Taurin ist eine schwefelhaltige Aminosäure, die von Natur aus vor allem im Gehirn, im Herzen, in den Skelettmuskeln und in der Netzhaut vorkommt. Im Gegensatz zu den proteogenen Aminosäuren ist es nicht am Aufbau von Proteinen beteiligt, sondern übt regulierende Funktionen hinsichtlich der Nervenerregbarkeit, des Elektrolythaushalts und des Zellschutzes vor oxidativem Stress aus. Es wird häufig in Sportnahrungsergänzungsmitteln und Präparaten zur Unterstützung der kognitiven Funktionen verwendet.
Was ist Taurin und wozu dient es?
Taurin wird vom Körper aus L-Cystein und Methionin unter Beteiligung von Vitamin B6 als Cofaktor synthetisiert. Es ist an mehreren essenziellen Funktionen beteiligt.
- Elektrolythaushalt: Reguliert den Natrium-, Kalium- und Kalziumfluss in den Muskel- und Nervenzellen
- Neuroprotektion: wirkt dämpfend auf das zentrale Nervensystem (teilweise GABA-mimetische Wirkung)
- Antioxidans: Neutralisiert freie Radikale in Geweben mit hohem Energiebedarf (Herz, Muskeln)
- Fettstoffwechsel: Ist Bestandteil der Gallensäuren und trägt zur Emulgierung von Fetten bei
- Hier finden Sie alle Aminosäuren
Taurin und Sport: Welche Vorteile bietet es Sportlern?
Taurin wird aufgrund seiner muskelstärkenden und antioxidativen Eigenschaften in die meisten Pre-Workout- und Regenerationsformeln integriert.
- Es trägt zum Elektrolythaushalt in den Muskelzellen bei, was hilfreich ist, um Krämpfe zu begrenzen
- Es reduziert den durch intensive Belastung verursachten oxidativen Stress und unterstützt so die sportliche Regeneration
- Wird in Leistungsformeln mit Kreatin und BCAAs kombiniert
- Die Kombination mit Koffein ist in Pre-Workout-Boostern weit verbreitet – sie mildert die angstauslösende Wirkung von Koffein
Taurin, Konzentration und Nervensystem?
Taurin kommt in großen Mengen im Gehirn vor und übt eine modulierende Wirkung auf das zentrale Nervensystem aus.
- Es moduliert die hemmenden Neurotransmitter (GABA) und trägt zu einem Zustand wacher Ruhe bei
- Es unterstützt die Schlafqualität, indem es übermäßige neuronale Aktivität reguliert
- In Kombination mit L-Theanin in Formelngegen geistigeErmüdung
- Antioxidative Wirkung auf Nerven- und Netzhautgewebe – die Netzhaut ist eines der Gewebe mit dem höchsten Taurin-Gehalt
Wo ist Taurin in der Ernährung enthalten?
Taurin kommt fast ausschließlich in Lebensmitteln tierischen Ursprungs vor.
- Rotes Fleisch und Geflügel: Rind, Pute, Huhn
- Fisch und Meeresfrüchte: Thunfisch, Lachs, Austern, Garnelen – die reichhaltigsten Quellen
- Milchprodukte: geringer Gehalt
- Pflanzliche Lebensmittel: so gut wie nicht vorhanden – Veganer weisen deutlich niedrigere Taurinwerte im Plasma auf
- Eine Nahrungsergänzung ist besonders für Menschen sinnvoll, die sich vegan ernähren
Wie wird Taurin als Nahrungsergänzungsmittel angewendet?
Taurin ist in verschiedenen Formen erhältlich und dient unterschiedlichen Zwecken.
- Übliche Dosierung: 500 mg bis 2 g pro Tag, je nach Zielsetzung
- Sportler: bis zu 3 g pro Tag, auf zwei Einnahmen verteilt
- Einnahmezeitpunkt: je nach Produkt vor dem Training (Boost) oder danach (Regeneration)
- Erhältliche Formen: Kapseln, reines Pulver, Kombinationsformeln (Taurin + Kreatin + BCAA)
- Wählen Sie Formeln ohne künstliche Süßstoffe und unnötige Zusatzstoffe, die GMP-zertifiziert sind
Gibt es Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen bei Taurin?
Taurin ist in den empfohlenen Dosierungen gut verträglich. Einige Vorsichtsmaßnahmen sind zu beachten.
- Schwere Herzerkrankungen: Eine Einnahme ohne ärztlichen Rat vermeiden
- Nicht mit übermäßigem Koffeinkonsum (Energydrinks mit hoher Dosierung) kombinieren – Risiko von Tachykardie und Angstzuständen
- Schwangere und stillende Frauen: vorsichtshalber vermeiden, da die Datenlage unzureichend ist
- Die empfohlenen Dosierungen nicht überschreiten: Bei hohen Dosen sind Verdauungs- oder Nervenbeschwerden möglich