Sonnenschutz umfasst alle Produkte und Maßnahmen, die darauf abzielen, die Haut vor den von der Sonne ausgestrahlten ultravioletten (UV) Strahlen zu schützen.
Diese Strahlen, die in UVA- und UVB-Strahlen unterteilt werden, können kumulative Hautschäden verursachen: sichtbare Sonnenbrände, lichtbedingte Hautalterung, Pigmentflecken und ein erhöhtes Risiko für Hautkrebs (Melanom, Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom).
Ein wirksamer Sonnenschutz wird heute von Dermatologen als eine der wichtigsten Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge angesehen.
Über die medizinische Prävention hinaus schützt er das Hautkollagen und begrenzt das Auftreten sichtbarer, durch Sonneneinstrahlung bedingter Alterungserscheinungen.
UVA-Strahlen (315–400 nm) dringen tief in die Dermis ein und sind hauptsächlich für die lichtbedingte Hautalterung und bestimmte Sonnenallergien verantwortlich; sie sind das ganze Jahr über vorhanden, auch bei bewölktem Wetter oder durch Fensterscheiben hindurch.
UVB-Strahlen (280–315 nm) werden bereits in der Epidermis abgehalten und verursachen vor allem rote, schmerzhafte Sonnenbrände; ihre Intensität variiert stark je nach Tageszeit, Jahreszeit und Breitengrad.
Beide Strahlungsarten tragen langfristig zur Hautalterung und zum Hautkrebsrisiko bei.
Ein Breitspektrum-Sonnenschutzmittel, das auf der Verpackung das eingekreiste UVA-Logo trägt, ist daher für einen umfassenden Schutz unerlässlich.
Berücksichtigen Sie bei der Auswahl eines geeigneten Sonnenschutzmittels Ihren Hauttyp:
Zum Lichtschutzfaktor (LSF): Mindestens LSF 30 für den täglichen Gebrauch, LSF 50 oder 50+ bei längerer Sonnenexposition, heller Haut, bei Kindern oder bei persönlicher Vorgeschichte.
Der LSF (Lichtschutzfaktor) misst den Schutzgrad, den ein Produkt gegen UVB-Strahlen bietet.
LSF 15 blockiert etwa 93 % der UVB-Strahlung; LSF 30 etwa 97 %; LSF 50 etwa 98 %; LSF 50+ bis zu 98,3 %.
Der prozentuale Unterschied zwischen hohen SPF-Werten ist gering, bei längerer Sonnenexposition oder bei risikobehafteter Haut jedoch von Bedeutung.
Kein Produkt garantiert einen vollständigen Schutz (100 %); das regelmäßige Nachcremen und die aufgetragene Menge sind nach wie vor die entscheidenden Faktoren für die tatsächliche Wirksamkeit.
Für einen optimalen Schutz:
Die von den meisten Anwendern tatsächlich aufgetragene Menge liegt in der Regel 2- bis 4-mal unter der wirksamen Dosis: Großzügiger Auftrag ist unerlässlich.
Ein unzureichendes oder unregelmäßiges Auftragen verringert die Wirksamkeit des Sonnenschutzmittels erheblich und birgt mehrere Risiken:
Bei heller Haut, Vorerkrankungen oder zahlreichen Muttermalen wird eine regelmäßige dermatologische Vorsorgeuntersuchung empfohlen.
UVA-Strahlung ist das ganze Jahr über vorhanden, sowohl bei bewölktem Himmel als auch durch Fensterscheiben hindurch: Das tägliche Auftragen eines Sonnenschutzmittels bringt kumulative Vorteile.
Sie schützt die Haut vor den unsichtbaren, aber kumulativen Schäden durch UVA-Strahlen, dem Hauptfaktor der lichtbedingten Hautalterung.
Sie verringert das Auftreten von Pigmentflecken und das Risiko einer Verschlimmerung bestehender Flecken (Sonnenlentigines, Melasma).
Sie trägt sichtbar zueinem gleichmäßigen Teint und strahlender Haut bei und ist eine der am besten dokumentierten Anti-Aging-Maßnahmen.
Ein wirksames Sonnenschutzprodukt kombiniert in der Regel mehrere Wirkstoffgruppen:
Achten Sie auf das eingekreiste UVA-Logo und die Angabe „Breitband“ auf der Verpackung.
Sonnenschutz lässt sich durchaus in die Make-up-Routine integrieren.
Tragen Sie die spezielle Sonnenschutzpflege stets als ersten Schritt (nach der Feuchtigkeitscreme) auf und anschließend Ihr Make-up darüber.
BB-Cremes oder Grundierungen mit integriertem Lichtschutzfaktor sind praktische Ergänzungen, doch die aufgetragene Menge reicht in der Regel nicht aus, um den angegebenen Lichtschutzfaktor zu erreichen (es wird nur 1/4 bis 1/2 der tatsächlichen Dosis aufgetragen). Verlassen Sie sich bei längerer Sonnenexposition niemals allein auf den im Make-up integrierten Lichtschutzfaktor.
Zum Nachschminken tagsüber sorgen Kompaktsonnenpuder oder SPF-Sprays dafür, dass der Schutz aufgefrischt wird, ohne das Make-up zu beeinträchtigen.
Mehrere organische Filter (insbesondere Oxybenzon, Octinoxat und Octocrylen) stehen heute wegen ihrer Auswirkungen auf marine Ökosysteme, insbesondere Korallenriffe, in der Kritik.
Mehrere Länder (Hawaii, Palau, Bonaire, Aruba sowie bestimmte thailändische und mexikanische Inseln) haben Oxybenzon und Octinoxat in Sonnenschutzprodukten sogar verboten.
Um Ihre Auswirkungen zu begrenzen, sollten Sie umweltfreundliche Sonnenschutzprodukte bevorzugen, die keine der umstrittenen Filter enthalten, als „marines-friendly“ zertifiziert sind, nicht-nanopartikuläre mineralische Filter enthalten und in umweltfreundlich gestalteten Verpackungen angeboten werden.
Die Problematik der Nanopartikel (insbesondere Titandioxid und Zinkoxid in Nanoform) ist nach wie vor Gegenstand laufender Forschung: Achten Sie auf die Angabe „non-nano“ auf der Verpackung.