Atemwegsinfektionen werden hauptsächlich durch Viren verursacht – Rhinoviren, die eine Erkältung auslösen, und Influenzaviren, die für die Grippe verantwortlich sind – sowie, seltener, durch Bakterien wie Streptococcus pneumoniae oder Haemophilus influenzae, die zu schwerwiegenderen Komplikationen wie einer Lungenentzündung führen können. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich über Tröpfchen, die beim Husten, Niesen oder Sprechen ausgestoßen werden, sowie durch Kontakt mit kontaminierten Oberflächen und anschließendes Berühren des Gesichts mit den Händen. Zu den Symptomen zählen Husten, Halsschmerzen, Fieber, Müdigkeit und in schwereren Fällen Atembeschwerden, die eine umgehende ärztliche Untersuchung erfordern.
Die Unterscheidung zwischen Grippe und einer einfachen Erkältung hilft, den Krankheitsverlauf besser einzuschätzen: Die Grippe ist durch ein plötzliches Auftreten von hohem Fieber, starken Muskelschmerzen und ausgeprägter Müdigkeit gekennzeichnet, während eine Erkältung allmählicher einsetzt, mit Nasenausfluss und mäßigem Unwohlsein – siehe die Seite „Virusinfektionen“ für einen Überblick über häufige Erreger der Atemwege.
Die Vorbeugung basiert auf einfachen, aber als wirksam nachgewiesenen Maßnahmen: regelmäßiges Händewaschen mit Wasser und Seife, ergänzende Verwendung von hydroalkoholischem Gel, wenn kein Wasser verfügbar ist, Vermeidung von engem Kontakt mit einer erkrankten Person sowie das konsequente Bedecken des Mundes beim Husten oder Niesen. Die jährliche Impfung ist nach wie vor ein wichtiges Mittel zur Vorbeugung gegen die Grippe und wird insbesondere für Risikopersonen empfohlen.
Rauchen schwächt das Immunsystem der Atemwege erheblich und schädigt die Atemwege – Raucher sind nicht nur anfälliger für solche Infektionen, diese verlaufen bei ihnen oft auch schwerer und heilen langsamer ab. Infektionen der Atemwege treten im Herbst und Winter deutlich häufiger auf, da sich Menschen in geschlossenen Räumen aufhalten, was die Virusübertragung begünstigt, und da Kälte bestimmte Auswirkungen auf die Abwehrkräfte der Atemwege hat.
Die Behandlung hängt von der Ursache der Infektion ab: Virale Infektionen werden symptomatisch behandelt (Ruhe, Flüssigkeitszufuhr, bei Bedarf Schmerzmittel), während bestätigte bakterielle Infektionen die Einnahme von Antibiotika auf ärztliche Verschreibung erfordern – niemals in Eigenregie. Mehrere natürliche Heilmittel tragen während der viralen Phase zum Wohlbefinden bei:
Bei Atembeschwerden, anhaltendem hohem Fieber oder ausbleibender Besserung nach mehreren Tagen wird ein Arztbesuch empfohlen – ältere Menschen, Kleinkinder und Menschen mit chronischen Erkrankungen sollten bereits bei den ersten Anzeichen einen Arzt aufsuchen, da das Risiko von Komplikationen in diesen Bevölkerungsgruppen erhöht ist.