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Pfotenpflege für Hunde und Katzen: Balsame, Stärkungsmittel und Schutz

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Wozu dienen die Fußballen bei Hunden und Katzen?

Die Fußballen sind bemerkenswerte anatomische Strukturen, die aus verdickter Haut (Keratin), stoßdämpfendem Fettgewebe und einer dichten Durchblutung bestehen. Beim Hund erfüllen sie eine dreifache Funktion: Sie dienen als Stoßdämpfer beim Laufen und Springen, regulieren die Körpertemperatur (Wärmeaustausch mit dem Boden) und fungieren als Sinnesorgan (Mechanorezeptoren, die die Beschaffenheit und Temperatur des Bodens wahrnehmen). Die Nase (Planum nasale) weist ähnliche Merkmale auf – verdickte Haut, feuchte Oberfläche – und verdient die gleiche Pflege. Bei Katzen sind die Pfotenballen dünner und empfindlicher als bei Hunden. Ein Balsam mit Jojobaöl (tellt das Hauttalg nach, zieht schnell ein, ohne einen Fettfilm zu hinterlassen) ist eine ideale Grundpflege, um ihre Geschmeidigkeit im Alltag zu erhalten.

Welche Risiken bestehen für die Pfotenballen je nach Jahreszeit?

Die Pfotenballen sind je nach Jahreszeit spezifischen Belastungen ausgesetzt:

  • Im Winter verursacht Streusalz chemische Verbrennungen, Risse und schmerzhafte Hautschuppung – ein gründliches Abspülen der Pfoten nach jedem Spaziergang ist unerlässlich, gefolgt vom Auftragen eines schützenden Balsams. Eisglatte Stellen und festgetretener Schnee können sich zwischen den Zehen zu Klumpen formen und zu mechanischen Verletzungen führen.
  • Im Sommer verursacht überhitzter Asphalt (bis zu 60–70 °C auf dunkler Oberfläche) innerhalb weniger Sekunden schwere thermische Verbrennungen. Der Handtest gilt als Richtwert: Legen Sie Ihre Handfläche 7 Sekunden lang auf den Asphalt – wenn es für Sie unangenehm ist, ist es für Ihr Tier gefährlich.

Ein Schutzspray auf Basis von Pflanzenwachs und filmbildenden Wirkstoffen, das vor dem Spaziergang aufgetragen wird, bildet eine physikalische Barriere.Arganöl (ungesättigte Fettsäuren, natürliches Vitamin E) ist ein reparierender Wirkstoff erster Wahl für rissige oder ausgetrocknete Pfotenballen.

Welche natürlichen Wirkstoffe reparieren und schützen die Pfotenballen?

Balsame für die Pfotenballen kombinieren mehrere Gruppen sich ergänzender Wirkstoffe. Wachse (Bienenwachs, Carnaubawachs) bilden einen okklusiven Schutzfilm, der den transepidermalen Wasserverlust verlangsamt. Pflanzliche Öle, die reich an Fettsäuren sind (Macadamia, Avocado, Hanf), nähren das Keratin und stellen die Geschmeidigkeit wieder her. Propolis und Honig wirken antibakteriell und wundheilend. Macadamiaöl (reich an Palmitoleinsäure, die den Hautlipiden ähnelt) dringt schnell in die Hornschicht ein, ohne fettige Rückstände zu hinterlassen, was es zum Basisöl der Wahl für die tägliche Pflege der Pfotenballen macht.

Wie trägt man die Pflegeprodukte auf die Pfotenballen des Tieres auf?

Die Anwendung folgt einigen einfachen Regeln, um die Wirksamkeit zu maximieren. Reinigen und trocknen Sie die Pfoten vor jeder Anwendung gründlich – Rückstände von Salz, Erde oder Feuchtigkeit verringern das Eindringen der Wirkstoffe. Tragen Sie den Balsam in einer dünnen Schicht mit kreisenden Massagebewegungen auf jede Pfotenballen und zwischen die Zehen auf, wobei Sie besonders auf rissige Stellen achten sollten. Lassen Sie das Produkt einige Minuten einwirken, bevor Sie das Tier wieder laufen lassen, oder tragen Sie es vor dem Schlafengehen auf, um eine anhaltende Wirkung während der Ruhephase zu erzielen. Beinwell (Allantoin, Rosmarinsäure) ist ein natürlicher, regenerierender und entzündungshemmender Wirkstoff, der in bestimmten tiermedizinischen Balsamen enthalten ist – er beschleunigt die Zellregeneration und mindert Entzündungen an gereizten Stellen. Bei stark geschädigten Pfotenballen können bis zur vollständigen Heilung Schutzschuhe erforderlich sein.

Wie lassen sich die Pfotenballen langfristig mit Feuchtigkeit versorgen und gestärkt werden?

Ein regelmäßiges Pflegeprogramm (2 bis 3 Mal pro Woche im Winter, 1 Mal pro Woche außerhalb der Saison) hält die Pfotenballen geschmeidig und macht sie weniger anfällig für Risse. Stärkende Mittel (auf Basis von Keratin, Biotin, Silizium) stärken nach und nach die Struktur des oberflächlichen Keratins – ihre Wirkung zeigt sich nach 3 bis 4 Wochen regelmäßiger Anwendung.Natriumhyaluronat (Hyaluronsäure), ein in der Human-Dermatologie etablierter Wirkstoff, wird aufgrund seiner Fähigkeit, Wasser in der Hornschicht zu binden, zunehmend in die tierärztliche Pflege integriert. Sport- oder Arbeitstiere haben einen erhöhten Bedarf – cremen Sie die Pfotenballen nach jedem längeren Ausflug ein und überprüfen Sie regelmäßig die Zehenzwischenräume auf Schnitte, Dornen oder Fremdkörper.

Wann ist bei den Fußballen ein Tierarztbesuch erforderlich?

Bestimmte Situationen gehen über die topische Pflege hinaus und erfordern einen Tierarztbesuch. Eine tiefe Wunde oder eine ausgedehnte Verbrennung (abgelöste Haut, Nässen, sichtbare Nekrose) muss innerhalb von 24 Stunden von einem Tierarzt behandelt werden. Ein trotz mehrtägiger Behandlung anhaltendes Hinken kann auf einen zwischen den Zehen festsitzenden Fremdkörper (Rosen Dorn, Grassamen, Glassplitter) oder eine subkutane Infektion (Zehenzwischenraumabszess) hinweisen. Eine chronische Interdigitaldermatitis (gerötete, ständig abgeleckte Pfoten) ist häufig allergischen Ursprungs und erfordert eine dermatologische Abklärung. Centella asiatica (Asiaticosid, Madecassosid) kann die Wundheilung nach einer Operation oder nach der Entfernung eines Fremdkörpers unterstützen, ersetzt jedoch nicht die erste tierärztliche Behandlung. Bei Zweifeln hinsichtlich des Schweregrads einer Verletzung der Fußballen ist es aus Vorsicht immer ratsam, einen Tierarzt aufzusuchen.