venöse und lymphatische Mikrozirkulation im Bereich der Augenpartie durch Hemmung der Thrombozytenaggregation, Verbesserung der Verformbarkeit der Erythrozyten und Hemmung des PAF. Seine Flavonoide schützen gleichzeitig die dünne Haut im Bereich der Augenhöhle vor täglicher UV-Belastung.
Das EGCG im Grüntee hemmt die MMPs, die für den Abbau von Kollagen und Elastin verantwortlich sind, aktiviert die DNA-Reparaturwege in lichtgeschädigten Keratinozyten und hemmt NF-kB, um chronische Hautentzündungen zu reduzieren. Seine topische Bioverfügbarkeit ist belegt – seine antioxidative Wirkung auf die Haut um die Augen herum ist laut einigen Vergleichsstudien höher als die von Vitamin E.
Die Phospholipide des Sojalecithins (Phosphatidylcholin, Phosphatidylethanolamin) integrieren sich in die Lipid-Doppelschichten der periorbitalen Hornschicht und reparieren so die strukturellen Lücken, die für den transepidermalen Wasserverlust verantwortlich sind. Seine Isoflavone (Genistein, Daidzein) entfalten eine leicht phytoöstrogene Wirkung, die die Kollagensynthese in reifer Haut unterstützt – besonders relevant für die Augenpartie von Frauen in den Wechseljahren.
Die Pflege passt sich den je nach Lebensdekade vorrangigen Mechanismen an. Vor dem 35. Lebensjahr: leichtes Feuchtigkeitsgel (Hyaluronsäure, Glycerin) morgens + abends, LSF 50 tagsüber. Zwischen 35 und 50 Jahren: Augenserum (Peptide, Hexapeptide, Retinal 0,05 % schrittweise) abends + leichtes Gel oder Creme morgens unter dem Lichtschutzfaktor. Ab 50 Jahren: reichhaltige Creme (Ceramide, organisches Silizium, Meereskollagen) abends + aktives Serum morgens. Für die Augenpartie gibt es spezielle Formeln, die auf Feuchtigkeitsversorgung und sofortiges Wohlbefinden ausgerichtet sind und die intensive Anti-Aging-Pflege ergänzen.