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Sennesblätter: Positive Wirkung auf die Verdauung und bei Verstopfung

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Was ist Sennesblättere?

Sennesblätter (Senna alexandrina), auch Alexandriner Sennesblätter oder indische Sennesblätter genannt, sind eine Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae), die ursprünglich aus Nordafrika und Asien stammt. Sie wird seit der Antike verwendet und ist für ihre stark abführende Wirkung auf das Verdauungssystem bekannt. Diese Wirksamkeit beruht auf ihrem hohen Gehalt an Sennosiden, Wirkstoffen, die die Kontraktionen der Darmmuskulatur anregen. Dadurch zählt Senna zu den sogenannten „stimulierenden“ Abführmitteln. Ein wichtiger Punkt, den man von Anfang an verstehen muss: Senna ist ein starkes Abführmittel, das ausschließlich gelegentlich angewendet werden sollte, und kein Mittel zur täglichen Unterstützung der Verdauung. Seine Anwendung muss zeitlich begrenzt und unter Aufsicht erfolgen. Bei regelmäßigem trägem Stuhlgang sollten zunächst sanftere Maßnahmen (Ballaststoffe, Flüssigkeitszufuhr, körperliche Aktivität) und eine abwechslungsreiche Ernährung im Vordergrund stehen.

Was ist die Hauptanwendung von Sennesblätter?

Sennesblätter werden hauptsächlich zur Linderung gelegentlicher Verstopfung eingesetzt:

  • Regt die Darmtätigkeit an: Es aktiviert die Peristaltik (Darmkontraktionen);
  • Erleichtert den Stuhlgang: Es hilft, den Stuhl weicher zu machen und auszuscheiden;
  • Schnelle Wirkung: Die Wirkung ist in der Regel 6 bis 12 Stunden nach der Einnahme spürbar;
  • Vorbereitung auf Untersuchungen: Wird manchmal unter ärztlicher Aufsicht vor einer Koloskopie angewendet.

Die Anwendung sollte nur gelegentlich erfolgen und auf gelegentliche Verstopfung abzielen, nicht auf eine chronische Darmfunktionsstörung, bei der eine ärztliche Untersuchung erforderlich ist, um die Ursache zu ermitteln.

Wie wird Sennesblätter angewendet?

Sennesblätter sind in verschiedenen Formen erhältlich, immer als Kurzzeitkur. Als Aufguss: Etwa 1 Teelöffel getrocknete Blätter 10 Minuten lang in 250 ml heißem Wasser ziehen lassen, abends vor dem Schlafengehen trinken (Wirkung tritt nach 6 bis 12 Stunden ein). Als Kapseln oder Tabletten: praktisch für eine präzise Dosierung, als Kur von maximal 3 bis 5 Tagen. Als Flüssigextrakt: zum Verdünnen, für eine konzentrierte Wirkung. Unabhängig von der Darreichungsform gelten folgende Regeln: Beginnen Sie mit der niedrigsten Dosis und passen Sie diese je nach Verträglichkeit an, überschreiten Sie niemals 7 aufeinanderfolgende Tage und achten Sie während der Einnahme auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Halten Sie sich strikt an die auf dem Produkt angegebene Dosierung. Im Zweifelsfall oder wenn die Verstopfung trotz der Einnahme anhält, sollten Sie einen Arzt oder Apotheker um Rat fragen, anstatt die Einnahme zu verlängern oder die Dosis zu erhöhen, da dies zu Nebenwirkungen und einem Gewöhnungsrisiko führen könnte.

Hilft Sennesblätter beim Abnehmen?

In diesem Punkt muss Klarheit herrschen: Sennesblätter bewirken keine Gewichtsabnahme und dürfen niemals als Schlankheitsmittel verwendet werden. Diese leider weit verbreitete Anwendung ist gefährlich. Sennesblätter scheiden lediglich Nahrungsrückstände und Wasser aus und bewirken höchstens einen vorübergehenden, durch Dehydrierung bedingten Gewichtsverlust, der sofort wieder zunimmt. Es verbrennt keinerlei Fett. Schlimmer noch: Eine zweckentfremdete Anwendung zum Abnehmen birgt schwerwiegende Folgen: Elektrolytstörungen (insbesondere Kaliumverlust), Dehydrierung, Herzbeschwerden, Darmgewöhnung und Mangelerscheinungen. Ebenso sind die Behauptungen bezüglich einer „Entgiftung“ unbegründet: Der Körper verfügt über eigene Ausscheidungsorgane (Leber, Nieren), und Senna „reinigt“ diese nicht. Für eine erfolgreiche Gewichtsregulierung zählen ausschließlich eine ausgewogene Ernährung und körperliche Aktivität. Die zweckentfremdete Verwendung eines starken Abführmittels zu diesem Zweck ist nicht nur wirkungslos, sondern potenziell gesundheitsschädlich.

Sennesblätter oder Faulbaumrinde: Was ist der Unterschied?

Sennesblätter und Faulbaumrinde (Frangula alnus) sind zwei pflanzliche Abführmittel mit stimulierender Wirkung, weisen jedoch unterschiedliche Wirkprofile auf. Sennesblätter sind ein starkes, schnell wirkendes Abführmittel, das bei längerer Anwendung die Darmschleimhaut reizen kann. die Faulbaumrinde gilt traditionell als etwas sanfter und langsamer wirkend. In der Praxis gelten für beide die gleichen Vorsichtsmaßnahmen: Es handelt sich um stimulierende Abführmittel, die nur gelegentlich und keinesfalls langfristig angewendet werden sollten, da bei wiederholter Einnahme bei beiden das gleiche Risiko einer Gewöhnung und einer „Trägheit“ des Darms besteht. Bei unregelmäßiger oder chronischer Darmtätigkeit ist kein stimulierendes Abführmittel die Lösung: Besser ist es, auf Ballastmittel (Ballaststoffe, Schleimstoffe), eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und einen gesunden Lebensstil zu setzen sowie ärztlichen Rat einzuholen, um die Ursache der Störung zu klären. Bei der Wahl zwischen diesen Pflanzen darf das Wesentliche nicht vergessen werden: Diese beiden stimulierenden Abführmittel sind nur für punktuelle Fälle vorgesehen.

Welche Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen gibt es?

Sennesblätter erfordern trotz ihrer Wirksamkeit echte Vorsichtsmaßnahmen. Kontraindikationen:

  • Schwangerschaft und Stillzeit: nicht empfohlen (Risiko einer Gebärmutterstimulation);
  • Darmerkrankungen: Bei Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder Reizdarmsyndrom zu vermeiden;
  • Kinder unter 12 Jahren: verboten, außer auf ärztliche Anweisung;
  • Darmverschluss oder unerklärliche Bauchschmerzen: Anwendung verboten.

Nebenwirkungen: Krämpfe und Darmreizungen bei Überdosierung, Dehydrierung und Kaliumverlust (was zu Muskelermüdung und Herzbeschwerden führen kann) sowie vor allem Gewöhnung bei längerer Einnahme, da der Darm für seine Funktion vom Sennesabfall abhängig wird. Die Einnahme sollte 7 Tage nicht überschreiten; beginnen Sie mit einer niedrigen Dosis und achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Bei anhaltender Verstopfung, Schmerzen oder Blut im Stuhl sollten Sie einen Arzt aufsuchen, anstatt sich über einen längeren Zeitraum selbst zu behandeln.